LinkedIn ist einer der wichtigsten Social-Media-Kanäle für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler. Über 18 Millionen Mitglieder nutzen LinkedIn im DACH-Raum jeden Monat, weltweit sind es 830 Millionen. LinkedIn verwendet einen besonderen Algorithmus, um Sie mit Business-Kontakten zu vernetzen. Er steuert, wem und wann im Feed relevante Inhalte angezeigt und Personen vorgeschlagen werden.

Wie funktioniert der LinkedIn Algorithmus 2022?

Der LinkedIn Algorithmus basiert auf verschiedenen Faktoren, die ihn zum Marketing-Werkzeug für Geschäftsinhaber und Unternehmen machen. Beherrschen Sie den Algorithmus, können Sie leicht viele neue B2B-Kontakte knüpfen und Ihre Marke promoten.

Den LinkedIn Algorithmus zu beherrschen, ist also wichtiger, als Sie wahrscheinlich denken. Die konsequent international ausgerichtete B2B-Plattform wird für die Geschäftsanbahnung und Karriereplanung immer maßgeblicher. Denn anders als andere Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter bietet LinkedIn Ihnen die Chance, organische Reichweite zu gewinnen. In Kombination mit der hohen Interaktionsrate kommen Sie kostenlos zu mehr Sichtbarkeit und generieren Leads. Sie schaffen einen direkten Draht zu Ihrer Zielgruppe.

Doch wie genau gelingt es Ihnen, den Algorithmus für sich zu nutzen? Welchen Content bevorzugt LinkedIn? Und wie oft sollten Sie Inhalte posten? Die Antworten liefern die folgenden 10 Tipps für mehr Sichtbarkeit und Reichweite.

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Tipp 1: Optimieren Sie Ihr Profil für mehr Reichweite

Der erste Eindruck gibt im Geschäftsalltag häufig den Ausschlag. Möchten Sie ein großes Netzwerk aus Kontakten und Followern aufbauen, sollten Sie den Erstkontakt so positiv wie möglich gestalten. Ihr LinkedIn-Profil ist dabei Ihr Aushängeschild und auch außerhalb des Netzwerks sichtbar. Die Suchmaschinen Google und Bing verlinken es oben in den Suchergebnissen. Achten Sie darauf, dass Ihr Profil vollständig ist und Ihre persönliche Marke widerspiegelt. Sie unterstützen damit den LinkedIn Algorithmus bei der Verbreitung von Inhalten.

  • Profil- und Titelfoto: Entscheiden Sie sich für ein ansprechendes und hochwertiges Profilfoto, das Ihre Zielgruppe anspricht. Haben Sie keines, gehen Sie zu einem Fotografen. Ob Anzug, casual oder sportiver Look: Ihr neues Profilfoto muss zu Ihrem Business und Ihrer Position passen. Damit steigen Ihre Chancen, Kontaktanfragen, Kommentare, Shares und Likes zu erhalten. Wählen Sie ein Titelbild aus, das mit dem Profilfoto und Ihrer Marke harmoniert. In einem Blogbeitrag stellen wir Ihnen 10 Bilddatenbanken für kostenlose Bilder vor.
  • Slogan und URL: Ersetzen Sie den vorgeschlagenen Profil-Slogan durch eine prägnante Infozeile. Der Text zeigt, was Sie machen, und dient als Werbebotschaft in eigener Sache. Bauen Sie Keywords für den LinkedIn Algorithmus in den Slogan ein. Passen Sie die automatisch generierte Profil-URL durch eine kurze, persönliche URL an.
  • Profiltext: Nehmen Sie sich die Zeit und befüllen Sie Ihr persönliches Profil mit einer runden Selbstpräsentation. Überzeugen Sie Ihre potenzielle Zielgruppe, indem Sie einen spannenden Mix aus Infos, persönlichen Angaben und (Dienst-)Leistungen hinterlegen. Berücksichtigen Sie auch hier die für Ihr Business relevanten Keywords.
  • Vorsicht, Falle: Achten Sie darauf, Ihr Profil nicht mit unnötigen und damit nicht relevanten Informationen vollzupflastern. Ausufernde Listen von Skills, Qualifikationen, Projekten und Veröffentlichungen stehen nicht automatisch für Know-how und Erfahrung. Sie machen Ihr Profil unübersichtlich und könnten Sie als Wichtigtuer oder Angeber abstempeln. Fokussieren Sie sich etwa bei Ihren Veröffentlichungen auf Bücher, E-Books und Artikel in Fachzeitschriften, die Ihre Kompetenz als Experte unterstreichen.

Tipp 2: Mit relevanten Inhalten beim LinkedIn Algorithmus punkten

Im Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter ist LinkedIn auf die Qualität von Content fokussiert. Inhalte von geringer Qualität ignoriert das System. Möchten Sie sich und Ihr Business erfolgreich bewerben, benötigen Sie qualitativ hochwertigen Content, der von Ihrer Expertise zeugt. Punkten Sie mit relevanten Inhalten, die Ihre potenziellen Kunden beschäftigen und die Sie selbst gerne lesen würden. Bieten Sie den Nutzern News, Tipps, Wissen und Lösungen zu spezifischen Problemen an. Den Ausschlag geben fundierte Informationen und die passende Ansprache.

Bringen Sie die relevanten Informationen in Ihren Beiträgen auf den Punkt. Beginnen Sie mit der Kernaussage. Die ersten beiden Sätze fassen die wesentlichen Inhalte und Statements kurz und bündig zusammen. Mit einer plakativen Darstellung wecken Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Follower und liefern einen Ansporn zum Weiterlesen. Achten Sie auf die Sprache und den Stil.

Verwenden Sie Hashtags. LinkedIn selbst empfiehlt, nicht mehr als 3 Hashtags zu verwenden. Wenn Sie einen Post verfassen, erhalten Sie bereits Vorschläge. Sie können aber auch einfach das Doppelkreuz (#) verwenden und eigene Hashtags hinzufügen.

Tipp 3: Setzen Sie auf den richtigen Medienmix

Bei LinkedIn stehen Ihnen für Ihre Posts verschiedene Formate zur Auswahl: Texte, Bilder, Videos, Blogposts, Dokumente (PDF und PowerPoint) und Umfragen. Um möglichst viel Reichweite beim Social Media Marketing zu bekommen, wechseln Sie Content-Typen durch. Die meisten Follower erhalten Sie erfahrungsgemäß durch Beiträge bestehend aus Text und Text mit Bildern sowie Umfragen. Legen Sie den Schwerpunkt auf diese Posting-Formate. Achten Sie bei Fotos und Videoclips auf die Bild- und Tonqualität.

Tipp 4: Überzeugen Sie mit Persönlichkeit

LinkedIn lebt von Standpunkten, Meinungen, Einschätzungen und Wertungen. Sie regen zu Diskussionen an und stärken die sozialen Bindungen zwischen den Nutzern. Bekennen Sie in Ihren Posts Farbe und sagen Sie Ihre Meinung. Stellen Sie Vermutungen an, sollten Sie diese Abschnitte kennzeichnen.

Fordern Sie Ihr Netzwerk zwischendurch zur Interaktion auf. Das gilt auch für Ihre LinkedIn-Gruppen. Dazu fügen Sie am Ende von Beiträgen einen Call to Action (CTA) ein. Ergänzen Sie Ihre Posts um Hashtags für die zugehörigen Themenfelder. Damit kurbeln Sie die Interaktion mit LinkedIn-Nutzern an, die keine direkten Kontakte sind.

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Tipp 5: Finger weg vom Bearbeiten-Button!

Sie haben einen Post geschrieben und entdecken einen Tippfehler. Oder Sie haben einen Begriff verwendet, den Sie durch ein Synonym ersetzen möchten. Wie bei Social Media üblich, können Sie auf LinkedIn veröffentlichte Artikel nachträglich bearbeiten. Doch statt Änderungen hinterher vorzunehmen, sollten Sie im Vorfeld gründlicher arbeiten. Der LinkedIn Algorithmus wertet Änderungen in den ersten Stunden als Indiz für mangelndes Qualitätsbewusstsein.

Investieren Sie vor dem Posten ein paar Minuten ins Gegenlesen. Lassen Sie noch die Rechtschreibprüfung von Word über den Text laufen. Empfehlenswert für einen kostenlosen Rechtschreib- und Grammatik-Check von Texten in der bei Social Media üblichen Länge sind Duden online und das Languagetool.

Tipp 6: Posten Sie regelmäßig und zum richtigen Zeitpunkt

Wollen Sie eine Marke aufbauen und für potenzielle Leads sichtbarer werden, müssen Sie regelmäßig Content ausspielen. Eine stetige Frequenz beim Content-Marketing sorgt für Erfolg beim Branding und bei der Kundengewinnung. Gehen Sie von einer Halbwertszeit zwischen 48 und 72 Stunden aus. Danach sind neuere Beiträge relevanter – spätestens dann sollten Sie nachlegen.

Zur Content-Strategie gehören ein fester Rhythmus und ein gutes Timing: Posten Sie einmal täglich oder zwei, drei, vier oder fünf Mal die Woche. Aber: Überfluten Sie Ihren Feed nicht mit Postings, sonst kommt es zum Content Shock und Sie verlieren Follower.

Die beste Zeit hängt davon ab, wann Ihre Zielgruppe typischerweise auf LinkedIn online ist. Bei beruflichen Netzwerken verteilen sich die Zugriffe über den Arbeitstag. Berücksichtigen Sie bei der Uhrzeit den typischen Arbeit-Freizeit-Rhythmus im DACH-Raum. Es gibt zwei Peaks zwischen 7:30 und 10 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr. In diesen Zeitfenstern werden Posts im Feed besonders häufig angezeigt. Kurz davor sollten Sie posten – sofern Sie Zeit haben, auf Kommentare zu reagieren. Variieren Sie den Publikationszeitpunkt, denn der Algorithmus belohnt natürliche Posts und straft geplanten Content ab.

Tipp 7: Teilen Sie Beiträge mit System

Kommentieren, Liken und Teilen vergrößert Ihre Reichweite – egal, ob der Post von einem Unternehmen oder Mitglied stammt. Es ist eine Methode, Ihre Expertise hervorzuheben, ohne viel Energie in die Content-Erstellung zu stecken. Teilen Sie einen fremden LinkedIn-Post einfach im Original, ist der Reichweiteneffekt gering. Schließlich erkennt jeder Nutzer sofort, dass Sie nur eine Quelle weiterverteilen. Mehr Sichtbarkeit für Ihre Zwecke funktioniert über einen Repost, den Sie als neuen und damit eigenen Beitrag schreiben.

Und so funktioniert das „aus Alt mach Neu“: Formulieren Sie einen eigenen Text, indem Sie die Hauptaspekte des Ausgangsposts bündeln und mit eigenen Denkanstößen verknüpfen. Beziehen Sie sich auf den Ersteller, etwa so: „Bananen sind gerade. Diese waghalsige Behauptung äußerte Max Mustermann von der Muster GmbH in einem Post zur Obstvermarktung…“. Verwenden Sie keine wörtliche Rede oder Zitate, sondern fassen Sie die maßgeblichen Infos in eigenen Worten zusammen. Hängen Sie als Proof einen Screenshot des ursprünglichen Posts an. Verlinken Sie den Ersteller per Kommentar.

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Tipp 8: Beantworten Sie Kommentare umgehend

Viele und schnelle Reaktionen auf einen Beitrag im LinkedIn-Feed, also Engagement-Signale, stuft der Algorithmus als Indikator für Relevanz ein. Umso häufiger wird Ihr Post ausgespielt und umso mehr Reichweite erzielen Sie. Sobald die ersten Kommentare und Klicks auf „gefällt mir“ eintreffen, sollten Sie reagieren.

Beantworten Sie jeden Kommentar möglichst rasch mit einem individuellen Statement. Die User und das soziale Netzwerk bewerten die Rückmeldung als positives Signal für Ihre Präsenz und Kompetenz. Die Antwort regt zur Interaktion an.

Ist eine zeitnahe Antwort nicht möglich, etwa weil Sie noch Informationen einholen möchten? Dann weisen Sie den Fragesteller in der Kommentarantwort darauf hin und liefern Sie die Rückmeldung zeitnah nach. Ein Hinweis empfiehlt sich auch, wenn Sie sich mehr Zeit für ein ausführliches Statement nehmen möchten.

Tipp 9: Verärgern Sie den Algorithmus nicht

Zum LinkedIn Algorithmus 2022 gehören automatische Filter, die die Reichweite Ihrer Posts mindern können. Das passiert etwa, wenn das System erkennt, dass Beiträge von anderen Nutzern geklaut wurden oder von Spam-Konten stammen. Links zu externen Videos auf YouTube oder Vimeo stuft das System im Ranking ab, weil sie Nutzer zum Verlassen des sozialen Netzwerks animieren. Laden Sie besser eigene Videos in LinkedIn hoch.

Beiträge mit externen Links zu Webseiten sieht das System ebenso kritisch. Wenn Sie trotzdem einen Link setzen möchten, fügen Sie die URL als Kommentar zum Beitrag an. Weisen Sie Ihre Leser im Text darauf hin, dass Sie den Link in den Kommentaren anfügen. Alternativ bearbeiten Sie den Beitrag nachträglich und fügen den Link ein – doch auch das verringert die Ausspielung.

Postings auf der LinkedIn-Unternehmensseite und Blogartikel genießen in der LinkedIn-Welt aktuell keinen hohen Stellenwert. Veröffentlichen Sie den Content stattdessen als Beitrag auf Ihrer persönlichen Seite.

Sie senden häufig Kudos und Bravos zur Danksagung an Teamkollegen und andere Kontakte? Das macht Sie sympathisch, verhilft Ihnen jedoch nicht zu nennenswert mehr Sichtbarkeit. Schreiben Sie für Danksagungen besser Kommentare.

Tipp 10: Checken Sie Ihre LinkedIn-Performance

Wie erfolgreich Ihre Aktivitäten auf LinkedIn sind, verrät Ihnen der Social Selling Index (SSI). Das Bewertungs-Tool zeigt für jedes Mitglied einen SSI-Wert zwischen 0 und 100 an. Je höher der SSI-Score ausfällt, desto aktiver sind Sie auf LinkedIn. Praktisch sind neben dem eigenen Ergebnis die Vergleiche mit Ihrem Netzwerk und Ihrer Branche. Außerdem sehen Sie hier, wie sich Ihr SSI in den letzten Wochen entwickelt hat.

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