Xing als Werbeplattform – vor allem für KMU immer wichtiger

//Xing als Werbeplattform – vor allem für KMU immer wichtiger

Xing

Im B2B-Bereich blamiert man sich nicht gern. Das soziale Netzwerk Xing ist vorrangig B2B, und es lohnt sich aus unterschiedlichen Gründen, Online-Marketing auch auf Xing zu betreiben.

Falls Sie sich zunächst fragen, wie Sie „Xing“ überhaupt aussprechen sollen: Xing war das Baby des Hamburger Unternehmers Lars Hinrichs – sein Wort zählt also. Dem Spiegel verriet er 2006 mit hanseatischer Gelassenheit, man müsse nicht zwangsläufig „Ksing“ sagen – die Chinesen würden es „Sching“ aussprechen, die Amerikaner „Crossing“. „Wir wollen die Aussprache nicht vorgeben“, so Hinrichs. Am Telefon melden sich die Mitarbeiter von Xing allerdings brav mit „Ksing“. Nun gut, jetzt wissen Sie das auch.

Business-Netzwerk der ersten Generation

Warum ist Xing speziell für das Networking zwischen Unternehmen eine prominente Adresse? Ein Etablierungsvorsprung von rund fünf Jahren vor Facebook auf dem deutschen Markt hat Xing ein Profil gewinnen lassen, das sich mit seriösem Touch behaupten konnte, bevor Social Media für Business-Nutzer dubios wurde, vor allem wegen der schillernden Halbwelt von Herzchen-, Kätzchen- und zuletzt Hass-Postings.

Shitstorms etwa muss man im Zusammenhang mit Xing mit der Lupe suchen; nur Xing selbst hat zwei gröbere Attacken dieser Art mit erheblichem Medienecho auch über die Plattform hinaus erlebt – einmal 2014 wegen einer überproportionalen Preiserhöhung nur für Schweizer Nutzer und dann Anfang 2017 nach einer umstrittenen Veröffentlichung auf Xing News, die den Herausgeber Roland Tichy dazu bewog, das Handtuch zu werfen.

Dafür hat Xing beachtliche Zahlen vorzuweisen: 11,4 Millionen User in Deutschland, davon nach eigenen Angaben 31 Prozent in „leitender Führungsebene“ und 35 Prozent mit Fach- oder Hochschulabschluss. Ein Fünftel der Mitglieder stammt aus Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern. Und neben diesen Zahlen stellt nun ein W&V-Beitrag (Ausgabe 49/2017) fest: Xing erweitert „sein Angebot zunehmend in Richtung Werbeplattform“. Die Umsätze jedenfalls sind von 2015 auf 2016 von 123 auf 148,5 Millionen Euro gestiegen.

Xing transportiert Botschaften von Recruiting bis Brand Building und Produkt

In zwei Spezialbeiträgen hier im Blog erfahren Sie im Detail, wie Werbung auf Xing funktioniert beziehungsweise welche Optionen für das Online-Marketing bei Xing es generell für Unternehmen gibt. Auf aktuellem Stand direkt bei Xing zu erfahren sind diese Möglichkeiten auch auf der Seite Xing Marketing Solutions.

Selbst für Kleinstunternehmen, die natürlich keine horrenden Marketingbudgets stemmen wollen und können, ist Xing allein deswegen interessant, weil eine Reihe von Plattformangeboten in der Basisversion kostenlos laufen. Dazu gehört neben einem ordentlich ausstaffierbaren persönlichen Profil neuerdings zum Beispiel auch die Xing Business-Seite. Hier lassen sich, anders als früher, Produkte und Services darstellen, und zwar nicht allein textlich, sondern auch mit verschiedenen Elementen wie Video, PowerPoint-Präsentationen und mehr. Neben diesem Angebotsportal kann man auch eine blogähnliche Newsseite und ein „Über uns“ anlegen. Die Professional-Version erlaubt – das ist wirklich attraktiv – Besucher der Seite, die im Detail angezeigt werden, direkt zu kontaktieren, soweit diese das nicht ausgeschlossen haben. Xing hat übrigens seit kurzem auch das Design des Profils aufpoliert und einige Funktionen hinzugefügt, wie t3n meldet.

Einstieg über die Basisversion

Wie so etwas in der Praxis aussieht, lässt sich nicht nur anhand bereits bestehender Xing-Seiten großer Unternehmen wie der Deutschen Bahn besichtigen, die über ihre Seite unter anderem eine große Recruiting-Maßnahme gefahren hat. Eher interessant für KMU ist zum Beispiel der originelle Test der Texterin Ulrike Parthen, die nicht weniger als sieben Xing-Testseiten angelegt hat – mit dem Hauptzweck, den damit verbundenen Aufwand für Einzelkämpfer zu ermitteln und erste Erfahrungen zu sammeln.

Letzteres ist auch zentral, wenn die Überlegung ansteht, von der Gratis- zur Professional-Version zu wechseln. Wenn tatsächlich erste Kontakte über Xing zustandekommen, dann wird es natürlich verschärft interessant, zu wissen, wer meine Xing-Business-Seite besucht hat. Oder mit den zusätzlich verfügbaren Seiteneditoren eine attraktivere Seitenoptik hinzuzaubern. Die Bezahlversion steht, abhängig von der Laufzeit, ab 149 Euro monatlich zur Verfügung.

Fazit: Pflegen Sie Ihre B2B-Kontakte (auch) auf Xing!

Xing ist eines der ernsthaft in Erwägung zu ziehenden Spielbeine für das Online-Marketing und die Werbung über Social Media – und besonders im B2B-Bereich vielleicht sogar die Plattform der Wahl für kleine und mittlere Unternehmen. Wie überall in diesem Bereich gilt allerdings, dass der Kanal liebevoll gepflegt werden muss. Denn potenzielle Geschäftskontakte lassen sich selbstverständlich nicht mit einem verwaist wirkenden Portal in umsatzfördernde Partner verwandeln.

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By | 2018-02-16T09:34:43+00:00 30.01.2018|Categories: Social Media|Tags: |0 Kommentare

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Michael Praschma
Michael Praschma ist Texter, Lektor und Redakteur. Er beherrscht so unterschiedliche Gattungen wie Werbetext, Direct Marketing, Claims, Webtext, Ghostwriting, Manuals oder PR. Außerdem treibt er sich – schreibend und anderweitig engagiert – in Journalistik, Non-profit-Organisationen und Kulturwesen herum. Seine Kunden kommen aus verschiedensten Branchen. Bei Heise RegioConcept schätzt er die Möglichkeit, mit eigenen Recherchen auf den Punkt zu bringen, was Blogbesucher interessiert.

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