Covid-19 Symbolbild geschlossenes Ladengeschäft

Die Furcht vor COVID-19, der Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus, hat das Alltags- und Arbeitsleben derzeit voll im Griff. Geschäfte, Restaurants, Cafés, Schulen, Kindertagesstätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Rund 470.000 Betriebe schicken ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit. In ihrer Not werden viele Unternehmer kreativ, um irgendwie die Corona-Krise meistern zu können. Wie können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Online-Marketing in Zeiten von COVID-19 nutzen? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was mache ich mit meinen Social-Media-Kampagnen?

Nie war es leichter, mit Social Media die eigene Zielgruppe zu erreichen. Viele Menschen haben mehr Zeit, sich den einzelnen sozialen Kanälen zu widmen. Gleichzeitig informieren sie sich über Neuigkeiten. Weil viele Unternehmen Ihre Kampagnen gestoppt haben, haben andere die Chance, im Feed sichtbarer zu werden. Viele Unternehmen nutzen dies bereits, um für auf ihre Situation aufmerksam zu machen. An den zahlreichen Umfragen und Challenges können Sie sehen, dass die Nutzer derzeit sehr interaktionsfreudig sind.

Sollte ich ein Social-Media-Profil für mein Unternehmen anlegen, wenn ich noch keines habe?

Es empfiehlt sich, spätestens jetzt auf den sozialen Kanälen aktiv zu werden. Ihr Auftritt muss authentisch, nicht perfekt sein. Überlegen Sie, wer Ihre Zielgruppe ist und entscheiden Sie sich dann für das passende soziale Netzwerk. TikTok, Houseparty oder Caffeine richten sich an Jugendliche. Auf Instagram tummeln sich hauptsächlich die unter 30-Jährigen. Facebook eignet sich gut für lokale Werbung.

Brauche ich in Zeiten von COVID-19 noch Suchmaschinenoptimierung?

Die Corona-Pandemie hat die Online-Suche verändert. Online-Versand, -Anleitungen oder -Services sind gefragt wie nie. Wessen Website gut für die Suchmaschinen optimiert ist, der kann Kunden gewinnen. SEO-Maßnahmen wirken oft erst mittel- und langfristig. Stellen Sie sich am besten schon heute für die Zeit nach COVID-19 gut auf. Vielleicht können Sie Ihr für SEA geplantes Budget ggf. für SEO ausgeben?

Was mache ich mit meiner Suchmaschinenwerbung?

Für manche Branchen ist es sinnvoll, dass sie Kampagnen bei Google und Bing pausieren oder überarbeiten. Für Reiseanbieter oder Eventveranstalter wären SEA-Kampagnen jetzt rausgeworfenes Geld. Aber es gibt eine Zeit nach Corona. Dann wäre es gut, wenn Sie gleich wieder starten könnten. Vielleicht gehören Sie aber zu denjenigen, für die sich jetzt erst recht Werbung bei den Suchmaschinen lohnt? Das könnte beispielsweise der Fall sein, wenn Sie Artikel anbieten, die das Zuhause verschönern. Oder haben Sie Alternativprodukte im Angebot? Zum Beispiel fertigen die Texthersteller Trigema und die Müller Maßhemdenmanufaktur derzeit Mund-Nasen-Masken an.

Lohnt sich für mich ein eigener Online-Shop, wenn ich noch keinen habe?

Wenn das Ladengeschäft geschlossen ist, bietet sich ein eigener Online-Shop an. Viele Inhaber bieten nicht nur ihre Produkte, sondern auch Gutscheine im Webshop an. Viele Menschen freuen sich, wenn sie die Geschäfte vor Ort unterstützen können. Ein schönes Beispiel ist der Online-Shop von Sylvias Blütenzauber. Dieser Webshop war bereits nach zwei Tagen online. Bedenken Sie aber, dass Sie in der Lage sein müssen, die Bestellungen auch abwickeln zu können. Steht die Lieferkette? Ist die Auslieferung geregelt? Kommunizieren Sie offen und ehrlich, wenn es doch mal länger dauert. Die Toleranz der Kunden ist momentan hoch.

Wie kann ich meine eigene Website anpassen?

Als Restaurant sollten Sie mindestens einen Zettel an die Tür hängen, dass Sie Ihre Speisen jetzt auch zum Abholen anbieten oder nach Hause liefern. Besser ist es, Sie haben diese Information auch auf Ihrer Homepage veröffentlicht. Dann haben Sie die Chance, auch Kundschaft im Nachbarort zu gewinnen. Ein gutes Beispiel ist das australische Restaurant Outbax Spirit, welches eigens eine „Fu** you Corona“-Speisekarte anbietet.

Sollte ich mein Unternehmensprofil bei Google My Business aktualisieren?

Definitiv. Sie haben die Möglichkeit in Ihrem Unternehmensprofil bei Google My Business anzugeben, ob COVID-19 Ihr Geschäft beeinträchtigt. Informieren Sie Ihre Kunden über geänderte Öffnungszeiten oder kennzeichnen Sie Ihr Geschäft als „vorübergehend geschlossen“. Wenn Sie einen Lieferservice oder Speisen zum Mitnehmen anbieten, können Sie dies ebenfalls angeben. Mit Beiträgen können Sie über Ihre aktuelle Situation informieren oder sogar Produkte verkaufen. Aber wundern Sie sich nicht, wenn die Aktualisierungen nicht gleich sichtbar sind: Google behält sich vor, Änderungen vor der Veröffentlichung zu überprüfen.

Fazit: Online-Marketing ist in Zeiten von COVID-19 wichtiger denn je

Das Kontaktverbot wegen COVID-19 wird noch mindestens bis zum 19. April bestehen. Prüfen Sie lieber heute als morgen Ihre Online-Marketing-Maßnahmen. Denn nie war es für KMU wichtiger, online gut aufgestellt zu sein.

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