Webseitenumzug

Ein Webseitenumzug – oder auch einfach nur ein Website-Update – ist für Unternehmen oft eine Herausforderung mit vielen Aspekten. Im besten Fall kommt der neue Internet-Auftritt wie Phönix aus der Asche auf die Bühne und alles ist gut. Es braucht aber auch keinen groben Vorsatz, um die Sache gründlich zu vermasseln; einfache Fahrlässigkeit reicht, um mit den verbreitetsten Fehlern zum Beispiel für Neukunden unauffindbar zu sein, Bestandskunden zu verlieren und bei Suchmaschinen im Ranking ins Bodenlose abzufallen.

Wie gelingt nun der Webseitenumzug möglichst reibungslos? Zunächst empfiehlt es sich, die eigene Motivation dafür kritisch zu hinterfragen, überhaupt an diesem Motor des Online-Marketings herumzuschrauben. Ein eigener Blogbeitrag hier hat bereits eine Reihe von guten und schlechten Gründen, die eigene Homepage zu erneuern, behandelt – inklusive erster Tipps zu vermeidbaren Fehlern beim Website-Relaunch.

Checkliste: Wie vermeide ich Fehler beim Webseitenumzug bzw. Website-Relaunch?

Die folgenden Punkte gelten überwiegend allgemein. Es macht selbstverständlich einen erheblichen Unterschied, ob Sie zum Beispiel einen großen Webshop betreiben oder eine schlichte freundliche Internet-Präsenz für ein lokales Einzelhandelsgeschäft; ob Ihre Website hauptsächlich Image und Profil Ihres Unternehmens in den Vordergrund stellt oder eher ein Blog zur Kundenkommunikation ist usw. Wenn Sie also nicht selbst über eine kompetente IT-Abteilung mit den entsprechenden Ressourcen verfügen – lassen Sie sich für die Details professionell beraten und unterstützen. Aber auch dann können Ihnen diese Punkte hier als Checkliste dienen. Speziell zu Domainwechsel oder zu Änderungen innerhalb eines Content-Management-Systems (wie etwa WordPress) gibt es von den Anbietern bzw. Providern spezifische Hilfeseiten, die sich leicht googeln lassen.

  • Kunden und Nutzer zuerst! Betrachten Sie es als Chance und nicht als lästige Pflichtübung, alle Besucher Ihrer Website rechtzeitig darüber zu informieren, dass etwas Neues kommt sowie wann und was das sein wird. Sie können beispielsweise Verbesserungen bekannter Schwächen ankündigen, neue nützliche Features usw. Wecken Sie – maßvoll! – positive Erwartungen, aber auch schon mal Verständnis, falls es zeitweise zu Pannen kommen sollte. Und wenn der große Moment da ist: Bitten Sie um Kommentare und nutzen Sie auch diesen Prozess zum Ausbau der Kundenkommunikation.

  • Bringen Sie kein Versuchsmodell in Verkehr! Die Unsitte mancher Softwareanbieter, die Menschheit mit unausgereiften Beta-Versionen zu quälen, sollten Sie nicht nachmachen. Egal ob Sie mit Ihrer Website einen Relaunch oder eine Migration in ein anderes Content-Management-System bzw. zu einem anderen Provider oder einfach bloß ein aktuelleres Design vorhaben: Testen Sie das bis zum Gehtnichtmehr, bevor Sie damit online gehen. Ein paar Fehler bleiben sowieso meist übrig. Das muss man nicht kultivieren. Aus demselben Grund sollten Sie möglichst zu nutzungsschwachen Zeiten online gehen.

  • Vermeiden Sie Dead Links/Broken Links mit 301-Weiterleitungen und 404-Meldungen! Eine der ärgerlichsten Erfahrungen für Besucher einer Seite ist, dass diese Seite einfach „weg“ ist. Das kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel ein neuer Domainname oder eine neue Seiten-URL, aber auch tatsächliche Löschungen oder Zusammenlegungen von Seiten. Für alle diese Fälle gibt es das Mittel, dessen Einsatz etwa der Google-Support unter „Seiten-URLs mit 301-Weiterleitungen ändern“ beschreibt. Wo aber nun wirklich eine Seite bzw. deren Inhalt nicht mehr existiert, aber externe Links unverdrossen darauf verweisen, gibt eine ordentliche 404-Fehlermeldung sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen die erforderliche Orientierung.

  • No-gos und Must-haves bei neuen Webseiten. Was eine erfolgreiche Website heute ausmacht, füllt für sich allein umfangreiche Ratgeber. Hier nur ein paar Stichworte aus unserem Blog zur Erinnerung: Mobile friendlyKürzeste LadezeitenNutzerfreundlichkeitBarrierefreiheitTadellose TexteUnique ContentSinnvolles DesignSuchmaschinenoptimierung – …

  • Go-live mit gelungener Premieren-Gala. In einem neuen oder umgebauten Geschäftslokal lassen Sie die Besucher auch nicht dumm sterben, d. h. ohne Empfang und Wegweiser umherirren. Besuchern aus Fleisch und Blut können Sie zum Beispiel zum Einstieg eine „Guided Tour“ anbieten und sie gut sichtbar auf wichtige Inhalte und die (neue) Navigation hinweisen. Besucher von Google und Co. beglücken Sie mit einer Indexierung bzw. der Erstellung einer Sitemap. So ist sichergestellt, dass es zumindest keine Rankingverluste bei den Suchergebnissen gibt, die durch schwer auffindbare Seiten verschuldet sind.

  • Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch – na ja, nicht ganz. Aber die Optimierung Ihrer wie auch immer erneuerten Website endet in Wirklichkeit ja nie. Wie sich Ihr Webseitenumzug oder Ihr Re-Design tatsächlich auswirkt, sollten Sie kontinuierlich analysieren. Soweit Sie dazu nicht ohnehin kommerzielle professionelle Tools einsetzen, verfolgen Sie wenigstens mit der Google Search Console bzw. mit Google Analytics die Nutzung und das Kundenverhalten.

  • Stimmt Ihre Datenschutzerklärung noch? Auch wenn alles neu ist – die drakonischen Strafen für Verletzungen der DSGVO sind immer noch die alten. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass bei Ihrer neuen Website etwas dabei ist, was den Angaben in ihrer bisherigen Datenschutzerklärung nicht mehr entspricht. Achten Sie also auch auf dieses Update.

Fazit: Planen und organisieren Sie Ihren Webseitenumzug professionell!

Ein Webseitenumzug und ein Website-Relaunch, soweit es gute Gründe dafür gibt, lassen sich mit einem durchdachten Konzept und ordentlicher Planung meistern. Eines der entscheidendsten Kriterien für die reibungslose Umsetzung ist eine realistische Einschätzung der eigenen technischen Kenntnisse und Möglichkeiten. Denn Pfusch am (Um-)Bau ist auch beim Internet-Auftritt ein Killerfaktor.

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