Social-Media-Tools

Ohne Präsenz in sozialen Netzwerken geht heute kaum noch etwas. Einzelunternehmer genauso wie KMU sind darauf angewiesen, sich mögliche Kunden auch über die zahlreichen Präsentationsmöglichkeiten im Internet zu erschließen. Allerdings hat nicht jedes Unternehmen die Möglichkeit, eine Agentur zu beauftragen. Kleine Unternehmen und Gewerbetreibende müssen sich um ihre Präsenzen in den sozialen Medien oft selbst kümmern. Eine Agentur oder spezialisierte Dienstleister zu beschäftigen, ist aber auch nicht unbedingt nötig. Das Internet hält hier inzwischen zahlreiche Social-Media-Tools bereit, mit denen Sie Ihre Social-Media-Kanäle aufbauen und verwalten können. Wir stellen Ihnen hier acht davon vor.

Mit diesen Social-Media-Tools haben Sie alle Kanäle im Griff

Hootsuite

Social-Media-Tools Hootsuite

Quelle: hootsuite.com

Mit zehn Millionen Nutzern ist Hootsuite wohl der bekannteste Anbieter von Social-Media-Management-Lösungen. Das Tool hat Nutzer aus fast 200 Ländern und wird in 16 Sprachen angeboten. Zu Beginn war das Programm ein Twitter-Client, mit dem man Meldungen auf Twitter schreiben, lesen und überwachen konnte. Inzwischen ist der Funktionsumfang so gewachsen, dass sich mit diesem Tool die gesamte Social-Media-Präsenz quer über alle Plattformen verwalten lässt. Durch das Dashboard kann man die Präsenzen auf Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram betreuen, ohne sich jedes Mal gesondert einloggen zu müssen. Auch zeitlich versetzte Veröffentlichungen lassen sich über dieses Social-Media-Tool planen und durchführen. Für Anwender gibt es drei Versionen: Kostenlos, Pro und Enterprise. Mit der Basisausstattung lassen sich bis zu drei Kanäle verwalten; hinzu kommt eine Social-Analytics-Funktion. Die beiden anderen Angebote sind kostenpflichtig. Mit ihnen kann man bis zu 50 Kanäle verwalten und hat Zugriff auf umfangreiche Analysefunktionen.

Buffer

Social-Media-Tools Buffer

Quelle: Buffer.com

Buffer hat rund drei Millionen Nutzer. Wie Hootsuite gehört Buffer zu den Social-Media-Tools, die einzelne Gewerbetreibende und Medienschaffende, Agenturen und Unternehmen zum Verteilen und Planen von Inhalten in den sozialen Medien nutzen. Man kann quer über die verschiedenen Plattformen posten und verfolgen, welche Resonanz die einzelnen Posts finden. Buffer Individual ist kostenlos, bietet aber bereits viele Funktionen. So stellt das Tool Browsererweiterungen zur Verfügung, mit denen man im Netz gefundene Inhalte in seinen verschiedenen Kanälen teilen kann. Buffer Individual Awesome kostet bereits Geld, bietet aber auch eine deutlich erweiterte Funktionalität, indem es auch Pinterest unterstützt. Einen deutlich größeren Leistungsumfang bieten dann spezielle Pläne für Teams und Agenturen verschiedener Größe. Mit dem größten Plan kann man bis zu 150 Social-Media-Accounts verwalten.

Tweepi

Social-Media-Tools Tweepi

Quelle: tweepi.com

Tweepi gehört zu den Social-Media-Tools für die Verwaltung des eigenen Twitter-Kontos. Mithilfe dieser Anwendung findet man andere Nutzer, die sich für das interessieren, was man über Twitter mitteilen möchte. Man kann analysieren, wer einem folgt und wer seinen Twitter-Account hat einschlafen lassen. Wer dieses Tool verwendet, kann die Follower auch in Kategorien einteilen und verfolgen, was diese auf Twitter posten und wie intensiv sie mit dem eigenen Account interagieren. Das Social-Media-Tool stellt zahlreiche Funktionen bereit: So lassen sich mit der Funktion „flush“ Twitter-Nutzer identifizieren, denen man selber folgt, die aber einem nicht folgen. Umgekehrt hilft einem „reciprocate“ oder „erwidern“, Nutzer zu finden, die einem folgen, während man ihnen selber nicht folgt. Dann hat man die Möglichkeit, mit ihnen in Verbindung zu treten. „Follow list“ unterstützt einen dabei, Twitter-Listen auszuwerten, einzelne Accounts zu identifizieren und zu beobachten. Speziell für Marketing- oder Werbekampagnen auf Twitter ist Tweepi interessant. Allerdings kann einem das Tool soviel neue Follower verschaffen, dass Twitter einen für einen Bot hält und entweder blockt oder penibel überprüft, wie einige Nutzer berichten.

Social-Media-Tools mit Grafikdesign und Bildbearbeitung für Eilige

Canva

Social-Media-Tools Canva

Quelle: www.canva.com

Über acht Millionen Nutzer hat Canva. Das Social-Media-Tool aus Australien bietet einfaches Grafikdesign für das Web und für Printprodukte. Nutzer finden hier ähnlich wie bei WordPress-Vorlagen ein breites Spektrum von Designs. Mit der Bezahlversion haben sie auch die Möglichkeit, eigene Entwürfe zu verwirklichen. Canva verfügt zudem über eine eigene Bilddatenbank mit frei verwendbaren Bildern. Wer sich mit Gestaltungsfragen noch schwertut, findet hier Tutorials, um einen Einstieg zu finden. Man kann hier auch von Anfang an seine eigene Bildsprache mit Farben, Fonts und sonstigen Elementen aufbauen. Dieser Aufbau eines Brand Kits und das Gestalten eigener Vorlagen sind jedoch nur in der kostenpflichtigen Version möglich.

Pablo

Social-Media-Tools Pablo

Quelle: pablo.buffer.com

Buffers Pablo hilft einem dabei, Bilder für den nächsten Tweet oder Social-Media-Post zu gestalten. Man kann seine eigenen Bilder nutzen, oder aber auf den Fundus von rund 600.000 Bildern zugreifen, den die Betreiber des Social-Media-Tools selber anbieten. Die Bilder lassen sich bearbeiten und verfremden, skalieren sowie mit Titel, Bildunterschriften oder Textblöcken versehen. Das Social-Media-Tool ist kostenfrei. Die bearbeiteten Bilder sind sofort für Pinterest, Instagram, Facebook und Twitter verwendbar.

Wer’s genau wissen will: Social-Media-Tools für Marktforschung und Analytics

Feedly

Social-Media-Tools Feedly

Quelle: feedly.com

Feedly unterstützt einen dabei, Informationen und Neuigkeiten zusammenzutragen. Dieses Material lässt sich dann dazu nutzen, qualitativ bessere Social-Media-Beiträge zu veröffentlichen. Feedly läuft im Browser und auf dem Smartphone. Das Programm sammelt und sortiert RSS-Feeds entsprechend den Kriterien, die man vorgibt. Dahinter steht ein Clouddienst, der abonnierte Seiten, Blogs, Twitter-Accounts, YouTube-Kanäle oder Feeds je nach Wunsch als Liste, Magazin-, Kachel- oder Vollansicht darstellt. Filter blenden bereits gelesene Artikel automatisch aus. Artikel lassen sich auch in einer Leseliste speichern und dann in den verschiedenen sozialen Netzwerken teilen. In der Standardversion ist das Social-Media-Tool kostenlos. Man braucht aber ein Gmail-Konto, um den Dienst nutzen zu können. In der kostenpflichtigen Pro-Version erhält man zusätzlichen Support und Zugang zum Dienst mit SSL-Verschlüsselung. Einziges Manko: Es gibt zur Zeit nur eine englischsprachige Version. Alternativen wären hier der Bamboo Feed Reader, ein Firefox-Add-on, oder der Inoreader für iOs, Android und Windows Phone.

Iconosquare

Social-Media-Tools Iconosquare

Quelle: pro.iconosquare.com

Iconosquare ist eine Analyse- und Content-Management-Plattform für Instagram-Profis. Sie hilft Marketern dabei, die eigenen Instagram-Kanäle zu verwalten und deren Entwicklung im Blick zu behalten. Dieses Social-Media-Tool hat elf Millionen Nutzer und wird auf Capterra überwiegend positiv bewertet. Eine echte kostenfreie Version gibt es nicht, aber der Hersteller Tripnity bietet eine kostenlose Testversion an. Zum Funktionsumfang gehören automatisiertes Publizieren, Analysen und Berichterstattung, aber auch Content-Management oder die Social-Media-Überwachung. Wer das Social-Media-Tool nutzt, findet hier Statistiken über Zugriffszahlen und Likes. In der Overview-Sektion findet man die Zahlen der letzten sieben Tage, aber das System bietet auch eine ständig aktualisierte monatliche Analyse. Unter „Engagement“ zeigt das Tool, welche Fotos die meisten Kommentare und Likes bekommen haben. „Optimization“ vergleicht die eigenen Tags mit denen, die gerade am populärsten auf Instagram sind.

Quintly

Social-Media-Tools Quintly

Quelle: www.quintly.com

Auch Quintly bietet Analysen und Benchmarking mit Wettbewerbern oder Best-Practice-Beispielen. Das Tool arbeitet mit allen bekannten Social-Media-Kanälen zusammen, Erfahrungsberichte finden sich zum Beispiel auf GetApp. Man kann seine Strategie quer über eine Vielzahl von Plattformen vergleichen und hat so die Möglichkeit, zu sehen, wo sich Verbesserungspotenziale verstecken. So lassen sich zu jeder Facebook-Seite oder jedem Twitter-Profil Statistiken anzeigen, auch wenn man selbst keine Administrationsrechte besitzt. Es gibt eine kostenlose Testversion, eine kostenfreie Version mit eingeschränkter Funktionalität und eine Abo-Lösung. Über Quintly kann man auch für die eigene Marke wichtige Influencer identifizieren und verfolgen.

Fazit: Testen Sie die Möglichkeiten der Social-Media-Tools!

Egal, ob Sie Ihre Social-Media-Präsenz erst aufbauen oder Ihre Strategie optimieren wollen, ob Sie Ihre Kanäle mit Bildern und/oder Videos aufhübschen möchten oder womöglich einfach den Überblick verloren haben: Es ist allemal empfehlenswert, eines oder mehrere der Social-Media-Tools auszuprobieren, vielleicht nur um zu sehen, was sie tatsächlich für Ihren Auftritt in den sozialen Netzwerken zu bieten haben. Ein wenig Zeit und Energie müssen Sie natürlich mitbringen, doch der Aufwand kann sich lohnen.

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