YouTube Director App

Schlagende Argumente für ein Videomarketing von Unternehmen gibt es haufenweise. Dass dennoch erst gut die Hälfte der deutschen Unternehmen (55 %) Videoplattformen wie z. B. YouTube überhaupt nutzen (und wie aktiv tun sie das?), daran ist vor allem eine gewisse Schwellenangst gegenüber dem Medium Video schuld: Als kleiner oder mittlerer Betrieb ist man schließlich nicht Hollywood. Und eine professionelle Produktion geht schnell ins Geld. YouTube will mit der Director App, die jetzt auch in Europa erhältlich ist, genau diese beiden Hindernisse – fehlende Regiekenntnisse und hoher Aufwand – für interessierte Unternehmen aus dem Weg räumen.

Gezieltes Videomarketing auf Ihrem YouTube-Kanal schafft Aufmerksamkeit

Warum Videomarketing? – Ein Beitrag auf der BLOO:CON 2016 ließ keinen Zweifel: Es gibt eine Menge überzeugende Gründe für Unternehmen, ihre Botschaften über dieses Medium zu ihren Zielgruppen zu bringen. Zum Beispiel:

  • An Inhalte, die über Bild und Ton vermittelt werden, erinnern sich Menschen zu 95 % noch nach drei Tagen.
  • Videos sind die am häufigsten geteilten Inhalte.
  • Besucher bleiben über siebenmal länger auf Websites, wenn diese ein Video eingebunden haben.

Über das ganze Anwendungsspektrum speziell von YouTube beim Videomarketing informieren im Übrigen die YouTube-Themenbeiträge in unserem Blog.

Kostenlose Videos sind keine Blockbuster – aber sie können sich sehen lassen.

YouTube Director lässt sich mit den Fertiglösungen für Websites wie WordPress.com, Wix oder Joomla vergleichen: Mithilfe einer Reihe gängiger Vorlagen und mitgelieferter Anleitungen lassen sich Inhalte ohne große Vorkenntnisse sehr rasch vorzeigbar umsetzen. Was genau man vorzeigen kann und will, muss man sich allerdings immer noch selbst überlegen. Mit wachsender Erfahrung können diese Lösungen, obwohl von der Stange, zunehmend professionell gestaltet werden, auch wenn die Kreativität irgendwann immer an technische Grenzen stoßen wird.

Die Produktseite der YouTube Director App führt – natürlich mit einem Video – anschaulich vor, wie Kleinunternehmer, allesamt blutige Laien im Filmen, in 20 Minuten den ersten Werbeclip für ihr Geschäft produzieren.

Wer nicht ganz denselben Enthusiasmus wie diese Pioniere aufbringt, wird anfangs wohl länger brauchen; aber man bekommt einen guten Eindruck von der einfachen Bedienbarkeit. Vor dem Einsatz hilft YouTube noch mit inhaltlichen Anregungen, wesentliche Elemente für verschiedene Arten von Videobotschaften einzuplanen – etwa für Unternehmens- oder Produktpräsentationen, Werbeaktionen etc.

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So funktioniert die YouTube Director App

Kenntnisse der grundlegenden Videofunktionen von iPhone, iPad oder iPod touch werden vorausgesetzt. Eine Version für Android sollte laut einer Mitteilung von YouTube „in Kürze“ folgen, doch das war bereits Mitte 2016. Der Download jedenfalls ist kostenlos, und immerhin hat YouTube für einige Einsteigerfragen eine eigene Hilfeseite. Den Rest muss die Benutzerführung der App selbst leisten.

Grob unterteilt, läuft das Ganze so ab:

  1. Entsprechend dem Zweck des Videos wählt man nach Anklicken der Option für ein neues Projekt aus einer Reihe vorgeschlagener Templates, also Vorlagen, die den Ablauf des Videos prägen.
  2. Die Vorschau der Templates zeigt zuvor die möglichen Einstellungen (mit Beispielen und Vorschlägen), aus denen das Video bestehen wird. Diese Einstellungen können flexibel genutzt werden, z. B. in der Länge variiert, aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt oder auch ganz ausgelassen werden.
  3. Die Einstellungen werden nacheinander abgearbeitet. Die App leitet den Prozess Schritt für Schritt an. Dabei empfiehlt es sich aber, die Vorschau vorab bis zu Ende durchzusehen, um benötigte Requisiten, Darsteller etc. rechtzeitig zu organisieren.
  4. Musik und Sprecherkommentare können vor oder nach der Filmaufnahme hinzugefügt und einzeln in der Lautstärke geregelt werden. Ebenso sind Texteinblendungen möglich.
  5. Zum Schluss wird das Video je nach Marketingstrategie auf den eigenen YouTube-Kanal oder die Facebook-Unternehmensseite hochgeladen bzw. in die Website eingebunden.

Relativ detailliert schildert Erin Sagin seine ersten Erfahrungen mit der Umsetzung im Blog von WordStream. Daneben gibt es noch weitere hilfreiche Anleitungen und Reviews. Da YouTube die App ein gutes halbes Jahr früher in den USA und Kanada auf den Markt gebracht hat, sind deutschsprachige Kommentare derzeit leider noch selten.

Fazit: Mehr als nur eine Notlösung für Ihr Videomarketing!

Mit einem Einsatz von 20 Minuten wird wie erwähnt niemand einem professionellen von einer Agentur produzierten Spot Konkurrenz machen können. Das muss aber vor allem bei Videos, die in Social Media verbreitet werden, auch nicht unbedingt sein. Originalität, authentische Aussagen und Humor etwa können durchaus einiges an fehlender Erfahrung im Bildausschnitt oder bei der Kameraführung wettmachen. Bild- und Tonqualität in der Ausgabe der App sind tadellos. Ausreichend Musik liefert sie auch. Aufnahmen und Bearbeitung funktionieren sehr intuitiv.

Kleine Einschränkungen: Es können weder eigene Templates noch eigene Musik verwendet werden, und auch die durchgehende Einblendung eines Unternehmenslogos ist nicht vorgesehen. Wenn die App verbreitet eingesetzt wird, könnte es dazu kommen, dass Videos sich zunehmend ähneln, da die Anzahl der Templates begrenzt ist. Das muss man dann durch ausgefallenere Inhalte auszugleichen versuchen. Immerhin – da das ganze Tool nichts kostet, riskiert kein Unternehmen gravierende Fehlinvestitionen für einen Marketingkanal, der doch einen hohen Reiz in sich birgt.

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