Pinterest Video Pins

Pinterest hat als Bildsuchmaschine begonnen. Aber inzwischen können Unternehmen auf dieser Plattform auch Videos veröffentlichen. Die Geburtsstunde der Pinterest Video Pins schlug 2016. Damals bot Pinterest erstmals die Möglichkeit an, Videos als Pins anzuzeigen. Das Video wurde abgespielt, sobald man auf den betreffenden Pin klickte. Allerdings waren das immer noch verlinkte Videos. Erst im November 2016 bot die Online-Plattform seinen Nutzern auch die Möglichkeit an, auf Pinterest selbst gespeicherte Videos auszuspielen.

In der Folge stellten Pinterest-Nutzer mehr und mehr Videos ein. Also erweiterte das Unternehmen das Spektrum der Pinterest Video Pins und führte im August 2017 die sogenannten Promoted Video Pins ein. Seitdem können Marketer die Plattform nutzen, um mit Pinterest Video Pins ihre Zielgruppe besser zu erreichen und mehr Traffic auf die von ihnen betreuten Websites zu lenken.

Grundlagen zum Erstellen von Pinterest Video Pins

Der einfachste Weg, ein Video auf Pinterest zu pinnen, ist immer noch, es zuerst auf YouTube, Vimeo oder einer anderen Videoplattform zu veröffentlichen. Dann kann man den „Share“-Button anklicken und das Video als neuen Pinterest Video Pin verbreiten. Ein weiterer Weg besteht im Verwenden der „Pinterest Save Button“-Extension. Wenn man die seinem Browser hinzufügt, kann man so ziemlich jedes Video pinnen, das man im Netz aufgestöbert hat. Es reicht, das Icon dieser Extension anzuklicken.

Videos auf Pinterest hochzuladen, ist fast genauso einfach. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie einen Business Account haben. Sie loggen sich ein und klicken erst auf das rote „Plus“ und danach auf „Pin erstellen“. Dann ziehen Sie Ihr Video zum Hochladen in die graue Fläche. Als nächstes wählen Sie ein passendes Cover aus oder laden eine eigene Grafik hoch. Danach legen Sie den Titel, die Pinbeschreibung und den Ziellink fest. Unter „Auswählen“ suchen Sie sich die Pinnwand aus, auf der Sie den neuen Video Pin speichern möchten. Abschließend klicken Sie „Veröffentlichen“ und geben den Pinterest Video Pin frei.

Formate der Pinterest Video Pins

Pinterest akzeptiert allerdings nicht beliebige Videos. Langformate wie auf YouTube oder anderen Plattformen sind hier nicht möglich. Videos dürfen zwischen 4 Sekunden und 15 Minuten lang sein. Erlaubt sind Breitbild (16:9), Quadrat (1:1) oder Vertikal (9:16, 4:5, 2:3). Die Dateigröße darf 2 Gigabytes nicht überschreiten. Außerdem gibt Pinterest .mp4 oder .mov als Dateityp vor. Die Titellänge ist auf 100 Zeichen beschränkt, für die Beschreibung stehen 500 Zeichen zur Verfügung, wobei nur die ersten 50 bis 60 Zeichen im Feed zu sehen sind.

Beim Produzieren des Videos zahlt sich die Aufmerksamkeit für Details aus. Pinterest-Nutzer bevorzugen kurze, einprägsame Filme. Was nicht auf Anhieb überzeugt, wird weggeklickt. Das Video sollte professionell gestaltet und relevant für die Interessen der Zielgruppe sein. Es empfiehlt sich auch, beim Start des Videos ein kurzes Textoverlay zu verwenden, oder aber sogar das ganze Video zu untertiteln. Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass viele Nutzer auf den Pinterest Video Pin klicken und dann den Clip erstmal ohne Ton ansehen.

Der freigegebene Video Pin wird dann von Pinterest dahingehend überprüft, ob er den Community-Richtlinien entspricht. Das dauert normalerweise etwa 24 Stunden. Zurzeit akzeptiert die Online-Plattform Videos in deutscher, englischer und französischer Sprache.

Den eigenen Pinterest Video Pin bewerben

Über den Pinterest Business Account hat man auch Zugang zum Werbeanzeigenmanager. Wer seine Reichweite auf Pinterest steigern  möchte, kann hier seine Anzeigen schalten und seine Kampagnen planen. Im Ads Manager findet man eine Übersicht über die Kampagnenergebnisse der letzten dreissig Tage. Pinterest Analytics bieten Informationen über die Performance des eigenen Business-Profils und über die Zielgruppe. Je nach Bedarf können Sie sich auch detailliertere Auswertungen anzeigen lassen, etwa die Ergebnisse einzelner Kampagnentypen.

Die Kampagnenstruktur bei Pinterest setzt sich aus drei Ebenen zusammen: der Kampagne selbst, der Anzeigengruppe und dem Promoted Pin. Auf der Kampagnenebene wählen Sie das Ziel Ihrer Kampagnen aus. Pinterest bietet hierzu drei Optionen:

  • Bekanntheit steigern

  • Markenpräferenzen bilden

  • Conversions steigern

Auf der Ebene der Anzeigengruppe definieren Sie Ihr Targeting über Kriterien wie Besucher der Website, Interaktionen mit den eigenen Pins, demografische Merkmale, Interessen oder Keywords. Danach können Sie sich für die gewünschte Platzierung, das Budget und einen Zeitplan entscheiden.

Auf der Ebene der Promoted Pins geben Sie vor, welche Pins als Anzeigen dienen sollen. Im Ads Manager können Sie zwischen den bereits veröffentlichten Pins eine Auswahl treffen. Derzeit bietet Pinterest vier verschiedene Anzeigenformate an:

Dabei stellen die Promoted Pins gewissermaßen das Standard-Anzeigenformat dar. Sie können sie für Kampagnenziele wie Markenbekanntheit, Traffic, App Installs und Conversions buchen.

Quelle: Pinterest

Promoted Video Pins gibt es in zwei Breiten – Standardbreite und maximale Breite. Wer sich für das Kampagnen-Ziel „Videoaufrufe“ entscheidet, kann eine der beiden Varianten wählen. Mit maximaler Breite nimmt ein Promoted Video Pin im mobilen Feed die volle Breite ein. Weil das für mehr Aufmerksamkeit sorgt, kommt es natürlich etwas teurer.

Standardbreite;   Quelle: Pinterest

Maximale Breite; Quelle: Pinterest

Karussell Pins sind ein relativ neues Format, das sowohl im 1:1- wie im 2:3-Verhältnis gebucht werden kann. Sie unterstützen Ziele wie Markenbekanntheit, Traffic oder Conversions.

Quelle: Pinterest

Promoted App Pins folgen denselben Regeln wie Promoted Pins und Promoted Video Pins.

Quelle: Pinterest

Dabei stellen die Promoted Pins gewissermaßen das Standard-Anzeigenformat dar. Sie können sie für Kampagnenziele wie Markenbekanntheit, Traffic, App Installs und Conversions buchen.

Promoted Video Pins gibt es in zwei Breiten – Standardbreite und maximale Breite. Wer sich für das Kampagnen-Ziel „Videoaufrufe“ entscheidet, kann eine der beiden Varianten wählen. Mit maximaler Breite nimmt ein Promoted Video Pin im mobilen Feed die volle Breite ein. Weil das für mehr Aufmerksamkeit sorgt, kommt es natürlich etwas teurer. Promoted App Pins folgen denselben Regeln wie Promoted Pins und Promoted Video Pins. Karussell Pins sind ein relativ neues Format, das sowohl im 1:1- wie im 2:3-Verhältnis gebucht werden kann. Sie unterstützen Ziele wie Markenbekanntheit, Traffic oder Conversions.

Strategien für das Gestalten von Pinterest Video Pins

Aufmerksamkeit auf Pinterest zu erzeugen, ist auch eine Frage der Quantität. Je mehr interessante Pins Sie für Ihre Zielgruppe ausspielen, desto besser. Hier ist ein strategischer Ansatz von Vorteil. Um zu vermeiden, bei jedem Pin aufs Neue über Gestaltungsfragen nachzudenken, empfiehlt es sich, einige Pin-Formate und dazu passende grafische Gestaltungselemente festzulegen, die Sie immer wieder benutzen. Außerdem sollte deren Auflösung relativ hoch sein, damit Nutzer die Grafiken oder Bilder ohne optische Einbußen vergrößern können. Pinterest empfiehlt ein Seitenverhältnis von 2:3 und eine Auflösung von 1000 × 1500 Pixel. Für die eigene Marke können Sie eine Stilfibel erarbeiten, in der Sie Markenfarben, Schriftarten und wiederkehrende grafische Elemente festlegen.

Damit die Video Pins von Pinterests Suchalgorithmus erfasst werden, sind suchmaschinenoptimierte Dateinamen und Beschreibungen wichtig. Sie ersetzen also besser die oft ziemlich kryptischen Dateinamen durch eine aussagekräftige Bezeichnung. Die sollte dann möglichst spezifisch sein und idealerweise auch aus dem einen oder anderen Keyword bestehen, auf das Ihre Zielgruppe anspricht.

Die perfekte Pin-Beschreibung

Dasselbe gilt für die Pin-Beschreibungen. Wichtig ist dabei, dass die Beschreibung Ihrer Pinterest Video Pins korrekte Keywords und einen Call-to-Action enthält. Hier können Sie im Prinzip dasselbe SEO-Handwerkszeug anwenden wie anderswo auch. Die Pin-Beschreibung sollte außerdem den Betrachtern erklären, was sie nach dem Klicken auf den Pin vorfinden werden. Der Call-to-Action ist wichtig, weil Pinterest-Nutzer eher auf das (Selber-)Machen ausgerichtet sind. Aktivierende Verben und motivierende Adjektive sind hier gut geeignet.

Um das Nutzererlebnis und das Ranking durch Pinterest nicht zu beeinträchtigen, sollten Sie die URLs der eigenen Pins gelegentlich überprüfen. Eine ungültige URL führt dazu, dass der betreffende Pin nicht mehr richtig angezeigt wird und stattdessen eine Fehlermeldung erscheint. Das negative Nutzererlebnis führt dann auch zu einem schlechteren Ranking durch Pinterest.

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