Inforgrafiken

Wer mehr Aufmerksamkeit für seine Inhalte im Netz sucht, kommt an Infografiken und anderen visuellen Darstellungsmitteln nicht vorbei. Wenn Sie eine Infografik erstellen, können Sie Inhalte übersichtlich und einprägsam aufbereiten. Sie erleichtern Ihren Lesern den Zugang in entweder recht abstrakte oder allgemein eher unbekannte Themenfelder. Im Online-Marketing und gerade auch in der Kommunikation in den sozialen Medien spielen Infografiken mittlerweile eine große Rolle, weil sie sich schnell und unkompliziert verbreiten lassen.

Was ist eine Infografik?

Eine Infografik ist die Visualisierung von Information und Daten. Sie können Texte, Bilder, Diagramme und sogar Videos miteinander kombinieren, um Inhalte zu veranschaulichen.

Wie erstellt man Infografiken?

Jedoch hat nicht jeder das Fachwissen, die Zeit oder die Ressourcen, um sich mit einer Bild-CD und einem professionellen Grafikprogramm hinzusetzen und eigene Werbemittel oder Grafiken und Tortendiagramme für den schnellen Hausgebrauch zu produzieren. Dafür bietet das Internet mittlerweile zahlreiche Grafik-Tools, die einzelnen Gewerbetreibenden oder den Verantwortlichen in kleinen Unternehmen ansprechende Ergebnisse ermöglichen. Nutzer finden hier in der Regel fertige Vorlagen, kostenlose Bilder und grafische Gestaltungselemente, die man für eine Instagram Story genauso braucht wie für einen Blogpost oder eine Online-Präsentation.

Meist ist eine Basis- oder Testversion frei verfügbar, die bereits vorzeigbare Ergebnisse möglich macht. Wer also nur gelegentlich ein Diagramm oder eine Infografik erstellt, ist auf dieser Stufe schon gut aufgehoben. Hinzu kommt, dass viele dieser Tools ähnlich funktionieren wie professionelle Gestaltungssoftware. Oft erleichtern auch Online-Tutorials die ersten Schritte. Für Einsteiger ist das also auch eine gute Gelegenheit, sich auszuprobieren. Wenn Sie jedoch größere Projekte stemmen wollen, kommen Sie in der Regel nicht an einem Abo oder Premium-Paket vorbei. In unserer Liste erfahren Sie, welche Angebote sich für Ihr Vorhaben am besten eignen.

10 Tools, mit denen Sie schnell eine Infografik erstellen können

Adioma

Mit Adioma können Sie Infografiken gestalten, die aus Piktogrammen und dezenten Farben bestehen. Die Macher des Tools haben auf knallige Farben, bunte Hintergründe und Buttons verzichtet, die grafische Darstellungen schnell überfrachten und unübersichtlich wirken lassen. Beim Einarbeiten helfen YouTube-Tutorials und Gestaltungsbeispiele auf der Website. Adioma formt Texteingaben und einzelne grafische Elemente in visuelle Darstellungen um. Auf der Website finden Sie Vorlagen für Timelines, Baumdiagramme und optische Gliederungen. Außerdem können Sie in einer Datenbank nach Icons suchen, die zu Ihrem Thema passen. Adioma erzeugt Grafiken als PDF, PPT-Datei oder als SVG-Vektorgrafik, die Sie für den weiteren Gebrauch herunterladen können. Allerdings ist nur die erste Woche nach der Anmeldung kostenfrei. Danach kostet der preiswerteste Account 39 US-Dollar im Monat.

Infografiken Beispiel Adioma

Beispiel Adioma, Quelle: https://adioma.com/

Google Databoard

Das Google Databoard ist eine der vielen kostenlosen Dienste, die Google seinen Nutzern anbietet. Dieser Webdienst ist eine Art Baukasten für einfache Infografiken, die per E-Mail oder in sozialen Netzwerken geteilt werden können. Dabei liefert der Webdienst die benötigten Statistiken gleich mit. Eigene Datensätze können Sie nicht importieren. Google Databoard nutzt vorwiegend wissenschaftliche Studien aus dem englischen Sprachraum als Grundlage. Das Databoard ist also primär ein kostenloses Tool zum Data-Mining. Anwender aus Deutschland müssen den Dienst auf Deutschland lokalisieren, bevor sie mit ihm arbeiten. Dafür lässt er sich ohne Anmeldung nutzen.

Tableau Public

Mit dieser Software aus dem Hause Windows können Sie aus komplexen Daten Schaubilder oder Tabellen erzeugen. Diese wiederum lassen sich anschließend zu Infografiken zusammenführen. Leider eignet sich die Software nicht für Nutzer, die relativ schnell und ohne große Vorkenntnisse eine Grafik gestalten wollen. Für jemanden, der oft mit Daten umgeht, ist Tableau Public jedoch gut geeignet. Mittlerweile ist auch eine Mac-Version verfügbar. Hinzu kommen eine App und neuerdings auch automatische Layouts für mobile Endgeräte. Die Testversion ist frei, für erweiterte Funktionen wie Teamzugänge, Analytics und ständigen Zugang zu Updates ist jedoch ein monatliches Abo erforderlich.

Infografiken Beispiel Tableau Public

Beispiel Tableau Public, Quelle: https://public.tableau.com/en-us/s/

Piktochart

Nutzer von Piktochart können nicht nur Infografiken aufbauen, sondern auch Präsentationen und druckfähige Dokumente. Mit dem kostenfreien Nutzerkonto können Sie eigene Fotos hochladen oder Tabellendaten importieren. Die eigenen Grafiken lassen sich als JPG- oder PNG-Datei herunterladen oder über die sozialen Medien teilen. Sie können sie auch in das Planungs-Tool Evernote exportieren. Zusätzliche Funktionen stehen Nutzern zur Verfügung, die eines der Abo-Pakete abschließen. Dann haben Sie die Möglichkeit, Ihre Grafiken auch in druckfähiger Auflösung im eigenen System zu sichern. Auch die Upload-Möglichkeiten für Fotos sind größer.

Infografiken Beispiel Piktochart

Beispiel Piktochart, Quelle: https://piktochart.com/

Infogram

Gerade auch für ungeübte Nutzer eignet sich dieses Tool. Über die Infogram-Benutzeroberfläche können Sie online Ihre Grafiken entweder selbst aufbauen oder sich aus zahlreichen Vorlagen oder Templates das Passende heraussuchen. Die Bedienung der Benutzeroberfläche funktioniert intuitiv und ist leicht erlernbar. Man kann zudem fertige Tabellen in den gängigen Formaten wie XLS, CSV oder XLSX importieren. Über die Seitenleiste im Editor lassen sich gestalterische Elemente wie Diagramme, Landkarten, Bilder, Text oder Videos einfügen. Wer die freie Basisversion nutzen möchte, kann sich auch über seinen Google- oder Facebook-Account anmelden. Allerdings können Sie in der Basisversion die fertigen Grafiken nicht herunterladen, sondern Sie müssen sie durch Einbetten etwa auf der eigenen Website teilen. Exportieren geht erst, wenn Sie sich für eines der kostenpflichtigen Angebote entscheiden. Dann stellt Ihnen Infogram auch mehr Icons, ein höheres Datenvolumen oder Tabellenvergleiche bereit. In den Bezahlversionen können Sie zudem einen Teamzugang einrichten.

Infografiken Beispiel Infogram

Beispiel Infogram, Quelle: https://infogram.com/

Venngage

Mit Venngage erzeugen Nutzer ihre Infografiken im Browser. In der freien Basisversion können Sie sie lediglich auf der Venngage-Seite hinterlegen und dann dorthin verlinken, wo Sie sie zeigen wollen. Datensätze, die als Grundlage für Infografiken dienen, werden über Google Drive per Drag & Drop importiert. Die Vorlagen decken ein breites Spektrum ab. Damit lassen sich nicht nur Social-Media-Posts bestücken, sondern auch Broschüren, Poster oder andere Werbemittel entwerfen. Allerdings brauchen Sie einen Premium-Zugang, um die fertigen Grafiken auch herunterladen zu können. Sie erhalten dann hochauflösende PDFs, PNGs oder Vektorgrafiken. Erst dann können Sie zudem den Kundensupport nutzen. Als Zusatzfunktion steht eine Tracking-Verbindung zu sozialen Medienplattformen wie Facebook oder Twitter zur Verfügung.

Infografiken Beispiel Venngage

Beispiel Venngage, Quelle: https://venngage.com/

Visme

Auch Visme ist in der Basisversion kostenlos. Hier können Sie aus Excel-Tabellen oder Google-Sheets Infografiken erzeugen und dann als handliche JPGs exportieren. Das Grafik-Tool lehnt sich an professionelle Grafikprogramme an, indem es die verschiedenen Gestaltungselemente wie Text, Bild oder Symbol in Ebenen anordnet. Ein Klick zeigt dem Anwender, auf welcher Ebene das jeweilige Bauelement liegt. Die einzelnen Ebenen lassen sich zusammenführen, durchlässig machen oder in den Hintergrund schieben. Nutzer finden ein breites Spektrum fertiger Designvorlagen. Bereits in der Basisversion können Sie sich die Grafiken als JPGs oder PNG-Dateien herunterladen. Ohne Einschränkungen nutzen lassen sich die vielfältigen Vorlagen allerdings nur, wenn Sie sich für eine Bezahlvariante entscheiden. Einer der wenigen Mankos ist leider die Vorschaufunktion, die die Proportionen nicht völlig korrekt abbildet.

Infografiken Beispiel Visme

Beispiel Visme, Quelle: https://www.visme.co/

Easelly

Auch dieses Tool ist in einer freien Basisversion und im kostenpflichtigen Modus verfügbar. Wer die Basisversion nutzt, kann hiermit bereits eine Vielzahl aussagekräftiger Infografiken kreieren. Der Nutzer findet ein breites Spektrum an Vorlagen und Icons, die er in seine Grafik einbauen kann. Die einzelnen Elemente lassen sich per Drag & Drop auswählen und positionieren. Auch Hintergründe können Sie so auswählen. Über einen Share-Button können Sie die fertigen Grafiken dann auf Webseiten einbetten, als Link per E-Mail verschicken oder über soziale Medien teilen. Allerdings lassen sich keine Daten aus Tabellenprogrammen importieren. In der Basisversion müssen Anwender die Daten manuell übertragen, was ein bisschen mühsam sein kann. Das kreative Spektrum können Sie erweitern, indem Sie ein Pro-Abo abschließen und so Zugriff auf mehr Icons und andere Gestaltungselemente erhalten. Hier können Sie nun auch eigene Schriftarten und Grafiken nutzen und die so gestalteten Grafiken als hochauflösende PDFs herunterladen.

Infografiken Beispiel Easel

Beispiel Easelly, Quelle: https://www.easel.ly/

Snappa

Etwas für Eilige ist dieses Online-Tool. Es eignet sich beispielsweise für Social-Media-Manager, denn hier finden sich zahlreiche Templates zum Einbinden bei Twitter, in Instagram Stories oder in Posts bei Pinterest. Nutzer können ihre eigenen Werbebanner, Banner für einen Twitch- oder YouTube-Kanal kreieren. Sie können aber auch Cover für Ihre E-Books gestalten oder Ihre Newsletter mit Grafiken aufpeppen. Snappa liefert über 5000 Vorlagen für die verschiedensten Zwecke. Außerdem erhalten Sie Zugriff auf die Snappa-Bilddatenbank mit hochauflösenden Bildern. Die kostenlose Basisversion erlaubt bis zu drei Downloads pro Monat; für höhere Ansprüche muss man dann eines der verschiedenen Premium-Pakete buchen.

Templates Beispiel Snappa

Beispiel Snappa, Quelle:https://snappa.com/

Biteable

Bei Biteable geht es nicht um Grafiken, sondern um kurze und informative Videoclips. Die gestaltet man aus fertigen Templates und kann sie farblich an die eigenen Hausfarben anpassen. Die Clips können Sie dann über Facebook teilen, über Ihre Website oder über YouTube verbreiten. In der freien Einstiegsversion können Sie bis zu 10 Video-Projekte anlegen und über die sozialen Medien verbreiten. Und Sie finden auch zahlreiche Möglichkeiten, schnell und unproblematisch, einfache Videobearbeitung zu lernen. Eine unbegrenzte Zahl von Videos lässt sich jedoch erst mit einer der Bezahloptionen anlegen. Im Starter-Paket können Sie dann immerhin schon eines pro Monat herunterladen, aber erst der Unlimited-Zugang erlaubt beliebig viele Projekte und beliebig viele Downloads.

Video Tamplates Beispiel Biteable

Beispiel Biteable, Quelle: https://biteable.com/

Fazit: Nutzen Sie Infografiken!

Probieren Sie in der Basis- oder Testversion aus, mit welchem Tool Sie am besten Ihre Infografik erstellen können. Natürlich kostet dies etwas Zeit, aber die Mühe lohnt sich – sinnvolle Infografiken werten jeden Inhalt auf.

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