Social Media Marketing mit Twitter

Deutschland hinkt auf Twitter etwas nach: Katy Perry, Justin Bieber und Taylor Swift sind die Top 3 mit fast 78 Mio. bis 66 Mio. Followern. Erst gut 800 Plätze weiter unten erscheint dann endlich – Heidi Klum (3,4 Mio.). Es gibt hierzulande also noch viel zu tun, auch für Unternehmen. Bisher twittert nur knapp über die Hälfte deutscher Markenfirmen auf einem oder mehreren Accounts.

Hat es also Sinn, sein Marketing mit 140 Zeichen in die Welt zu zwitschern? Die uneinheitliche Antwort der Wirtschaft auf diese Frage lässt zwei Schlüsse zu: Erstens, es kommt auf das Unternehmen an. Zweitens, man muss es wollen und können.

Je einfacher, desto schwieriger: die Kunst, es kurz zu machen

Der Einstieg ist, wie in den meisten sozialen Netzwerken, kinderleicht. Eine aufgeräumte Support-Seite nimmt den Einsteiger an die Hand. Die relativ schlichten AGB sind schnell gelesen. Und was Twitter selbst dazu meint, wie Unternehmen den Dienst sinnvoll nutzen, wird – auf Englisch – im Business-Bereich praktisch vermittelt.

Die aktivsten Twitterer unter deutschen Unternehmen zeigen, was beim Marketing mit Twitter möglich ist. Mercedes Benz etwa beliefert in dichter Folge die Fans der Marke vor allem mit suchtauslösendem Bildmaterial zur gesamten Fahrzeugpalette – und kriegt zustimmende Retweets weltweit. Wer sich wie die Telekom Deutschland z.B. für den Service-Account 18 Leute leisten will, betreibt eben gleich eine ganze Palette von Twitter-Accounts. Ein Grundmuster ist oft erkennbar: Um mit 140 Zeichen Aufmerksamkeit zu erregen, sind Links zu Fotos, Videos oder Netzadressen fast ein Muss.

Die Tonality darf gerne ganz anders sein

Wer sein Corporate Design sonst in einer speziellen Sprache ausdrückt, sollte sich für Twitter etwas locker machen. Denn schon die üblichen Hashtags (#) und Klammeraffen zerschießen die gewohnte Diktion. Eine gute Aussage in 140 Zeichen ist dann die eigentliche Herausforderung. Eine beliebte Form des Tweets sind daher News-Headlines. Auch dafür ist die Telekom – Beispiel: die Konzernplattform – exemplarisch.

Und was tun kleinere Unternehmen mit dem Microformat unter den Social Media? Neben der Ideensammlung mit den Marketing-Experten einer fähigen Agentur ist Twittern eine gute erste Möglichkeit, selbst mit dem Social Web zu experimentieren, etwa auf den Feldern Informationsservice oder Kundenbindung. Das Fingerspitzengefühl, bei den ersten Followern Sympathie und nicht Überdruss zu wecken, ist dabei natürlich – wie bei jedem Kundenkontakt – professionelle Voraussetzung.

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