Was ist XML?

XML steht für Extensible Markup Language und lässt sich auf Deutsch mit „erweiterbare Auszeichnungssprache“ übersetzen. Es handelt sich um eine vereinfachte Version der Standard Generalized Markup Language SGML, genauer gesagt um eine Teilmenge davon. Der Begriff ist eine Metasprache zur Definition anderer Sprachen. Es handelt sich um eine Zeichensprache, bei der weder der Zeichensatz noch die Grammatik der Sprache festgelegt sind. Sie ist unbegrenzt erweiterbar – daher auch der englische Name. Es ist die Grundlage für viele andere Technologien, die derzeit entwickelt werden. Es ist möglich, dass es in Zukunft HTML ablösen und das wichtigste Format für den Datenaustausch im Internet werden wird.

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Wann verwendet man XML? (Anwendungsbereiche)

Dank seiner Eigenschaften (offen, plattformunabhängig, erweiterbar, einfach umzuwandeln und kompatibel mit HTML) kann man es in folgenden Bereichen verwenden:

  • Erstellung von Webseiten
  • Präsentation von semistrukturierten Daten
  • Multimedia
  • elektronischer Austausch von Dokumenten
  • E-Commerce
  • Software-Konfigurationsdateien

Wie funktioniert XML?

XML-Dokumente ähneln HTML-Dokumenten. Allerdings wird die Struktur und Bedeutung der Daten definiert und nicht, wie sie dargestellt werden sollen. Man verwendet sie häufig zum Speichern und Übertragen von Daten im Internet. Sie stammen aus einer Vielzahl von Programmen und können mit jedem Texteditor oder XML-Editor bearbeitet werden, da sie als Textdokumente vorliegen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass dieses Format strengeren Regeln unterliegt, da diese Dateien wohlgeformt und gültig sein müssen, sonst lassen sie sich nicht öffnen.

Ein Beispiel für den Aufbau:

  • Das erste Element eines jeden Dokuments ist die Verarbeitungsanweisung <?xml version=“1.0″ encoding=“iso-8859-2″?>. Sie gibt die Art der verwendeten XML-Version, das Stylesheet, die Kodierungssprache oder andere Informationen an, die zur korrekten Verarbeitung der XML-Daten benötigt werden.
  • Auf diese Verarbeitungsanweisung folgt ein neuer Wurzelknoten-Tag, der das Root-Element, das höchste Element in der XML-Dokumentenhierarchie, darstellt. Dieser Tag umschließt in Kombination mit dem entsprechenden schließenden Tag alle anderen Inhalte des Dokuments.
  • XML-Elemente müssen mit einem Buchstaben beginnen, Unterstriche oder Zahlen sind zum Beispiel nicht erlaubt.
  • Jedes offene Element muss auch geschlossen werden. XML-Tags sind daher von spitzen Klammern eingeschlossen. Sie beginnen immer mit „kleiner als“ und enden mit „größer als“.

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Wofür wird XML gebraucht?

Dokumente im XML-Format sind aufgrund ihrer klar definierten Struktur und einer Vielzahl von Werkzeugen sehr beliebt. Spezielle Tools für die Arbeit sind in vielen Programmiersprachen verfügbar. XML-Dokumente eignen sich hervorragend zum Speichern aller Arten von Einstellungen. Beispiele, wo es sehr häufig Anwendung findet:

  • Entwicklung von neuen Standards wie XQuery
  • Unterstützung für Datenbanken
  • Erstellung von neuen Anwendungen in Bürosystemen, XHTML

Ursprung und Entstehung

XML basiert auf SGML (Standard Generalized Markup Language). SGML wurde in den 1960er Jahren von Charles Goldfarb, Ed Mosher und Ray Lorie in den IBM-Labors entwickelt. Es handelt sich um eine allgemeine Zeichensprache, die man zur Standardisierung der Struktur und des Formats verschiedener Arten von Informationen verwendet, die jedoch aufgrund ihrer Komplexität nicht weit verbreitet ist. Stattdessen wurde HTML, eine Anwendung von SGML, sehr populär.

Im Jahr 1995 führte Don Connolly, der zum Personal des World Wide Web Consortium (W3C) gehörte, SGML in die Liste der Aktivitäten des W3C ein. Eine Gruppe von 11 Mitgliedern begann mit der Arbeit an einer vereinfachten Version von SGML. Das Ergebnis ihrer Arbeit war die erste Arbeitsversion, die am 14. November 1996 veröffentlicht wurde. Nach zwei Jahren Arbeit empfahl das W3C am 10. Februar 1998 die XML-Version 1.0.