Smart phone

Facebook Dynamic Product Ad von Nike

Die Nutzerzahlen von Facebook sind gigantisch. Laut CEO Mark Zuckerberg sind derzeit 1,44 Milliarden Menschen auf der Plattform aktiv, 936 Millionen davon täglich. Für Werbetreibende ist dabei vor allem interessant, dass wohl kein anderer Anbieter so gut über die Vorlieben und Gewohnheiten seiner Kunden Bescheid wissen dürfte. Dass sich die User öffentlich über Privates und Berufliches austauschen, ist schließlich Kern von Facebooks Geschäftsmodell. Im Februar startete der blaue Riese nun mit den Dynamic Product Ads ein neues Werbeformat, das das Target-Marketing revolutionieren könnte.

Der ganze Produktkatalog in einer Anzeige

Die Euphorie mancher Marketing-Gurus, die die dynamischen Anzeigen bereits als Gamechanger bezeichnen, scheint nicht ganz unbegründet. Das Format bietet zwei große Vorteile: Anbieter können mit wenigen Mausklicks ihr gesamtes Portfolio online stellen – und Facebook pickt für die ausgespielten Anzeigen exakt diejenigen Produkte heraus, die den jeweiligen User besonders interessieren. Dafür analysiert es unter anderem individuelle Suchanfragen und bereits aufgerufene Seiten. Auch Kunden mit speziellen Interessen oder an bestimmten Orten können auf diese Weise zielgenau angesprochen werden.

Mindestens ebenso erfolgversprechend ist jedoch ein Alleinstellungsmerkmal, auf das viele Werbetreibende gewartet haben dürften. Bisher war das Tracking potenzieller Kunden mit großem Aufwand verbunden, das Ergebnis mitunter eher dürftig. Bei Facebook hat jedes Mitglied aber eine eigene, unverwechselbare ID. Das spielt das Netzwerk jetzt groß aus: Das Retargeting funktioniert bei Facebook plattformübergreifend auf allen Endgeräten der Nutzer (Cross-Device-Targeting). Wer unterwegs auf dem Smartphone nach Bauklötzen sucht, sieht später am heimischen Desktop-PC Anzeigen mit weiterem Spielzeug für die Kleinen – und kann dann in Ruhe einkaufen.

So bringt man das Werbekarussell zum Laufen

Das Setup für Facebook Dynamic Product Ads erfordert allerdings ein wenig Fachwissen. So funktioniert’s in Kurzform: Zuerst wird der Produktkatalog hochgeladen – wofür man einen Business-Manager-Account benötigt. Danach muss ein Custom Audience Pixel auf der Website oder in den App-Events gesetzt werden. Anschließend erstellt man ein einziges Anzeigen-Template, in dem dann das jeweils relevante Produkt automatisch eingebunden wird. Facebook registriert dann auch, wenn ein Produkt gerade nicht lieferbar ist oder der Kunde es schon gekauft hat – und spielt es nicht mehr aus. Damit werden die Nutzer nicht von überflüssigen Angeboten genervt.

Fazit: Facebook Ads bieten große Chancen – mit gewissen Risiken

Bisher betrieb Facebook das Retargeting vor allem über die 2012 gestartete Plattform Facebook Exchange (FBX), auf die ausgewählte Marketingpartner Zugriff hatten. Spätestens Mitte Februar 2015 war klar, dass eine größere Umstrukturierung bevorsteht, da sich das Netzwerk von mehr als der Hälfte der Partner trennte. Vielleicht, weil man sie künftig nicht mehr braucht, denn die neuen Ads können auch ohne sie implementiert werden.

Bei aller Begeisterung über eine effiziente neue Möglichkeit,  Conversions– und Click-Through-Raten zu steigern: Marketingverantwortliche sollten gleichzeitig bedenken, dass Zuckerbergs Netzwerk bekannt dafür ist, alle verwertbaren Daten zu sammeln und auch zu nutzen. Das Hochladen des gesamten Produktkatalogs samt ausgefeiltem Usertracking liefert Facebook tiefe Einblicke – sowohl in das Verhalten der Nutzer als auch in die eigenen Geschäftsdaten.

 

Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keinen Blog-Eintrag mehr!

Abonnieren Sie unseren Blog und halten Sie Ihr Online-Marketing-Wissen aktuell!
Newsletter abonnieren

 

Facebook-Leitfaden jetzt kostenlos herunterladen!

  • Erfolgreiche Posts schreiben
  • Bilder und Videos gezielt einsetzen
  • Gewinnbringend mit Fans interagieren
  • Nutzeraktivitäten auswerten
  • Werbung mit Facebook-Anzeigen
Mehr erfahren
Leitfaden Facebook

 

Beitrag bewerten