qr-code

Vor den schwarz-weiß gemusterten Quadraten scheint nichts mehr sicher zu sein. Sie finden sich auf Plakaten und Produkten, Visitenkarten und Vorort-Haltestellen, in Illustrierten und auf Internet-Seiten. Sie machen offenbar neugierig, denn oft zücken Leute ihre Handys und halten Sie drauf, um … ja, was eigentlich?

Falls Sie diese QR-Codes schon kennen und selbst nutzen, wissen Sie, was dann passiert. Nämlich „QR“ – was landläufig für „Quick Read“ steht, offiziell aber „Quick Response“ heißt. Beides läuft auf dasselbe hinaus: Auch umfangreiche Inhalte werden damit in Sekundenschnelle gelesen und dargestellt. Aber kennen Sie auch die aufschlussreichen Details „unter der Motorhaube“ – z. B., dass es auch riskante QR-Codes gibt? Dass jeder selbst QR-Codes herstellen und nutzen kann, sogar mit Gratis-Apps? Und wofür clevere Unternehmen die Codes einsetzen – nämlich für eine breite Palette von Marketing-Zwecken?

QR-Codes einfach erklärt

Die Geburtsstunde der QR-Codes liegt über 25 Jahre zurück, also lange, bevor sie durch Smartphones mit Kamerafunktion ihren Siegeszug in der Bevölkerung antraten. Sie markierten seit 1994 Autoteile in der Logistik des Toyota-Konzerns – ähnlich den von Supermarktkassen bekannten Strichcodes, bloß mit mehr Power: Bei maximaler Ausnutzung lassen sich knapp 3 MByte Daten auf dem Quadrat unterbringen. In Buchstaben wären das etwa zwei Drittel dieses Blog-Beitrags. Der sogenannte EAN-Code z. B. – eine Form der Strichcodes – nimmt dagegen nur 13 Ziffern auf.

Wofür werden QR-Codes genutzt?

Lange Internet-Adressen sind eines der häufigsten Einsatzfelder für den QR-Code, besonders dort, wo die URLs nicht einfach angeklickt oder abgeschrieben werden können. Das ist z. B. bei den aktuellen Abfahrtsplänen einer Stadtbahnhaltestelle der Fall. Erklärungstexte oder -audiofiles und Bilder lassen sich ebenfalls direkt abrufen. Zunehmend sind QR-Codes auch eines der Elemente in mehrstufigen Sicherheitsprotokollen wie der Zwei-Faktor-Authentisierung beim Onlinebanking.

Ein großer Vorteil von QR-Codes ist ihre Flexibilität; sie lassen sich drucken, eingravieren, auf Leinwände projizieren und von Bildschirmen ablesen. Zum anderen besticht ihre Fehlertoleranz: Sie bleiben je nach Codierung auch dann noch tadellos lesbar, wenn bis zu 30 % des Codes beschädigt oder verschmutzt sind.

Ein Problem stellt jedoch möglicher Datenmissbrauch dar. QR-Codes können Schadsoftware einschleusen. Es empfiehlt sich also, nur QR-Codes von vertrauenswürdigen Quellen zu scannen – wobei Betrüger allerdings auch schon QR-Codes überklebt haben. Eine Sicherheitsmaßnahme ist, Programme zu benutzen, die vor der Weiterleitung zu einer Seite diese Seite anzeigt bzw. anfragt, wie mit dem Inhalt verfahren werden soll.

So nutzen Sie QR-Codes für Ihr Unternehmen

QR-Codes sind ein effizientes Online-Marketing-Werkzeug vor allem für mobile Zielgruppen. Überall dort, wo Menschen mehr oder weniger im Vorübergehen neugierig werden könnten oder wo Ihr Unternehmen selbst wenig Raum hat, um interessante Informationen auszubreiten, ist der QR-Code ein idealer Platzhalter. Wichtig ist nur eine attraktive Bezeichnung, die Nutzern mit wenigen Worten ein großartiges Versprechen macht, das der QR-Code dann einlöst: „So spart dieses Produkt Geld/Arbeit/Energie…“ oder „Alle Tiefpreisangebote von heute“ oder „Ihr Gutschein für …“ usw.

Einige einfache und sofort umsetzbare Medien bzw. Orte für Ihre QR-Codes:

  • auf dem Produkt-Preisschild am Regal,

  • im Prospekt oder Flyer für Details Ihres Angebots,

  • als Sticker am Schaufenster und überall sonst,

  • in der Zeitungsanzeige,

  • auf der Visitenkarte für die Speicherung von Kontaktdaten etc.,

  • mit dem Routenplaner für die Anfahrt zu Ihnen mit verschiedenen Verkehrsmitteln und

  • in allen Situationen, in denen Sie von Nutzern Bewertungen einsammeln möchten.

Google My Business Bewertungskärtchen am Beispiel von Heise RegioConcept

QR-Code auf Google My Business Bewertungskärtchen am Beispiel von Heise RegioConcept

Eine werblich interessante Variante sind sogenannte Design-QR-Codes, bei denen z. B. ein Firmenlogo in den QR-Code eingefügt wird. Die dazu erforderliche Funktionalität haben die im Folgenden erklärten QR-Code-Generatoren teilweise bereits.

QR-Codes erstellen mit dem QR-Code-Generator

Die technische Seite der Codierung übernehmen recht einfach zu bedienende Code-Generatoren im Internet. Sie funktionieren im Wesentlichen so, dass Sie z. B. eine URL eingeben oder einen Text bzw. ein Bild hochladen, eventuell die Fehlertoleranz festlegen und dann die Grafik anfordern, die Sie schließlich wie jede andere Bilddatei verwenden können. (Wikipedia erklärt Ihnen bei Interesse die Technik des Selbst-Generierens von Code.)

Die Features der QR-Code-Generatoren sind recht unterschiedlich. Neben der bereits erwähnten Option, eigene Designs hinzuzufügen, geht es unter anderem darum, die erzeugten Zugriffe zu tracken, also zu erfahren, woher bestimmte Zugriffe gekommen sind. Chip hat einen aktuellen Überblick (mit Bewertungen und Download-Möglichkeit) zu verschiedenen Code-Generatoren veröffentlicht. Dort nicht enthalten ist z. B. der sehr weit verbreitete qrcode-monkey.

Fazit: Kein Selbstzweck, aber ein nützliches zusätzliches Tool

QR-Codes können sowohl Nutzern leicht nachvollziehbare Vorteile bringen als auch Ihnen, wenn Sie die praktischen Quadrate im Online-Marketing einsetzen: von Zeit-, Kosten- und Platzersparnis bis hin zur Vermittlung von Informationen, die sonst unter den gegebenen Umständen gar nicht oder jedenfalls nicht so einfach möglich gewesen wären. Auch hier kommt es aber darauf an, dass der Zusatznutzen deutlich ist. Ihre Kunden oder Interessenten müssen erheblich mehr und bessere/vorteilhaftere/exklusivere/… Informationen über den QR-Code bekommen als sie anderswo mit gleichem Aufwand erhalten hätten. Dann aber sammeln Sie positive Punkte mit Ihren QR-Codes.

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