Ohne passende Suchmaschinenoptimierung und SEO-Strategien überlassen Sie es dem Zufall, ob Ihr Unternehmen bei Google oder Bing gefunden wird. Damit wird klar, um was es bei SEO geht: um Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Auffindbarkeit im Web verbessern.

Doch allein mit einem – mehr oder weniger – geschickten Setzen von Keywords ist es heute nicht mehr getan. Nutzer suchen zunehmend mithilfe ganzer Sätze und Google kann die Inhalte von Webseiten immer besser analysieren. Welche Ansatzpunkte ergeben sich daraus für Ihre Website? Eine individuelle SEO-Strategie zu entwickeln, ist unabdingbar.

Ihre SEO-Strategie: Am Marktführer Google orientieren

Mit rund 83 Prozent ist Google die relevanteste Suchmaschine im deutschsprachigen Raum. Auf Platz zwei folgt Bing mit etwas mehr als 11 Prozent. Dass Optimierungsmaßnahmen da primär auf Google abzielen, versteht sich von selbst. Nur in Ausnahmefällen ist der Aufwand einer Optimierung für alternative Suchmaschinen sinnvoll. In der Praxis zeigt sich, dass Websites, die in Google ein gutes Ranking erreichen, auch in Bing weit oben stehen.

Phase 1: SEO-Bestandsaufnahme

Für eine effektive und nachhaltige SEO-Strategie müssen Sie im ersten Schritt wissen, wo Sie stehen. Dazu ermitteln Sie Ihren Status quo mithilfe dieser Checkliste:

  • Wie gut ist Ihre Website über Google auffindbar? Wie viel macht der organische Traffic aus?

  • Wie ist Ihr SEO-Grad? Konnten Sie bereits SEO-Konzepte erstellen? Gab es in der Vergangenheit SEO-Probleme?

  • Ist der Unternehmensstandort auf Google und Google Maps sichtbar? (Google Business Profile und SERP-Snippet)

  • Lassen sich die die bestehenden Inhalte auf allen Geräten sauber abrufen? (Responsive Design und Mobile First)

  • Verfügt Ihre Website über ausreichend SEO-relevanten Content?

  • Sind Struktur und Aufbau der Site konsistent?

  • Wie steht’s mit der Ladezeit?

Harte Zahlen als Antwort auf diese Fragen liefern Tools wie die Google Search Console, Google Analytics, Searchmetrics, Sistrix, Ahrefs oder SEMrush. Sie zeigen Statistiken zu Keywords, Ranking und Traffic, liefern Informationen zur Websitestruktur und bewerten die Suchmaschinenrelevanz des Contents. Mit wenig Aufwand decken Sie so schon einige Optimierungspotenziale auf und können sich auf Grundlage dessen eine eigene Strategie erarbeiten.

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Phase 2: SEO-Ziele definieren

Haben Sie Ihren SEO-Status vor Augen, können Sie eine Content-Strategie entwickeln und sich mit den Erwartungen befassen, die Sie an die Suchmaschinenoptimierung haben. Folgende Ziele können Sie durch eine bessere Sichtbarkeit und eine gute Platzierung sowie den damit verbundenen guten Rankings auf den Suchergebnisseiten (SERPs) erreichen:

  • Neukundengewinnung

  • Erhöhung der Conversion-Rate

  • Sales-Umsatzsteigerung

  • Traffic-Steigerung

  • Lead-Generierung

Umreißen Sie Ihre Ziele möglichst genau, um bei der Optimierung an den richtigen Stellen anzusetzen. Geht es beispielsweise um die Neukundengewinnung über Suchmaschinen, gilt es neben den SERPs auch beim Google-Business-Profil und den Google-Bewertungen anzusetzen.

Aber: Vermeiden Sie unrealistische Ziele! Je größer die Konkurrenz in Ihrem Angebotsbereich, desto schwieriger ist es, bei Google und Bing vorne zu landen. Ein Fallbeispiel: Sie verkaufen als kleineres regionales Unternehmen Notebooks und Zubehör. Trotz intensiver SEO-Performance wird es Ihnen kaum gelingen, sich vor Branchenriesen wie Amazon, notebooksbilliger.de oder Preisvergleichsportalen hochzuranken. Gutes Content Marketing in Verbindung mit der richtigen SEO-Strategie kann Ihnen allerdings helfen, bei einer lokalen Suche wie „Notebooks Ludwigsburg“ oder „Laptops Lübeck“ weit vorne zu liegen.

Phase 3: Konkurrenzanalyse

Falls noch nicht geschehen, finden Sie heraus, wer Ihre Konkurrenten sind und welches Know-how sie besitzen. Je nach Geschäftsbereich kann der Wettbewerb stark ausgeprägt oder nur mäßig sein. Womöglich sind Rivalen auch erst auf den zweiten Blick auszumachen. Um Markt und Wettbewerber besser einzuschätzen, kann es helfen, die Zielgruppe zu analysieren. Lokale Unternehmen mit Ladengeschäft sollten neben der Konkurrenz im direkten Einzugsgebiet auch den einschlägigen Online-Handel im Auge haben. Das gilt auch dann, wenn Sie selbst keinen Online-Vertrieb unterhalten. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Wie ist das Ranking der Mitbewerber auf den SERPs?

  • Welche Keywords setzen sie?

  • Wie sind konkurrierende Websites oder Online-Shops aufgebaut?

  • Welche Zielgruppen werden angesprochen?

  • Wie ist die Qualität des Contents bzw. der Keyword-Strategie?

  • Wie sind die Bewertungen Ihrer Mitbewerber bei Google?

  • Welche Kanäle wie Blogs und Social Media verlinken Mitbewerber? Welche internen Verlinkungen gibt es?

  • Gibt es so etwas wie einen konsistenten Look (Logo, Layout, Farben etc.)?

Keinesfalls jedoch geht es ums bloße Nachahmen. Lassen Sie sich von den Tops Ihrer Mitbewerber inspirieren und vermeiden Sie deren Flops. Die SEO Analyse dient lediglich dazu, eigene Strategien aufzubauen und zu optimieren.

Phase 4: Keyword-Recherche

Ein paar einfache Checks helfen Ihnen, Ihre eigenen Keywords zu priorisieren und in Ihre Online-Marketing-Strategie bzw. SEO-Strategie zu integrieren.

  • Welche Keywords verwenden Wettbewerber?

  • Wonach suchen Nutzer, die Suchergebnisse konkurrierender Unternehmen anklicken?

  • Welche Begriffe weisen ein hohes Suchvolumen auf?

  • Sind Landingpages vorhanden und mit welchen Keywords sind diese bestückt?

  • Welche Keywords davon sind für Sie relevant?

Im besten Fall können Sie relevante Suchbegriffe aufgreifen und nach der Keyword-Recherche für sich weiterentwickeln, um es im Ranking vor die Wettbewerber zu schaffen.

Für die Keyword-Planung und -Analyse gibt es gute Werkzeuge. Google selbst hat als Bestandteil von Google Ads den Keyword-Planer im Portfolio. Das Online-Werkzeug Keyword Tool generiert via Google-Autovervollständigung (Google Suggest) mögliche Suchanfragen. Richtig praktisch bei der Ideenfindung ist außerdem die in der Google-Suche am Ende der Ergebnisliste angezeigte Rubrik „Verwandte Suchanfragen“.

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Phase 5: On-Page-SEO

Sie wissen nun über die Optimierungspotenziale Ihrer Website Bescheid, kennen die Konkurrenz und haben Ziele Ihrer SEO-Strategie bestimmt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um geeignete SEO-Maßnahmen festzulegen. Die Roadmap sollte dabei aus vier Bausteinen bestehen:

  • 1. Technische Optimierung (On-Page-SEO)

  • 2. Qualifizierung der Inhalte (Off-Page-SEO)

  • 3. Content is King (guter, zielgerichteter Content)

  • 4. Regionale Suchoptimierung (Local SEO)

On-Page-SEO umfasst alle Maßnahmen, die Sie an der Homepage selbst vornehmen. Dazu gehören der technische Aufbau und die Seitenstrukturierung, aber auch die Qualität des Contents. On-Page-Maßnahmen stellen sicher, dass Googles Crawler sämtliche Inhalte korrekt auslesen und indexieren.

  • Seitentitel: Der Seitentitel erscheint in den Suchergebnissen. Formulieren Sie einen aussagekräftigen Titeltext, der Ihre Inhalte treffend beschreibt.

  • Meta-Descriptions: Die Seitenbeschreibung im Meta-Description-Tag verwendet Google für die Anzeige in den Ergebnis-Snippets, falls auf der Webseite selbst kein passender Text gefunden wird. Formulieren Sie für jede einzelne Seite einen eigenen Description-Text.

  • Überschriften: Gliedern Sie Texte mit Überschriften-Tags (H1, H2, etc.). Vermeiden Sie übermäßig viele und übermäßig lange Überschriften.

  • Navigation: Textlinks helfen Suchmaschinen, die Websitestruktur korrekt abzubilden. Unterstützen Sie Google mit einer flachen Navigation. Vermeiden Sie komplexe Verweisstrukturen, die das Ziel erst nach unzähligen Klicks erreichen.

  • Nofollow: Mit dem Attribut „rel=nofollow“ verhindern Sie, dass sich die Qualität verlinkter Inhalte auf Ihr eigenes Ranking auswirken. Nutzen Sie diese Möglichkeit etwa für bezahlte Links, Anmeldeseiten oder Nutzerinhalte, die Sie selbst nicht zu verantworten haben.

  • Sitemaps: Sitemaps im XML-Format stellen sicher, dass Google auch wirklich alle wichtigen Seiten erkennt. Insbesondere bei umfangreichen Websites mit vielen dynamischen Inhalten ist die Erstellung einer Sitemap sinnvoll.

  • Seiten-URLs: Entwickeln Sie Seiten-URLs aus Wörtern, die für den Inhalt relevant sind. In Shops eignen sich dafür Produktbezeichnungen, auf Newsseiten die Artikelüberschriften.

  • Bilder: Binden Sie Abbildungen mit Google-Relevanz über das img-Tag oder das Picture-Element bei HTML-5-Seiten ein. Bestücken Sie alle Bilder mit einem Alt-Attribut.

  • Strukturierte Daten: Versorgen Sie Google mittels Markups mit Zusatzinfos. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Produkte, Preise, Bewertungen, Termine oder Öffnungszeiten auf der SERP hervorheben.

  • Mobile First: Google verwendet für das Ranking und zum Parsen strukturierter Daten vorzugsweise die mobile Version einer Website. Deshalb sollte Ihre Homepage auf mobilen Geräten optimal darstellbar sein (Responsive Design). Teilen Sie dies in den Metatags mit. Per Vary-Header können Sie Nutzer und Suchmaschinen zur separaten Mobilversion lenken.

Ein recht praktisches Hilfsmittel ist übrigens Googles URL-Prüftool. Damit betrachten Sie Ihre Website durch die Augen eines Googlebots und können Probleme in der Strukturierung leichter aufspüren.

Phase 6: Off-Page-SEO

Mit Off-Page-SEO sind alle Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung gemeint, die das Ranking außerhalb der eigenen Website beeinflussen können. Den größten Teil der Off-Page-SEO macht das Linkbuilding aus – was durchaus kontrovers diskutiert wird.

Man könnte annehmen, dass Websites, auf die häufig verlinkt wird, populärer sind als solche mit weniger Backlinks. Ganz so einfach geht die Rechnung aber nicht auf. Wer etwa Links zu seiner Homepage im großen Stil in Foren oder Blogs verteilt, läuft schnell Gefahr, als Spammer durch ein Down-Ranking abgestraft zu werden.

Trotzdem sind Verlinkungen von außerhalb enorm wichtig. Achten Sie als Seitenbetreiber auf die Herkunft der Links. Stammen diese von renommierten Webseiten, die selbst über ein gutes Google-Ranking verfügen, wird sich das auch positiv auf Ihr Ranking auswirken.

Phase 7: Content is King

Inhalte sind das A und O einer hoch gerankten Website. Investieren Sie in qualitativ gute Texte, die sachlich klar formuliert und verständlich sind. Achten Sie bei Ihrer Content-Strategie auf:

  • Themenrelevanz,

  • Zielgruppe,

  • Richtigkeit/Wahrheitsgehalt,

  • Aktualität,

  • Brand Awareness,

  • Sprachstil.

Vermeiden Sie jedoch Duplicate Content: Tauchen beim Indexieren Ihrer Site-Struktur identische Inhalte mehrfach unter verschiedenen URLs auf, kann sich das negativ auf die Positionierung auswirken. Das gilt nicht für mobile Seitenversionen und auf mehrsprachigen Webseiten für die gleichen Inhalte in unterschiedlichen Sprachen.

Platzieren Sie Keywords sparsam und überlegt in Überschriften und Fließtext. Viel wichtiger als immer wieder einzelne Wörter oder Wortphrasen einzustreuen, sind wertig formulierte Sätze mit einer hohen Themenrelevanz. Nutzer verweilen länger und womöglich auch öfter auf Ihrer Website und die Absprungrate (Bounce Rate) sinkt. Das wird von Google und Bing beim Rating mehr geschätzt als sich ständig wiederholende Keywords.

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Phase 8: Local SEO

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen mit regionaler Verwurzelung ist Local SEO ein wichtiger Strategieaspekt. Nehmen Sie sich die Zeit und befassen Sie sich mit Ihrem Google-Unternehmensprofil. Das macht zwar Mühe, wird aber durch eine bessere Wahrnehmbarkeit in den Suchergebnissen belohnt.

Sie erhöhen die Chancen, potenzielle Kunden möglichst früh in der Customer Journey auf sich aufmerksam zu machen. Im besten Fall erreichen Sie den späteren Lead über die Suchmaschine bereits bei der Produktrecherche oder bei der Suche nach einem Händler in der Nähe.

Phase 9: SEO-Erfolge messen

Nach der SEO-Strategie ist vor der SEO-Strategie. Die Suchmaschinenoptimierung ist ein dynamischer Prozess, der getrieben von Trends und Nutzervorlieben einem ständigen Wandel unterliegt. Erfolge des SEO-Konzepts lassen sich anhand von KPIs mithilfe von Tools wie Google Analytics, etracker Analytics, Open Web Analytics oder Econda messen.

Fazit: Starten Sie jetzt mit Ihrer SEO-Strategie!

Wie Sie sehen, ist Suchmaschinenoptimierung ein komplexes Vorhaben – und unsere Phasen-Liste erhebt bei Weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zudem erfordern so manche technischen Details und Tricks viel Erfahrung. Und schließlich müssen Sie sich ja auch um Ihr eigentliches Geschäft kümmern. Eine professionelle SEO-Beratung und ein vernünftiges SEO-Audit hilft Ihnen herauszufinden, welche Suchmaschinenoptimierung zu Ihrem Bedarf passt und wie Sie mit Ihrem Unternehmen in den Suchergebnissen einen guten Platz erzielen.

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