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Was sind Rankingkriterien?

ZunÀchst: Was ist ein Ranking? Es bezeichnet die Platzierung einer Website bzw. der Landing Page auf Suchergebnisseiten (Search Engine Results Pages = SERP) von Suchmaschinen. Google ist die meistgenutzte Suchmaschine. Daher spricht man auch vom Google Ranking. Das Ranking bezieht sich immer auf die Suchergebnisse zu einem bestimmten Suchbegriff (Keyword).

Rankingkriterien bzw. Ranking-Faktoren sind bestimmte Eigenschaften von Internetseiten. Diese beeinflussen eine Positionierung in den Google-Suchergebnissen positiv oder negativ. Wie sich die Faktoren auswirken, bestimmen Algorithmen der Suchmaschinen. Ihre Funktionsweise ist im Detail nicht bekannt. Sie werden auch immer wieder neu angepasst. Suchmaschinenoptimierung kann das Ranking verbessern.

Ranking-Faktoren lassen sich grob unterscheiden in

  • Faktoren, die das Nutzererlebnis verbessern, z. B. kurze Ladezeiten;
  • Faktoren, die Suchmaschinen das VerstĂ€ndnis der Seiteninhalte erleichtern, z. B. Sitemaps;
  • Faktoren, die von außerhalb der Seite (Offpage-Optimierung) wirken, z. B. Backlinks;
  • Faktoren, die auf der Seite selbst (Onpage-Optimierung) wirken, wie etwa eine intuitive Seiten-Navigation.

Diese Unterscheidung ist rein systematisch. In der SEO-Praxis wirkt sich dieselbe Maßnahme oft auf mehrere Rankingkriterien zugleich aus.

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Warum sind Rankingkriterien wichtig?

Der Erfolg von Websites hĂ€ngt wesentlich davon ab, dass Nutzer sie ĂŒberhaupt finden. Ist die Internetadresse (URL) oder der Domain-Name bekannt bzw. gespeichert, ist die Sache einfach. Die Seite wird dann direkt angesteuert.

Suchmaschinen schlagen dagegen je nach eingegebenem Keyword bis zu mehrere Millionen Seiten vor. Nutzer klicken aber im Durchschnitt lediglich die ersten drei Suchergebnisse an. Auf das 10. Suchergebnis klicken noch ca. 2 Prozent. SpÀtestens dann beginnt in der Standardeinstellung von Google die zweite Suchergebnisseite. Sie wird nur von einem verschwindend kleinen Teil der Nutzer aufgerufen.

Die sogenannten Klickraten fĂŒr einzelne PlĂ€tze auf den SERPs verĂ€ndern sich zwar, aber diese Verschiebungen sind fĂŒr SEO-Maßnahmen kaum relevant. Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist stets, ein gutes Ranking zu erreichen. Denn: je höher die Position, desto mehr Traffic generiert ein Suchergebnis. Und ohne Traffic, d. h. neue Seitenbesucher, ist alle MĂŒhe vergeblich, die man in eine Website steckt.

Was haben Rankingkriterien mit der QualitÀt meiner Seite zu tun?

Google hat einen eigenen 275-seitigen Leitfaden, die „Guidelines“. Hier stehen die Grundlagen fĂŒr die Bewertung von Webseiten. Das Unternehmen wird hier und auch sonst nicht mĂŒde zu betonen, dass man Content fĂŒr Nutzer und nicht fĂŒr Suchmaschinen erstellen soll. Was bedeutet das?

Zum Beispiel Keyword-Stuffing: Diese lĂ€ngst ĂŒberholte Praxis in der Suchmaschinenoptimierung hieß, dasselbe SchlĂŒsselwort so oft wie möglich auf die Seite zu „stopfen“. So sollten Suchmaschinen darauf schließen, dass der Seiteninhalt sich ideal als Informationsquelle zu dem Begriff eignet. Das Ergebnis waren fĂŒr menschliche Leser oft ungenießbare Texte.

Inzwischen ist SeitenqualitĂ€t aus Sicht von Mensch und Suchmaschinen weitgehend deckungsgleich. Denn Google & Co. erkennen zusĂ€tzlich zum vorgefundenen Inhalt auch die Nutzerzufriedenheit immer besser. Ein Indikator ist zum Beispiel die Verweildauer auf der Seite. Man muss also wissen: Was interessiert die Zielgruppe? Wie richte ich die Inhalte meiner Website optimal danach aus? Und wie sorge ich durch technisches SEO dafĂŒr, dass Suchmaschinen ebenfalls den Inhalt meiner Seite gut erkennen?

Konflikte zwischen der User Experience und den Rankingkriterien entstehen etwa da, wo bei stark umkĂ€mpften Keywords unbedingt die Konkurrenz ĂŒbertrumpft werden soll. Denn dann kommen teils SEO-Maßnahmen zum Zug, die eher auf die Gunst von Google abzielen als auf schlagkrĂ€ftige Texte.

Beispiel: Keyword-Tools schlagen zusĂ€tzliche Begriffe oder die mehrmalige Verwendung eines Wortes vor. Ein eigentlich fĂŒr Leser optimaler Text kann dadurch unnötig lang und „komisch“ formuliert wirken. Betreiber von Websites mĂŒssen hier entscheiden, ob nicht der langfristig gute Eindruck auf die Leser eine nachhaltigere Suchmaschinenoptimierung darstellt. PrimĂ€r auf Google gerichtete SEO ist dagegen tendenziell fĂŒr Start-ups und solche Seiten wichtig, die mit bestimmten Inhalten erstmals oder ĂŒberwiegend nur kurzfristig online gehen.

Wie erfahre ich das Ranking meiner Seite?

Zahlreiche, teils kostenlose Webanalyse-Tools geben Auskunft ĂŒber das Ranking der eigenen Webseite. Von Google selbst steht fĂŒr dort angemeldete bzw. registrierte Website-Betreiber die Google Search Console bereit. Das Ranking heißt dort „Durchschnittliche Position“ (zu finden unter „Leistung“). Die eigene Website nach bestimmten Suchbegriffen zu googeln, ist – auch im „anonymen Modus“ – nicht aussagekrĂ€ftig. Google bezieht bei der Auswahl der Suchergebnisse nĂ€mlich individuelle Faktoren wie Standort, Suchhistorie oder Cookies mit ein.

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Wie viele Google Ranking Kriterien gibt es?

Über 200 verschiedene Rankingkriterien erwĂ€hnte Google schon 2010. Seitdem wird diese Zahl zitiert. Laut Matt Cutts, einem damaligen Entwickler des Technologieunternehmens, kann aber jeder dieser Faktoren 50 oder mehr Variationen haben. Das wĂŒrde auf 10.000 Ranking-Faktoren hinauslaufen.

Unter SEO-Experten gibt es ĂŒber viele Rankingkriterien einen breiten Konsens. Einige sind umstritten oder werden angefĂŒhrt, obwohl sie nicht mehr aktuell sind. Manche gelten auch als weitgehend spekulativ. Dementsprechend unterschiedlich sind Listen wie „Die Top 10 Google Rankingfaktoren“.

Websitebetreiber und Administratoren mĂŒssen in ihrer alltĂ€glichen Praxis einen ganzen Kanon von Rankingkriterien befolgen, die zwingend erforderlich sind.

Was sind die wichtigsten Faktoren?

Die folgenden Rankingfaktoren stellen eine relevante Auswahl dar. Die Reihenfolge ist aber nicht als Priorisierung zu verstehen. Welche SEO-Maßnahmen vordringlich sind, hĂ€ngt von unterschiedlichen Merkmalen der einzelnen Seiten und der gesamten Website ab.

Rich Content und andere inhaltliche Rankingfaktoren

Reichhaltige Seiteninhalte sollten passend zum Suchbegriff die jeweiligen Nutzerfragen umfassend und qualifiziert beantworten. Hinweise auf die ErfĂŒllung dieses Kriteriums sind u. a. Links von und zu vertrauenswĂŒrdigen Seiten (Backlinks, Trusted Links), Grafiken, Abbildungen und eine ĂŒbersichtliche Gliederung mit aussagekrĂ€ftigen Zwischentiteln.

TextlÀnge an sich ist kein direkter Rankingfaktor. Dass Artikel auf Platz 1 einer SERP durchschnittlich fast 1900 Wörter umfassen, bedeutet zunÀchst nur, dass lange Texte tendenziell das Ranking verbessern.

Unique Content ist der Begriff fĂŒr eine das Ranking fördernde OriginalitĂ€t des Inhalts. Google vermeidet, verschiedene Seiten mit identischen Inhalten anzubieten. Dabei „gewinnt“ meist die Seite, die insgesamt höher rankt oder den Inhalt schon lĂ€nger prĂ€sentiert.

Neue Inhalte bzw. Fresh Content ist ein QualitĂ€tsfaktor, der vor allem fĂŒr Nachrichtenseiten u. Ä. gilt. RegelmĂ€ĂŸig neu hinzugefĂŒgte Inhalte signalisieren, dass die Seite aktuell und interessant ist.

Im Gegensatz dazu gibt es auch zeitlose, langlebige Inhalte, die Nutzern Mehrwert bieten. Wenn dieser Evergreen-Content Traffic erzeugt, ist das ein gutes Signal fĂŒr die Suchmaschinen.

E-A-T – Königsdisziplin fĂŒr SeitenqualitĂ€t

Das KĂŒrzel E-A-T steht fĂŒr „Expertise – Authoritativeness – Trustworthiness“. Google hat diese QualitĂ€tskriterien ausdrĂŒcklich in seine Guidelines fĂŒr die Bewertung von SeitenqualitĂ€t aufgenommen. Die einzelnen Begriffe sind so zu verstehen:

  • Expertise bezieht sich auf die Fachkunde des Autors, z. B. eines Arztes mit vielen Veröffentlichungen fĂŒr eine Seite zu einem Thema seiner Spezialisierung.
  • AutoritĂ€t wird an Verweisen auf die Seite bzw. Website von vertrauenswĂŒrdigen und qualitativ bereits hoch rankenden anderen Seiten abgelesen.
  • VertrauenswĂŒrdigkeit speist sich aus verschiedenen Indikatoren wie hochwertigen Backlinks, aussagekrĂ€ftigen positiven Bewertungen, Sicherheit, Datenschutzrichtlinien etc.

Die E-A-T-Beurteilung von Seiten ist fĂŒr Google umso ausschlaggebender, je existenziell wichtiger der Seiteninhalt fĂŒr User ist. Bei sogenannten YMYL-Seiten („Your Money or Your Life“) geht es z. B. um Finanzdienstleistungen, Gesundheits- und Rechtsthemen oder technisch riskante Tutorials, sie werden darum besonders kritisch beurteilt. Eine immer noch ĂŒberdurchschnittliche Einbeziehung dieser Rankingkriterien erfahren Nachrichtenportale und Online-Shops.

User Experience/Mobile Friendlyness

Die Nutzerfreundlichkeit bewerten Suchmaschinen neben der Verweildauer auch nach Faktoren, die sich unabhÀngig von Nutzern ermitteln lÀsst. Dazu zÀhlen z. B. kurze Ladezeiten und die Lesbarkeit auf allen Bildschirmformaten (Responsive Design, Mobile Friendlyness).

Die Google-Suche wird zunehmend wie in gesprochener Sprache durchgefĂŒhrt. Nutzer geben z. B. ein: „Was gehört zu einer guten Pizza?“ Findet sich genau dieser Satz als Überschrift auf einer bestimmten Seite, dann kommt dies dem Nutzer unmittelbar entgegen. Dasselbe wird so auch fĂŒr die Suchmaschine signalisiert. Aus diesem Grund haben sich Überschriften in Frageform stark etabliert.

Keywords

Keywords sind SchlĂŒsselbegriffe fĂŒr das Thema einer Seite. Sie werden daher an prominenter Stelle platziert. Typische Platzierungen sind etwa im NavigationsmenĂŒ und der entsprechenden URL, in Titeln, Bildtexten, im Fließtext usw. Das SchlĂŒsselwort kann in besonderen FĂ€llen auch Teil der Top-Level-Domain (.com, .de, .org etc.) sein. FĂŒr Nutzer auf der Seite unsichtbar, kommen Keywords außerdem in den Meta-Tags, in den Alt-Attributen, im Title Tag und in der Meta Description vor. Sie mĂŒssen die Suchintention von Nutzern treffen.

Keyword-Tools ermitteln, welche Keywords wie oft und in welcher Kombination das Ranking fĂŒr bestimmte Suchbegriffe verbessern. Dabei spielt auch eine Rolle, wie andere Seiten mit demselben Thema und Begriffen ranken. Somit hĂ€ngt das Ranking auch wesentlich von der Konkurrenz ab. Keyworddichte, also die reine HĂ€ufigkeit eines Keywords auf einer Seite, ist dagegen nachrangig.

Links

Backlinks von anderen Seiten gehören zu den wichtigsten Ranking-Faktoren. Je etablierter und vertrauenswĂŒrdiger die Webseiten sind, umso stĂ€rker sind die Backlinks. Typische Beispiele dafĂŒr sind Wikipedia, staatliche Einrichtungen oder große QualitĂ€tsmedien. Das Einsammeln von beliebigen „GefĂ€lligkeits-Links“ und der Link-Kauf von sogenannten Linkfarmen können hingegen dem Ranking einer Webseite sogar schaden.

Interne Links leiten Suchmaschinen innerhalb derselben Website auf weitere Seiten. Dabei sind aussagekrĂ€ftige Ankertexte hilfreich. Auch Website-Besuchern helfen interne Links bei der Navigation und verlĂ€ngern deren Verweildauer. Aus GrĂŒnden der Nutzerfreundlichkeit sollten Seiten aber nicht mit solchen Links ĂŒberladen werden. Es gilt: Der Seiteninhalt sollte ohne interne Links verstĂ€ndlich sein, auch ohne den Inhalt von anderen Seiten zu wiederholen (Duplicate Content).

Externe Links (auch ausgehende oder Outbound Links) sind Verlinkungen von der eigenen auf andere Webseiten. Sie sind als direkter Rankingfaktor umstritten. Und ein Übermaß an externen Links kann deren „Linkpower“ fĂŒr die Zielseite schwĂ€chen. Klar ist allerdings: Wo externe Links mit guten Ankertexten den Usern wertvolle weiterfĂŒhrende Informationen liefern, erhöhen sie die Nutzerfreundlichkeit. Es empfiehlt sich, auf vertrauenswĂŒrdige Seiten mit hoher Domain Authority zu verlinken (Trusted Links). Außerdem kann es sinnvoll sein, den Link so anzulegen, dass er sich in einem neuen Tab öffnet, sodass User nach Verlassen der verlinkten Seite wieder automatisch auf der ursprĂŒnglichen Seite landen.

Die regelmĂ€ĂŸige Entfernung von nicht funktionierenden Links (Broken Links/Dead Links) beugt entsprechenden Rankingverlusten vor.

Domain Authority

Das Ansehen einer ganzen Website wĂ€chst erst mit der Zeit. Die Domain Authority zu erhöhen ist dennoch eine nachhaltige Strategie, um die Position einer Webseite in den Suchergebnissen zu verbessern. Das gilt, obwohl Matt Cutts von Google explizit Domain Authority bzw. das Alter einer Domain nicht zu den Google Ranking Kriterien zĂ€hlt. In die Messwerte fĂŒr Domain Authority werden jedoch viele unbestrittene Rankingfaktoren einbezogen. Daher lĂ€uft Domain Authority letztlich ebenfalls auf das Ranking hinaus.

Featured Snippets

Featured Snippets sind Suchergebnisse, die im Wesentlichen einen „Schnipsel“ aus der jeweiligen Webseite enthalten. Sie fallen durch besondere Elemente oder zusĂ€tzliche Informationen stĂ€rker ins Auge als einfache Text-Suchergebnisse. Zum Beispiel können sie Tabellen, Abbildungen, Listen und sogar Videos enthalten. Featured Snippets haben zunĂ€chst einen hohen Wert fĂŒr die Beantwortung der Suchanfrage.

Featured Snippets wirken sich entgegen anfĂ€nglichen BefĂŒrchtungen nicht negativ auf die Klickrate aus, sondern steigern diese sogar. Wie eine Seite es schafft, mit einem Featured Snippet angezeigt zu werden, ist aber weitgehend unklar. Einige Indizien sprechen dafĂŒr, dass ein genauer Match des Seiteninhalts mit semantischen Suchanfragen dies unterstĂŒtzt.

Lokale SEO

Webseiten, deren Angebot sich auf bestimmte Regionen konzentriert, verbessern ihr Ranking, wenn sie mit lokalen Maßnahmen im Online-Marketing ihren Standortvorteil gegenĂŒber ĂŒberregionalen Anbietern ausspielen. Dabei kommt es stark darauf an, Suchanfragen mit einer Ortsangabe einzufangen.

Weitere Rankingkriterien, die beachtenswert sind:

– Strukturierte Daten (Google kann dank strukturierter Daten den Inhalt einer Webseite besser       verstehen) und ein ordentlicher W3C-Standard (dazu gehört beispielsweise der HTML-Code);

– Webdesign, das fĂŒr Nutzer Ă€sthetisch ansprechend und zugleich auch technisch                         nutzerfreundlich ist;

– Vorhandensein einer Sitemap, eines SSL-Zertifikats und einer konsistenten Kontaktseite;

– Antworten auf Keywords in Frageform als Listen;

– eine hohe Click-Through-Rate (CTR);

– hreflang-Tags, die bei mehrsprachigen Seiten Irritationen bei Google vermeiden;

– Multimedia-Inhalte: Mehr Fotos, Grafiken, Videos und Animationen, die als Teil von „Rich             Content“ an Bedeutung fĂŒr das Google-Ranking gewinnen.

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