SEO-Bilder

Wenn Sie eine attraktive Website anbieten wollen, brauchen Sie Bilder. Das dürfte klar sein. Damit das aber für Besucher ebenso wie für Suchmaschinen funktioniert, ist noch etwas mehr erforderlich, als nur die hoffentlich nach allen Regeln der Kunst verfassten Texte mit ein paar Fotos aufzulockern. Bilder-SEO, also die Suchmaschinenoptimierung aller grafischen Elemente auf Ihrer Website, ist eigentlich leicht nachvollziehbar: Sie brauchen nur zu wissen, wie Sie Google und Co. helfen können, Ihre Bilder überhaupt zu erkennen.

Die technischen Tipps für die Bilder-SEO haben den schönen Nebeneffekt, dass sie zum Teil auch für menschliche Website-Besucher nützlich sind. Und das Erstaunliche daran: Auch wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagen mag: Für die Bilder-SEO brauchen Sie wieder … Text!

Website-Bilder: Was Menschen gefällt, kommt auch bei Suchmaschinen gut an

Sie wollen, dass Sie bei den Suchergebnissen weit nach oben kommen, dass Ihre Website also gut gefunden wird? – Es ist schon die halbe Miete, dass Menschen dort finden, was sie suchen, und vielleicht sogar noch mehr als das. Denn die sogenannte Verweildauer von Nutzern ist auch für Suchmaschinen ein Indiz, dass Ihr Content, also alle Inhalte der Website, Qualität aufweist. Dazu ist die richtige Dosis von Bildern ein zentrales Instrument. Mit Bildern sind im Folgenden alle Arten davon gemeint, d. h. Fotos ebenso wie Zeichnungen, Diagramme, Symbole, Logos, Piktogramme usw.

Versetzen Sie sich zunächst einmal in die Perspektive eines Website-Besuchers: Was erwarten sich denn Nutzer von Bildern auf Webseiten – inhaltlich, von der Menge, der Größe und anderen Merkmalen?

  • Anschaulichkeit: Bilder sollen den Inhalt hervorheben, ergänzen, verständlicher, aber auch abwechslungsreicher machen. Ähnlich wie Zwischenüberschriften bieten Bilder Orientierung und halten die Aufmerksamkeit wach. Sie dürfen also weder langweilige Wiederholung einer Textaussage sein noch zusammenhanglos wirken.

  • Originalität: Aufmerksamkeit wird durch Neues, Ungewohntes geweckt. Vermeiden Sie also Illustrationen, die Ihre Branche schon tausendmal als Stockfoto benutzt hat. Suchen Sie stattdessen nach Symbolbildern für Ihr Angebot, die neue, positive Assoziationen wecken und die einmalig sind.

  • Anzahl und Größe: Ein Online-Shop braucht natürlich mehr Bilder als etwa eine Anwaltskanzlei – die Menge an Bildern hängt also vom Content ab. Das Nutzererlebnis leidet aber immer darunter, wenn vor lauter Bildern die textliche Information in den Hintergrund gerät. Das gilt besonders für Smartphone-Bildschirme. Auch die Ladezeit Ihrer Seiten verlangsamt sich mit der Anzahl und Größe von Bildern.

  • Bildtexte: Bildüber- und -unterschriften werden direkt nach den Headlines als Erstes überhaupt auf einer Seite gelesen. Mit einem hervorgehobenen Schlagwort am Anfang und einem pfiffigen Zwei- bis Dreizeiler verhelfen Sie außerdem selbst schwächeren Bildern zu mehr inhaltlichem Glanz.

  • Format und Position: Achten Sie auf harmonische Proportionen; sie beeinflussen die Wahrnehmung einer Seite. Bleibt zum Beispiel neben einem Querformat zu wenig Platz für umfließenden Text, dann ist das Leseerlebnis getrübt. Wenn Sie kein versierter Webdesigner sind und Ihre Website selbst gestalten, testen Sie die Wirkung von Bildpositionen (links- oder rechtsbündig; zentriert) und Formaten ausgiebig. Prüfen Sie auch, was die meist automatische Optimierung für mobile Geräte mit Ihrem schönen Layout etwa auf Smartphone-Screens anrichtet.

  • Öfter mal was Neues: Wechseln Sie nach einiger Zeit Bilder auch einmal aus – nicht erst dann, wenn Ihr Serviceteam schon seit zwei Jahren andere Köpfe hat. Dabei geht es um Aktualität, ja, aber genauso darum, dass Ihre Website spürbar gepflegt wird.

All das ist auch schon Bilder-SEO, obwohl bis jetzt „nur“ die User Experience im Vordergrund stand und noch kein Handgriff im Backend Ihrer Seiten getan wurde. Aber jede der genannten Maßnahmen beinhaltet auch kleine positive Signale an Suchmaschinen, dass hier interessante Seiten warten.

7 Tipps für ein besseres Ranking: Bilder-SEO „unter der Motorhaube“

Trotz Bilderkennungssoftware brauchen Suchmaschinen Hilfen, um zu interpretieren, was ein Bild dem Nutzer sagen soll. Erst auf dieser Grundlage kann zum Beispiel Google den Wert eines Bildes für die gesamte Qualität einer Seite erfassen und damit in das Seitenranking einfließen lassen.

Häufig spielen dabei verschiedene Formen von textlichen Beschreibungen Ihrer Bilder eine Rolle. Denn Texte sind für Suchmaschinen leichter verdaulich als Bilderpixel. In diesem Zusammenhang sollten Sie immer die optimale Dosierung von Keywords im Hinterkopf behalten.

Die folgenden Tipps zur technischen Bilder-SEO gelten allgemein, auch wenn einzelne Bezeichnungen bzw. die Umsetzung sich je nach Content-Management-System (CMS) etwas unterscheiden können.

  • Bildtexte und Alt-Texte (Alt-Tags oder -Attribute): Bildtexte (siehe oben) sollten sich geringfügig von den sogenannten Alt-Texten unterscheiden, die Sie als (normalerweise unsichtbare) Bildinformation beim Einfügen eines Bildes eingeben. Alt-Text wird angezeigt, wenn ein Bild nicht geladen werden kann, und er erscheint als Text für Screenreader. Damit werden Bilder auch für Menschen mit Sehbehinderung aussagekräftig. Suchmaschinen ziehen Alt-Text ebenfalls zur Interpretation heran. Im Gegensatz zu Bildtexten soll Alt-Text in kurzer Form sagen, was man sieht. Manche Systeme bieten zusätzlich „Descriptions“ an, in denen sich noch mehr Bildinformation im Hintergrund unterbringen lässt.

  • Dateiname: Unter welchem Namen Sie ein Bild speichern bzw. auf einer Seite ablegen, wird ebenfalls als Bildinformation von Suchmaschinen erfasst. Nutzer sehen den Dateinamen nur, wenn Sie Ihr Bild herunterladen oder die Bildinformation abrufen. Aber auch dann ist ein sinnvoller Dateiname wie „firmenname-produktname“ besser als „IMG7532209.jpg“. Verwenden Sie nur Kleinbuchstaben, trennen Sie Wörter mit Bindestrichen und vermeiden Sie Umlaute und Sonderzeichen.

  • Auflösung und Bildgröße: Auch Suchmaschinen sind kritisch, wenn Bilder zu lange laden oder zum Betrachten zu klein oder zu grob gepixelt sind. Problemlose Dateiformate sind vor allem JPG für Fotos und Hintergrunddateien sowie PNG oder GIF für Layoutgrafiken. Sie lassen sich mit gängigen Kompressionstools wie Tinypng oder Jpegmini ohne nennenswerten Qualitätsverlust so verkleinern, dass kurze Ladezeiten gewährleistet sind. Mit 150 kB sollten Sie zurechtkommen. Bei Bildgrößen sollten Sie auf eine Kantenmindestlänge von 300 Pixeln achten (was bei Thumbnails nicht einzuhalten ist, aber dafür werden sie ja verlinkt). Bewährt hat sich auch ein Format von ca. 4:3. Für die Auflösung reichen übliche 72 oder 92 dpi aus – meistens. Die Seiten eines professionellen Fotografen werden höhere Qualitäten beanspruchen.

  • Google prüfen lassen: Wenn Sie schon einen Haufen Bilder auf Ihrer Website haben und die technische Seite der Bilder-SEO auf das Notwendige reduzieren wollen, lassen Sie Google die Arbeit machen. Die Page Speed Insights der Suchmaschine überprüfen – unter anderem – auch die Bildqualität, soweit sie die Seitengeschwindigkeit beeinflusst. Die Analyse zeigt optional eine „Fehlerbehebung“ an und macht dann entsprechende Optimierungsvorschläge. Das können Sie so oft wiederholen, bis das Tool nichts mehr zu meckern hat.

  • Bildquelle: Manche Bilder werden auf Websites mehrfach verwendet. Dann ist es vorteilhaft, sie nicht jedes Mal neu hochzuladen, sondern aus der Mediendatei des CMS zu entnehmen, damit Suchmaschinen denselben Speicherort erkennen und nicht auf doppelten Content schließen. Der gilt nämlich als qualitativ schlecht. Sie können außerdem auch die umgekehrte Bildersuche bei Google benutzen, um zu sehen, ob Ihre Bilder woanders verwendet werden, was ebenfalls nach Duplicate Content riechen würde.

  • Neugierig machen … können Sie auch Suchmaschinen! Für das Crawlen von Bildern wird ein eigener Bot verwendet, der aber ebenfalls zuerst Startseiten ansteuert. Wenn Sie also hier neu eingefügte Bilder in einer eigenen Vorschau, verlinkt zum Original, als Thumbnails platzieren, werden auch solche Bilder schnell indexiert, die tief in Unterseiten verborgen sind.

  • Passende Umgebung: Es kursieren nur Vermutungen, ob es Google irritiert, wenn es Diskrepanzen zwischen dem Inhalt eines Bildes und dem Text, der in nächster Nähe steht, gibt. Das gilt besonders dann, wenn Sie keinen Bildtext verwendet haben, weil dann automatisch der nächstgelegene Text als solcher interpretiert wird. Sie sollten also auf eine gewisse Übereinstimmung achten – was ja auch für menschliche Seitenbesucher sinnvoll ist.

Fazit: Bringen Sie mit sorgfältiger Bilder-SEO Ihre Website zum Strahlen!

Seien Sie sorgfältig und kreativ, wenn Sie Ihre Website bebildern! Bilder-SEO wirkt sich in jeder Hinsicht positiv auf das Ranking aus. Und natürlich prägen Bilder prominent das Gesicht Ihrer Seiten im Netz. Besonders, wenn Sie einen Relaunch Ihres Webauftritts planen und ein aktuelles Webdesign anstreben, spielt Bilder-SEO eine zentrale Rolle – wobei professionelle Unterstützung sich meist auszahlt.

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