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Was bedeutet Keyworddichte?

Keyworddichte (Keyword Density) nennt man das Verhältnis der gesamten Wortanzahl einer einzelnen Webseite zur Häufigkeit, mit der ein bestimmtes Keyword auf derselben Seite vorkommt. Die Kennzahl „Keyword Density“ wird in Prozent angegeben. Wenn die Seite zum Beispiel 1.000 Wörter umfasst und das Suchwort 20-mal vorkommt, beträgt die Keyworddichte 2 Prozent.

Die passende Keyworddichte ist ein Ranking-Faktor und spielt im Online Marketing bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine wichtige Rolle. Ist die Anzahl des Schlüsselbegriffes zu gering auf einer Seite, wird für Google und andere Suchmaschinen die Relevanz der Seite für Suchanfragen mit dem entsprechenden Stichwort nicht deutlich. Eine unnatürlich hohe Keyworddichte (Keyword Stuffing; Keyword Spamming) führt dagegen zu einem schlechteren Ranking in den Suchergebnissen.

Die optimale Keyword Density hängt unter anderem von der Art des Inhalts ab. Zum Beispiel wird bei einem Blogtext meist die häufig angenommene optimale Keyworddichte von 2 bis 5 Prozent angemessen sein. Eine Seite mit verschiedensten Sorten desselben Produkts kann dagegen die Bezeichnung dieses Produkts häufiger als Keyword enthalten.

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Gibt es eine perfekte Keyworddichte?

Die ständige Empfehlung von Google lautet, dass Seiteninhalte für menschliche Nutzer gestaltet sein sollen, nicht für Suchmaschinen. Die beste Verwendung ist also, dem Nutzer gute Inhalte so anzubieten, dass er sofort erkennt, worum es bei dem bestimmten Thema geht: „Das ist der Begriff, nach dem ich gesucht habe!“

Nutzer und Suchmaschinen profitieren also, wenn das Keyword möglichst im Seitentitel, in der Hauptüberschrift (H1) und in Zwischenüberschriften (H2) einer Webseite steht. Ansonsten gilt für die Suchmaschinenoptimierung, dass der Content selbstverständlich an jeder passenden Stelle das entsprechende Schlüsselwort enthalten kann. Generell ist es leichter, bei einer späteren Keywordoptimierung die Keyworddichte zu verringern als zu erhöhen. So bleibt ein nutzerfreundlicher Sprachfluss eher erhalten als durch unnatürliche Wortwiederholungen. Es kann sogar günstig sein, in einem SEO-Text statt eines „überzähligen“ Suchbegriffes hier und da ein Synonym oder einen verwandten Begriff zu verwenden, das von einem Keyword-Tool vorgeschlagen wurde. Der Vorteil eines vor allem für Nutzer optimierten Textes ist auch, dass sich die Verweildauer auf der Seite erhöht. Das wirkt sich ebenfalls positiv auf ein gutes Ranking aus.

Bei zu geringer Keyworddichte und wenn es schwierig ist, das Schlagwort im eigentlichen Text häufiger zu verwenden, lässt sich dies teilweise ausgleichen. Die Suchbegriffe können und sollen nämlich auch an wichtigen Stellen im sogenannten Metatext verwendet werden. Dazu gehören der Meta Title, die Meta Description und Alt-Beschreibungen eingefügter Dateien wie Bilder und Grafiken. Auch interne Links auf die jeweilige Seite mit dem Keyword als Ankertext unterstützten die Keywordoptimierung.

Welche Keyworddichte ist optimal?

SEO-Experten sind sich über die perfekte Keyword Dichte für ein gutes Ranking uneinig. Teils gilt ein vorgegebener Prozentwert generell als nutzlos, während die Empfehlungen in Extremfällen sogar bis zu 10 Prozent reichen. Weitgehende Einigkeit herrscht hingegen darüber, dass die Wichtigkeit abgenommen hat. Von Google selbst gibt es keine direkten Aussagen zu einer bestimmten Keyword Density. Was am besten funktioniert, hängt auch nicht nur von der Art des Inhalts ab, sondern ebenso von der Keyworddichte auf anderen Seiten, die für das jeweilige Keyword am höchsten ranken.

SEO-Tools sind in der Lage, die unterschiedlichen Faktoren für eine optimale Keyworddichte zu ermitteln. Sie errechnen daraus eine Empfehlung für die jeweilige Seite. Dabei werden meist auch zusätzliche relevante Stichwörter einschließlich ihrer Häufigkeit vorgeschlagen.

WDF*IDF-Analysen sind eine sinnvolle Ergänzung. WDF*IDF bedeutet „White Document Frequency/Inverse Document Frequency“. Über WDF*IDF-Tools lässt sich einerseits die Häufigkeit und Relevanz aller Wörter in einem Text angeben, andererseits die Relevanz eines Worts für die Suchmaschinen-Indexierung. Darüber bestimmt sich dann, wie eigener Content im Vergleich zu anderen Websites abschneidet. Die optimale Keyworddichte ist also auch deshalb keine feststehende Größe, weil neue Seiten mit einem sehr hohen Ranking die Maßstäbe graduell verändern.

Keywordnähe (Keyword Proximity) ist ein weiterer Faktor für die Keywordoptimierung im Rahmen von SEO. Bei Keyword Proximity geht es darum, wie dicht nebeneinander zwei oder mehrere verschiedene Schlüsselwörter stehen. Diese Nähe signalisiert, dass die Begriffe in einem Sinnzusammenhang stehen. Das wird vor allem dann für das Google Ranking relevant, wenn man Longtail Keywords für die semantische Suche einsetzt. Diese Suchbegriffe bestehen aus einer ganzen Wortfolge, zum Beispiel einem Fragesatz.

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Was leisten Keyword-Tools?

Programme unterschiedlicher Anbieter helfen bei der Keywordrecherche und der Keywordoptimierung. Sie geben oft auch Empfehlungen zur Häufigkeit von Suchbegriffen in einem vorgegebenen Text. Einige sind gratis oder bieten zumindest eine kostenlose Basisversion bzw. einen Gratistest. Zu den wichtigsten Features zählen unter anderem:

  • Keywordrecherche, Keywordvorschläge (inkl. Longtail Keywords)
  • Filter- und Sortierfunktionen
  • Keywordanalyse und Metrics
  • Suchtrends
  • Keyword Difficulty
  • CPC-Ermittlung
  • Site Audits

Die „besten SEO-Tools“ werden jährlich von unterschiedlichsten Fachmagazinen vorgestellt und bewertet. Die entsprechenden Artikel sind leicht zu googeln. Häufig genannte Marken sind z. B. Ahrefs, Moz, KWFinder, SEMrush, die Google Search Console, Keyword Planner und Google Trends, Ubersuggest und AnswerThePublic.

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