Onepager: Webdesign, das alles auf eine Seite setzt

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Onepager lassen Geschichten lebendig werden. – Gegenüber klassischen Websites haben Onepager den Vorteil, dass sie klar kommunizieren und dem User ein verbessertes Bedienerlebnis bieten. – Onepager is the easiest way for small business owners to create a professional looking website.

So und ähnlich lauten die Kernsätze zum Suchbegriff „Onepager“ in den Top-Suchergebnissen bei Google. Die Euphorie über Websites, die alles auf einer Seite unterbringen, hält volle zwei Trefferseiten lang. Das ist eine Ewigkeit, wenn man weiß, dass kaum jemand weiter klickt als bis zum dritten Ergebnis auf Seite 1. Kritische Einwände sind dagegen rar.

Die One-Page-Website kann nicht alles, aber viel

Ein Schlaglicht auf Best Practice macht die spezifischen Schwerpunkte des Einsatzes von One-Page-Design exemplarisch deutlich. Die von Heise RegioConcept gestaltete Landingpage eines Schaumstoffverarbeiters enthält kurz und bündig Logo und Wortmarke, einen erweiterten Claim, die Übersicht zu den Sortimenten sowie einen klaren Call to Action. Angepasst an die spezifische Zielgruppe verzichtet das Webdesign bewusst auf ablenkende Spielereien – die für andere Zwecke aber durchaus passend sein könnten.

onepages-website-beispiel

Beispiel einer Onepage-Website (Screenshot von www.bucher-schaumstoffe.de)

Das One-Page-Design kann natürlich nicht ganze Produktkataloge oder einen tatsächlichen Webshop beherbergen. Hervorragend geeignet ist es dagegen für Geschäfte oder Dienstleister, die vor allem eine attraktive digitale Visitenkarte ins Netz stellen oder z. B. ein spezielles Angebot präsentieren wollen. Auch für Einsteiger, die bislang gar keine Website hatten und oft skeptisch sind, ob sie überhaupt „genug“ vorzeigen können, ist der Onepager attraktiv.

Kleine Tricks für Design und Suchmaschinenoptimierung

Die Menge des Contents ist ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung, eine One-Page-Website zu bauen. Denn hier wird primär durch den Inhalt gescrollt. Größere One-Pager bieten deswegen sinnvollerweise leicht erreichbare Navigationspunkte an. Diese können auch wie ein klassisches Menü gestaltet sein. Der Unterschied macht sich für die User dann hauptsächlich dadurch bemerkbar, dass beim Anklicken ein Bildlauf statt ein neuer Seitenaufbau stattfindet.

Per Definition basieren Onepager auf einem einzigen durchgehenden HTML-Dokument. Design und Suchmaschinenoptimierung müssen daher einige Extras einbauen, um Nutzerfreundlichkeit und gute Seitensichtbarkeit für Google und Co zu erreichen. Üblich ist z. B., auch bei Onepagern das „Kleingedruckte“ (Impressum, Datenschutzhinweise, AGB) doch wieder auf Unterseiten, die es ja eigentlich nicht gibt, zu platzieren.

Links zu externen Seiten sind dagegen kein Verstoß gegen die enge Definition, auch wenn der Link zur Standard-Website desselben Unternehmens führt, wo dann die gewohnte Menü-Navigation den Weg weist – z.B. eben zu umfangreichen Produktpaletten. Diese Kombination lässt One-Page-Websites ohne Einbußen im gesamten Internet-Auftritt ihre typischen Stärken ausspielen, und zwar beispielsweise bei

  • Werbekampagnen,
  • Produkteinführungen,
  • Veranstaltungen und Projekten,
  • Online-Visitenkarten für Freiberufler, Selbstständige und kleinere Firmen,
  • Landingpages für einzelne Produkte und Dienstleistungen.

Diese und weitere Details zum speziellen Profil des One-Page-Webdesigns finden sich u.a. im OnPageWiki.

Wie, wo und was auf One-Pagern online stellen?

Das gilt es insgesamt bei One-Page-Websites zu beachten:

  • Die Suchmaschinen- und Userfreundlichkeit ist bei One-Pagern unter sonst gleichen Bedingungen technisch aufwendiger. Worldsites Schweiz hat das aktuell untersucht und rät dazu, das im Einzelfall zu prüfen.
  • Aus demselben Grund sollte nicht nur der Content scharf eingegrenzt und genau zielgruppenorientiert sein; auch die technische Umsetzung (vor allem für die SEO) muss absolut state of the art sein, sprich: im Zweifelsfall einer erfahrenen Medienagentur anvertraut werden.
  • Intuitiv erfassbare Navigationspunkte bzw. auch eine fixe Navigationsleiste sind das A und O, um Benutzer auf dem Weg durch längere Seiten aufmerksam zu halten.
  • Der Charme des One-Page-Designs muss sich unbedingt unabhängig von der Bildschirmgröße entfalten können – vom großen Desktop bis zum sparsamsten Smartphone. Ein One-Pager ohne Responsive Design ist also ein absolutes No-go.
  • Die fundierte und kontinuierliche Analyse der Performance ist bei One-Pagern besonders wichtig – unter anderem, weil sich der Umgang von Google mit den Eigenheiten dieser Klasse von Websites ändern und so das Ranking beeinflussen kann.

Fazit: Starten oder erweitern Sie Ihren Web-Auftritt mit einem One-Pager!

Unterm Strich bietet das One-Page-Webdesign für gezielte Einsätze durchaus Potenzial, zusätzlich User zu erreichen. Weitere Hinweise dazu liefern z.B. die ausgewählten Best-Practice-Regeln von uxzentrisch.de – die sind zwar schon etwas betagt, dafür bieten sie sehr viele im Detail kommentierte und animierte Beispiele.

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By | 2018-02-22T10:53:16+00:00 01.12.2016|Categories: Homepages|0 Kommentare

About the Author:

Michael Praschma
Michael Praschma ist Texter, Lektor und Redakteur. Er beherrscht so unterschiedliche Gattungen wie Werbetext, Direct Marketing, Claims, Webtext, Ghostwriting, Manuals oder PR. Außerdem treibt er sich – schreibend und anderweitig engagiert – in Journalistik, Non-profit-Organisationen und Kulturwesen herum. Seine Kunden kommen aus verschiedensten Branchen. Bei Heise RegioConcept schätzt er die Möglichkeit, mit eigenen Recherchen auf den Punkt zu bringen, was Blogbesucher interessiert.

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