Bildernetzwerke: Was bieten Instagram, Pinterest & Co. für Unternehmen?

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Bildernetzwerke

Pinterest wird ein Nischenprodukt bleiben“, gab sich die Süddeutsche Zeitung 2012 noch skeptisch. Kommt auf die Definition an: Weltweit bringt es das Bildernetzwerk mittlerweile auf 200 Millionen monatlich aktive Nutzer. Gegenüber Facebook ist das wohl noch Nische, für Online-Händler aber eine große potenzielle Zielgruppe. Ähnliche Netzwerke sind ebenfalls gekommen, um zu bleiben: Instagram verzeichnete im September 2017 erstmals 800 Millionen Nutzer, von denen 500 Millionen täglich aktiv sind. In Deutschland waren es im August 2017 rund 15 Millionen. Auch weitere Wettbewerber wie Flickr oder Imgur erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit.

Mit dem Schwerpunkt auf Fotos und Bildern haben sich die Plattformen den Ruf erarbeitet, besonders nah am Leben der Nutzer zu sein. Instagram beispielsweise wurde in der Social Media-Studie Wave9 als Happy Place beschrieben, bei dem Spaß und Positives für viele der Mitglieder im Vordergrund steht. Das hört sich nach einem schönen Werbeumfeld für Unternehmen an. Die Netzwerke haben sich darauf eingestellt und bieten entsprechende Hilfestellungen.

Instagram ist Platzhirsch

Zum Beispiel Instagram. Die zu Facebook gehörende Foto-Plattform drückt sich im Werben um Unternehmen ein wenig gedrechselt aus: Sie sei „ein Ort, an dem Unternehmen, die sich visuell ausdrücken, Menschen auf der ganzen Welt zu sichtbaren Handlungen anregen“ können. Die harten Fakten von Instagram Business dagegen können überzeugen: 25 Millionen Unternehmen hätten bereits Profile erstellt, zwei Millionen Werbetreibende nutzen es. Darüber hinaus stamme ein Drittel der am häufigsten angezeigten Storys von Unternehmen. Ein Unternehmenskonto hat gegenüber einem privaten einige Vorteile. So können beispielsweise zusätzliche Informationen wie Geschäftszeiten oder Standorte ergänzt werden. Auch die Kontaktaufnahme von potenziellen Kunden wird erleichtert. Kostenlose Online-Kurse helfen zudem bei den ersten Schritten. „Gerade für kleinere Unternehmen lässt sich leicht Bekanntheit und Aufmerksamkeit für die Marke erreichen, wenn Inhalte entsprechend aufbereitet werden“, urteilt gruenderkueche.de.

Pinterest für Unternehmen

Ein starker Konkurrent ist Pinterest für Unternehmen. Es gibt Ähnlichkeiten zu Instagram: Hier wie dort ist das Unternehmenskonto kostenlos, ein privater Account kann auch noch nachträglich in einen geschäftlichen umgewandelt werden. Bei beiden profitieren Unternehmen von zusätzlichen Kennzahlen und Statistiken. Um Anzeigen auf Pinterest zu erstellen, ist ein Unternehmenskonto zwingend erforderlich. Bei der Bewerbung des eigenen Angebots setzt Pinterest allerdings etwas andere Schwerpunkte. So wird zum Beispiel herausgestellt, dass die mobile Nutzung bei 80 Prozent liegt, und mehr als die Hälfte der Nutzer außerhalb der USA lebt. Einige Success Storys, etwa von DaWanda und Maggi, bieten praktische Einblicke in mögliche Umsetzungen.

Da die beiden Netzwerke zu den bekanntesten zählen, stehen ihre Qualitäten für Online-Händler besonders im Fokus von Vergleichen – etwa bei shopanbieter.de, hsb-akademie.de oder Cyberday.

Die Spezialisten: Flickr und Imgur

Die „unique audience“ von Flickr in Deutschland belief sich nach Angaben des Statistikportals Statista 2016 auf lediglich 403.000. Trotzdem kann es sich für Online-Händler lohnen, auch auf dieses Pferd zu setzen. Zwar ist die Zielgruppe kleiner, aber die Chance, nicht in der Überzahl an bunten Bildern unterzugehen, ist umso größer. Als alleiniger Marketingkanal ist Flickr wenig sinnvoll, doch nicht zu unterschätzen. So wird den Fotos dieser Community bei der Google-Suche besondere Aufmerksamkeit geschenkt, berichtet gruenderkueche.de. Bildmaterial lasse sich hier also deutlich einfacher viral verbreiten. Flickr selbst hat zumindest einige Tipps zum optimalen Vorgehen für Unternehmen und Organisationen auf der Plattform veröffentlicht.

Imgur überschritt 2017 die Marke von weltweit 250 Millionen Nutzern. Der Dienst hat durchaus seine Stärken für Unternehmen, wie doz.com erklärt. Das überschaubar gehaltene Layout scheint vor allem junge Männer anzusprechen, die das Netzwerk besonders aktiv nutzen. Allerdings musste Imgur jüngst einen großen Reputationsschaden wegstecken: Hacker erbeuteten bereits 2013 oder 2014 fast zwei Millionen Login-Daten. Bekannt wurde das aber erst Ende 2017.

Fazit: Nutzen Sie Bildernetzwerke fürs Kürprogramm – und nicht als Pflichtübung!

Bildernetzwerke sind durchaus geeignet, die eigene Online-Marketingstrategie abzurunden und/oder neue Zielgruppen zu gewinnen. Zwei Dinge sollten jedoch auf keinen Fall unterschätzt werden. Zum einen braucht es einen längerfristig angelegten Plan, welche Inhalte über diese Plattformen gepusht werden sollen. Sporadisch einen Schnappschuss einzustellen, ist kontraproduktiv. Die Strategie muss gut sein, sonst ergeht es einem im schlimmsten Fall wie Coral. Die Instagram-Kampagne des Waschmittels kam, diplomatisch ausgedrückt, nicht sehr gut an. Entsprechende Häme verbreitet sich im Netz dann mindestens ebenso schnell wie die eigentliche Botschaft, die transportiert werden sollte. Zum anderen muss natürlich die Basis stimmen: Fotos und Bilder. Sie sollten zum Medium passen, authentisch und gut produziert sein. Heutzutage reißt das kein Loch mehr in die Kasse, und die Investition zahlt sich aus.

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About the Author:

David Schahinian
David Schahinian arbeitet als Journalist für Tageszeitungen, Fachverlage, Verbände und Unternehmen. Nach Banklehre und Studium der Germanistik und Anglistik war er zunächst in der Software-Branche und der Medienanalyse tätig. Seit 2010 ist er Freiberufler und schätzt daran besonders, Themen unvoreingenommen und en détail ergründen zu können.

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