Whats App Alternativen

Trotz häufiger Kritik ist WhatsApp die meistgenutzte und beliebteste Instant-Messaging-App auf dem Markt. Die Nachrichtendienst wurde 2009 gegründet und ist seit 2014 Teil der Facebook Inc. Es ermöglicht den Nutzern sich anhand von Textnachrichten, Bild- und Videodateien, Sprachnotizen auszutauschen sowie Standortinformationen, Dokumente und Kontaktdaten zu versenden. Seit 2015 ist es außerdem möglich, über die App zu telefonieren. Auch eine Desktop Version, also das Verwenden von WhatsApp auf dem PC (WhatsApp Web) ist mittlerweile möglich. Im Februar 2016 teilte das Unternehmen stolz mit, dass eine Milliarde Menschen WhatsApp nutzen. Seit der Übernahme des Messengers durch Facebook und die damit verbundene Datenweitergabe, kamen bei einigen Nutzern Bedenken über den Dienst auf. WhatsApp hatte seinerzeit angekündigt, die Telefonnummern der Nutzer an Facebook weiterzugeben sowie Informationen über die Häufigkeit der Nutzung des Dienstes zu teilen. Durch diese Datenweitergabe sollten die Werbung und die Freunde-Vorschläge auf Facebook verbessert werden. Nutzer konnten dem Ganzen widersprechen, jedoch wurde die Telefonnummer in jedem Fall mit Facebook geteilt. Mittlerweile hat Facebook den Datenaustausch mit WhatsApp, zumindest in Europa, gestoppt. Wer sich nach wie vor unsicher mit der Messenger-App fühlt, hat nur die Möglichkeit, nach einer WhatsApp-Alternative zu schauen.

Threema verspricht hohe Sicherheit der Datenübertragung

Eine Alternative zu WhatsApp ist Threema. Threema kann auf Smartphones und Tablets genutzt werden und kostet derzeit 2,99€ für Android und iOS Geräte, für Windows Phone 1,99€. Ab diesem Jahr soll den Nutzern ebenfalls eine Web-Version zur Verfügung stehen. Threema bietet die gleichen Funktionen wie WhatsApp. Dazu gehören das Senden von Text- und Sprachnachrichten, Videos, Bildern, Standorten und Dateien sowie die Gruppenfunktion. In Puncto Sicherheit verspricht der Schweizer Hersteller, dass bei Threema keine Datenspur entsteht. Die Daten werden unmittelbar nach Zustellung der Nachrichten von seinen Servern gelöscht. Das Angeben der Telefonnummer und Email-Adresse ist hier freiwillig. Hat man die Threema auf seinem Smartphone oder Tablet installiert, wird an jeden Nutzer eine Threema-ID vergeben. Die App lässt sich also anonym verwenden, man muss keine Identität preisgeben. Verknüpft man die App allerdings doch mit der Mobilfunknummer oder der Email-Adresse, werden die Adressbücher abgeglichen und Freunde können somit schneller gefunden werden. Anders als bei WhatsApp kann man hier seine Kontakte ebenfalls über einen QR-Code scannen und hinzufügen und demnach sichergehen, dass es sich bei dem Kommunikationspartner nicht um eine falsche Identität handelt. Dies ist alles kein Muss, denn zum Kommunizieren mit Freunden und Bekannten benötigt man lediglich die Threema-ID.

Signal – die kostenlose alternative zu Threema

Signal ist die Messenger-App, die angeblich auch von Edward Snowden und Hillary Clinton für eine sichere Übertragung der Nachrichten genutzt wird. Allen anderen Apps voraus ist bei Signal selbst die Telefonfunktion verschlüsselt. Obwohl die Entwickler zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Inhalte der Kommunikation haben und auf dem Server keine Daten gespeichert werden, ist es Geheimdiensten möglich, anhand der Telefonnummer zu sehen, wer die App nutzt. Die Telefonnummer ist notwendig, um sich in der App anzumelden. Darüber lassen sich ebenfalls die Kontakte aus dem Adressbuch in die App übertragen. Auch die Gruppenchats sind bei Signal verschlüsselt, der Server hat gleichermaßen keinen Zugriff auf Gruppenmitglieder, Gruppennamen oder Gruppensymbol. Derzeit ist Signal ausschließlich auf Smartphones verfügbar, in naher Zukunft soll auch eine Version für Tablets folgen.

Telegram lässt sich einfach und sicher mit Ihren Geräten synchronisieren

Optisch und auch von den Funktionen ähnelt Telegram WhatsApp. Die App ist ebenfalls kostenlos auf allen Endgeräten, auch am PC, benutzbar. Der Messenger-Dienst, der 2013 gestartet ist, sammelt ebenfalls einen großen Pluspunkt im Bereich der Sicherheit. Telegram nutzt hierbei eine Verschlüsselung auf zwei Ebenen. Daten aus privaten und Gruppenchats werden in einer Cloud gespeichert und werden somit über mehrere Geräte hinweg synchronisiert. Bei dem sogenannten „Secret Chat“ werden die Nachrichten verschlüsselt direkt von Gerät zu Gerät übertragen und auf keinem Server gespeichert. Zudem bietet dieser die Möglichkeiten, dass Nachrichten ähnlich wie bei Snapchat, nach einer vorher festgelegten Zeit ablaufen und komplett gelöscht werden. Der Inhalt kann nicht wieder hergestellt werden. Häufig in der Kritik stand Telegram aber ausgerechnet mit dieser erhöhten Sicherheit durch den „Secret Chat“. Die Verschlüsselung der Nachrichten ist nicht automatisch offengelegt, sondern erst nach manueller Einrichtung aktiviert. Des Weiteren kann man nur mit dem Gerät auf die Nachrichten zugreifen, von dem aus man die Nachricht auch zuerst versendet hat.

Facebook Messenger, Snapchat & Co.

Neben Threema, Signal und Telegram sind auch der Facebook Messenger, Snapchat und Skype Alternativen zu WhatsApp. Wenn man „Facebook Messenger“ hört denkt man sicher direkt darüber nach, weshalb man dies als Alternative zu WhatsApp nutzen sollte, wenn diese doch zusammengehören. Allerdings hat sich der Facebook Messenger in den letzten Jahren als gängiges Kommunikationsmittel etabliert. Das Senden von Bildern und Dateien, sowie Gruppen- und Videochats sind auch hier möglich. Das Adressbuch in der Facebook Messenger App besteht aus den Personen, mit denen man bei Facebook befreundet ist. Man kann jedoch auch von unbekannten Facebook-Nutzern angeschrieben werden, sofern dies nicht manuell abgestellt wurde. Auch Snapchat ist mittlerweile in aller Munde und ist sowohl bei Teenagern, als auch bei Erwachsenen enorm beliebt. Im Unterschied zu WhatsApp legen die Entwickler von Snapchat den Fokus auf das Versenden von Bilder und Videos – diese lassen sich mit Filtern und bestimmten Effekten noch aufpeppen. Nachrichten können über Snapchat ebenfalls versendet werden. Alle Dateien löschen sich wenige Sekunden nach dem Öffnen von selbst. Snapchat verspricht, dass Fotos und Videos nicht wiederhergestellt werden können, außer man nimmt einen Screenshot auf. Darüber wird der Kommunikationspartner jedoch umgehend informiert. Viele kennen Skype nur als klassischen Messenger am PC. Mittlerweile gibt es Skype auch als App für Smartphones und hat sich als WhatsApp-Alternative etabliert. Skype bietet dem Nutzer einen klassischen Textchat sowie eine Anruf- und Videochatfunktion. Auch Dokumente und Fotos können entsprechend versendet werden. Geringe Kosten entstehen erst, wenn man die App außerhalb des WLANs nutzt.

Fazit

Die Auswahl an Alternativen zu WhatsApp ist groß – es gibt noch viele weitere Messenger-Apps, die als Alternative genutzt werden können. Welche am besten zu Ihnen passt und den Anforderungen gerecht wird, müssen Sie jedoch selbst herausfinden. Auch wenn WhatsApp wegen hoher Datenschutzbedenken bei einigen in Verruf geraten ist, ist die App dennoch der meistgenutzte Messenger. Bevor Sie sich für eine WhatsApp-Alternative entscheiden, sollten Sie herumfragen, wer in Ihrem Bekanntenkreis welchen Messenger nutzt. Denn ohne Kommunikationspartner nützt auch der sicherste Nachrichtendienst nicht viel.

Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keinen Blog-Eintrag mehr!

Abonnieren Sie unseren Blog und halten Sie Ihr Online-Marketing-Wissen aktuell!
Newsletter abonnieren

Mehr zum Thema Mobile Marketing

Erfahren Sie mehr Grundlagen und Wissenswertes in diesen Beiträgen.

WhatsApp im Mobile-Marketing
WhatsApp ist der meistgenutzte Messenger-Dienst in Deutschland. Damit könnte sich das Chat-Tool auch für den Kundenservice eignen.
WhatsApp im Mobile-Marketing
WhatsApp für Unternehmen
WhatsApp für Unternehmen – Lohnt sich das? Lesen Sie im Beitrag, ob sich WhatsApp für Ihr Unternehmen lohnen kann.
WhatsApp für Unternehmen

 

WhatsApp Alternativen: Die besten Messenger-Apps für Smartphone und Tablet
4.75 von 4 Bewertungen