Broken Link Checker

Broken Links – auch Tote Links oder Dead Links genannt – sind ein wichtiger Punkt auf der Checkliste jeder Suchmaschinenoptimierung (SEO). Denn Websites leben ganz wesentlich davon, dass externe und interne Links ebenso problemlos funktionieren wie Backlinks auf die eigene Website bzw. auf die verschiedenen Landingpages.

Warum sind Links so wichtig?

Für Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo etc. sind Links sowohl ein Hinweis auf die Relevanz und Qualität von Websites als auch darauf, wie gut sich Inhalte finden lassen. Und für Nutzer erleichtern Links die Navigation sowohl von außen zu bestimmten Inhalten einer Website als auch innerhalb dieser Website. Links sorgen also für eine gute Nutzererfahrung.

Das Ranking einer Website, das heißt die Platzierung auf einer Suchergebnisseite (SERP), hängt somit stark von der Anzahl und der Qualität funktionierender (!) Links ab. Link Checker heißen die Tools, mit denen Seitenbetreiber ihre Links prüfen und optimieren bzw. mit denen sie Broken Links finden können.

Was sind Links und wie funktionieren sie (nicht)?

Das Wichtigste über Links im Schnelldurchgang:

  • Links allgemein: „Link“ ist der Kurzbegriff für Hyperlink. Links verknüpfen meist eine Textstelle (es kann aber auch etwa ein Bild sein) mit einer Seite im Internet. Linkziele können ebenso Dokumente, Downloads, Filme etc. sein. Achtung, die folgenden Begriffe werden nicht überall einheitlich verwendet.

  • Backlinks werden auch Inbound Links genannt. Backlinks verweisen von anderen auf eine eigene Seite. Das ist umso wertvoller, je prominenter der Ursprung des Backlinks ist. Backlinks von Wikipedia sind z. B. ein echter Ritterschlag. Was übrigens nicht mehr funktioniert, ist wahlloses Sammeln und Kaufen von Backlinks.

  • Externe Links (Outbound Links) gehen den umgekehrten Weg. Sie verweisen von einer eigenen Seite auf weiterführende Informationen auf einer anderen Seite, oder sie verlinken zu der Quelle von eigenen Angaben. (Nicht verwirren lassen: Manchmal werden Backlinks als externe Links bezeichnet.)

  • Interne Links verknüpfen eigene Inhalte untereinander, also innerhalb derselben Domain, z. B. von einer „Über uns“-Seite mit allgemeiner Erwähnung von Firmenangeboten auf die spezielle Produktseite. Neben der Orientierung für Menschen und Suchmaschinen helfen interne Links auch, die Verweildauer von Seitenbesuchern zu erhöhen und das Nutzerverhalten besser zu analysieren.

Die Frage, wie eine Website durch hochwertige Links an Qualität für Nutzer und Suchmaschinen gewinnt, ist eine der ältesten SEO-Themen unter dem Stichwort Linkbuilding oder Linkaufbau. Es lohnt sich, hier auf dem Laufenden zu bleiben.

Wie entstehen Broken Links?

Broken Links vorbeugen ist natürlich besser als reparieren. Absolut vermeidbar sind jedoch nur die „hausgemachten“ Broken Links. Wer hier gut aufpasst, vermeidet zugleich Verluste beim Google PageRank durch eine Rückstufung im Ranking, die entsteht, wenn Backlinks nicht mehr funktionieren.

Dafür gibt es Link Checker; das sind Tools, mit denen sich die Suche nach Broken Links vor allem bei umfangreichen Websites wesentlich effizienter durchführen lässt als manuell. Es ist aber – unabhängig davon, ob man die Tools einsetzt oder nicht – hilfreich, die wichtigsten Ursachen für Broken Links zumindest ansatzweise zu verstehen:

  • Relaunch und Umstrukturierung von Websites, bei denen Seiten-URLs geändert oder Seiten gelöscht werden, ohne dass es dafür eine 301-Weiterleitung gibt (die selbst aber auch wieder fehlerhaft sein kann!);

  • die URL des Links ist falsch geschrieben oder hat nicht die richtige Endung, etwa statt „.html“ ein „.php“;

  • die gesamte Domain der Zielseite existiert nicht mehr (das kann unbemerkt natürlich bloß bei Outbound Links auftreten);

  • vorübergehende Broken Links, die z. B. mit Serverproblemen der Zielseite zusammenhängen;

  • umbenannte oder auf einem Server verschobene Dokumente, wenn auf eine solche Datei verlinkt wurde.

Broken Links vermeiden

Es hilft schon viel, wenn Seitenadministratoren ein Problembewusstsein dafür entwickeln, sodass tote Links gar nicht erst entstehen. Online-Shops zum Beispiel löschen ja laufend Produktseiten, wenn Artikel aus dem Sortiment fliegen. Eine funktionierende Weiterleitung zu einem ähnlichen Produkt verhindert dann nicht bloß, dass es Ärger mit einem Broken Link gibt, sondern unterstützt auch die Kundenbindung.

Hier und etwa auch beim Optimieren von Menüstrukturen (wo gerne einmal einige Seiten verschoben werden) ist es einfach eine Sache der Routine, dass die Broken-Links-Problematik immer auf dem Schirm bleibt.

Link Checker – Broken Links aufspüren und reparieren

Wo habe ich Broken Links? – Was sich bei einer schlanken Onepager-Website vielleicht gerade noch „handwerklich“ herausfinden lässt, ist schon bei einem halbwegs aktiven Unternehmensblog ein Alptraum und wird bei einer Website mit vielfältigem Content oder bei einem etwas größeren Webshop schlicht unmöglich. Und kaputte Backlinks lassen sich sowieso überhaupt nicht ohne automatisierte Suche halbwegs zuverlässig dingfest machen.

Link Checker, die eben das erledigen, gibt es in einer großen Bandbreite. Das betrifft sowohl die Kosten – ja, es gibt gute Gratis-Tools! – als auch die Funktionalität. Die hängt wiederum eng damit zusammen, wie viel Expertise erforderlich ist, den jeweiligen Link Checker einzusetzen und die Reparaturempfehlungen dann auch adäquat umzusetzen. Die folgende Liste stellt exemplarisch einige der Link Checker vor, die Seitenbetreiber nützlich finden.

7 gute Broken Link Checker für Unternehmens-Websites

  • Dead Link Checker ist ein etabliertes, sehr übersichtliches Tool, von der Benutzbarkeit her gut für Einsteiger geeignet. Hervorzuheben: die instruktive FAQ-Seite.

    Broken Link Checker Screenshot Dead Link Checker

    Quelle: Dead Link Checker

  • Dr. Link Check ist ebenfalls einfach strukturiert und überschaubar – und in einer deutschen Version verfügbar. Die Übersicht und die Fehlerseiten fallen durch prägnantes Design positiv auf. Gratis ist die Broken-Link-Suche durch Einmal-Eingabe, automatische Überprüfungen gibt es in der Bezahlversion.

    Broken Link Checker Screenshot Dr. Link Check

    Quelle: Dr Link Check

  • Screaming Frog ist hauptsächlich ein Crawler für verschiedene SEO-Aufgaben, bei dem die Suche nach Broken Links aber ein prominentes Feature auch schon in der Gratisversion enthalten ist. Das Tool funktioniert als Anwendung auf dem Computer.

    Broken Link Checker Screenshot Screaming Frog

    Quelle: Screaming Frog

  • Website Checker von Ryte kann ebenfalls deutlich mehr als Broken Links prüfen; das Link-Feature findet sich im Modul „Website Success“. Bonus: In der Gratisversion gibt es bis zu 5 sogenannte Quicktests pro Monat.

    Broken Link Checker Screenshot Website Checker

    Quelle: Website Checker

  • Google Search Console setzt eine Anmeldung voraus, gehört aber ohnehin zur Pflichtausstattung für jede Unternehmenswebsite, die auf ein gutes Google-Ranking angewiesen ist. Vorteil ist hier auch die logische Verknüpfung mit Google Analytics. Die Ergebnisse zu Broken Links sind im Menü „Abdeckung“ zu finden. Die schiere Masse an Features der Search Console ist jedoch für Ungeübte mitunter irritierend.

    Broken Link Checker Screenshot Google Search Console

    Quelle: Google Search Console

  • Broken-Link-Checker-Plugins werden gerne von WordPress.org-Websites benutzt. Dieses hier ist weitgehend auf Deutsch, hält Suchmaschinen davon ab, Broken Links zu folgen, und lässt den Anwender Broken Links direkt auf der Plugin-Seite bearbeiten.

    Broken Link Checker Screenshot Broken Link Checker für WordPress

    Quelle: Broken Link Checker für WordPress

  • Der Backlink Checker von Majestic ist ein von Nutzern hoch gelobter Spezialist (ebenfalls in Deutsch) für Backlinks, der seine Fähigkeiten schon in der Gratisversion, allerdings erst nach Registrierung und Verifizierung der Domain ausspielt. Ein aktueller Vergleich von Backlink-Checkern gibt diesem Tool zwar nicht den ersten Platz, aber es schneidet respektabel ab.

    Broken Link Checker Screenshot Backlink Checker Majestic

    Quelle: Majestic

Fazit: Nutzen Sie Links für Ihre Suchmaschinenoptimierung – statt sich über Broken Links zu ärgern!

SEO mit Links ist nach wie vor eine absolut lohnende Strategie für das Online-Marketing. Es gibt unzählige Tipps für effizientes Linkbuilding und interne Verlinkung. Wichtig ist dabei aber immer, nicht nur an Technik und Suchmaschinen zu denken, sondern den ganz normalen (menschlichen) Website-Besucher, seine Wünsche und sein Nutzererlebnis im Blick zu behalten.

Ärger mit Broken Links ist, wie wir hier gezeigt haben, für Mensch und Google vermeidbar und sozusagen Pflicht. Die Kür besteht darin, intelligent innerhalb und außerhalb der eigenen Seiten so zu verlinken, dass jedes Mal ein positiver Aha-Moment entsteht – z. B. weil man genau das jetzt als Nächstes wissen wollte; weil hier das logische Produkt zur Ratgeberseite steht; weil diese verlinkte Quelle so vertrauenswürdig ist, dass die eigene Aussage an Seriosität gewinnt usw. Das Internet lebt nur mit Links, heißt es. Nutzen Sie dieses mächtige Potenzial voll aus!

Tipp: Unseren speziellen Schwerpunktartikel über die für Ihre Website besonders wichtigen internen Links finden Sie in diesem Blogbeitrag über SEO mit internen Links.

Den Artikel zu diesem Thema aus dem Jahr 2017 hat der Autor im Dezember 2020 aktualisiert.

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