Broken Link Checker

Ein Internet ohne Links wäre wie eine Autobahn ohne Auf- und Abfahrten: tot! Wie soll man Ihre Website finden, wenn nirgends ein Link zu ihr hinführt? Oder wenn ihre eigenen internen Links nicht funktionieren, die von einer Seite zu einer anderen leiten sollen – wie peinlich ist das denn? Statt auf Ihre Kontaktseite gelangt der Nutzer zu: „Error 404 – Not Found!“ Genauso ärgerlich: Sie verlinken zu einer hochinteressanten fremden Seite; Ihr Websitenutzer freut sich schon – landet aber im digitalen Nirwana.

Tote Links – auch Broken- oder Dead Links genannt – beeinträchtigen aber nicht nur die Nutzerfreundlichkeit. Sie irritieren auch Suchmaschinen, denn diese registrieren Dead Links sowohl direkt als auch über das Nutzerverhalten. Diese Schlampigkeiten haben also auch negative Auswirkungen auf das Ranking.

Broken Link Checker – und die Sucherei hat ein Ende

Wenn Sie ein sorgfältiger Administrator Ihrer Website sind, kontrollieren Sie ohnehin in regelmäßigen Abständen die Funktionalität Ihrer Seiten und bemerken dabei auch ihre Broken Links. Aber ab einem gewissen Umfang artet das in Arbeit aus. Denn wenn Sie die Grundregeln der Suchmaschinenoptimierung (SEO) beherzigt haben, wächst der Content Ihrer Website kontinuierlich, und ebenso kontinuierlich setzen Sie interne und externe Links. Wie viele das sind, merken Sie vielleicht zum ersten Mal, wenn Sie diesen kleinen Test durchführen:

  1. Rufen Sie z. B. den kostenlosen Dead Link Checker auf und wählen Sie aus, ob Sie Ihre gesamte Website oder nur eine bestimmte Seite überprüfen wollen.
  2. Geben Sie die entsprechende URL sowie in dem kleinen Zusatzfeld das Captcha ein und starten Sie damit den Test.

Für eine mittlere Website mit ca. 60 Seiten und etwas über 1000 Links braucht das Tool unter zwei Minuten. Broken Links bleiben gekennzeichnet stehen.

Dead Link Checker

Screenshot, Quelle: http://www.deadlinkchecker.com/

Am Beispiel des Dead Link Checkers lassen sich übrigens auch die verschiedenen sinnvollen Features dieser hilfreichen Programme demonstrieren:

  • Automatisierte Checks in definierten Zeitabständen
  • Option für den Check mehrerer Websites im Paket
  • Anlegen eines eigenen Accounts mit bedarfsgerechten Einstellungen
  • Deklaration der unterschiedlichen Fehlertypen in der Ergebnisliste, z. B. des häufigen Fehlers 404
  • Möglichkeit, den Broken Link direkt auf der eigenen Seite aufzufinden – inkl. sonstiger Quellen wie etwa dem src-Feld von Bildern
  • Eine Hilfefunktion oder zumindest eine gut ausgestattete FAQ-Seite

Link-Testingtools von Free bis Allround

Auch kostenlose Broken Link Checker beinhalten oft Module, die nur gegen Aufpreis geboten werden – der Dead Link Checker etwa verlangt abhängig von der Anzahl der Websites und der Gesamtmenge der Links für den Auto-Check knapp 10 US$ monatlich. Bei Selbstbedienung bleibt das Tool aber komplett gratis. Wie viel Sie für die wichtige Aufgabe ausgeben wollen, hängt also immer vom eigenen Engagement ab:

  • Als zuverlässigster Spürhund für Broken Links gelten die Google Webmaster Tools (Google-Account erforderlich), von denen jede Website profitieren kann, die dort eingetragen ist. Im Dashboard befinden sich auf der linken Seite die „Crawling-Fehler“. Das Menü lässt sich aufklappen, dann erscheinen die einzelnen URL-Fehler. Für interne Links, also solche von einer Seite auf eine andere innerhalb derselben Website, gibt es einen eigenen Bericht der Google Search Console.
  • Die vielen Nutzer von selbst gehosteten WordPress-Seiten können ein spezielles Plugin zur Link-Kontrolle nutzen – allerdings nur für WordPress.org; die WordPress.com-Websites erlauben keine Plugins. Das Tool heißt Broken Link Checker und ist ebenfalls kostenlos. Seine Funktionen sind bei de genauer beschrieben. Praktisch ist hier, dass die Links direkt aus dem Plugin heraus bearbeitet werden können. Bei anderen Tools kann das Auffinden des beanstandeten Links durchaus in Tüftelei ausarten oder einfach wegen der schieren Menge zu korrigierender Links viel Aufwand verursachen.
  • Eine renommierte Adresse für alle SEO-Fragen ist traditionell MOZ. Wenn Sie also ohnehin Ihre Website auf einem soliden Prüfstand haben wollen, ist der Moz Pro Site Crawl Test eine gute Empfehlung. Broken Links zu finden gehört hier zum kleinen Einmaleins. Eingebettet ist das aber eben in viele andere Checks, etwa nach Duplicate Content, Indexfehlern usw. Das kostet zwar, aber 30 Tage lang gibt es einen Gratistest. Tipp: Schaufeln Sie sich Zeit dafür frei, SEO funktioniert leider nicht im Vorbeigehen.
  • Zum Schluss noch eine der wenigen Online-Linkchecker für diejenigen, die eine deutsche Benutzerführung entspannter finden: Bei com gibt es unter demselben Dach sowohl einen Dead Link Checker als auch das Tool, um die Backlinks von außen auf die eigenen Seiten zu prüfen – Letzteres allerdings in einer noch nicht ausgereiften Betaversion. Der Check ist weniger flott, aber man muss ja nicht die ganze Zeit vor dem Monitor sitzen.

Fazit: Korrigieren Sie tote Links zügig – externe wie interne!

Garantien für hundertprozentige Trefferquoten verspricht keines der Tools. Es ist also kein Fehler, erstens auch selbst bei Seitenupdates Links manuell zu kontrollieren, und zweitens hier und da eine freundliche Aufforderung an die Seitenbesucher zu platzieren, fehlerhafte Links zu melden. Ein kleines Give-away zur Belohnung kann dabei der Motivation ebenso wie der Kundenbindung dienen.

Die Frequenz eines Broken-Link-Checks sollten Sie durchaus auf mindestens monatlich einstellen, vor allem wenn Sie viele Links auf „weit entlegene“ Ziele im Netz gesetzt haben. Und bei einem Relaunch Ihrer eigenen Seiten: Rühren Sie die URLs möglichst nicht an, damit Sie keine internen Linkfehler produzieren.

Tipp: Unseren speziellen Schwerpunktartikel über die für Ihre Website besonders wichtigen internen Links finden Sie hier.

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Jeder tote Link ist ein kleiner Sargnagel für Ihre Website!
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