YouTube-Werbung: Welche Branchen setzen auf welche Formate?

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YouTube-Werbung Idee

Unternehmen, die auf YouTube Werbung betreiben wollen, brauchen zunächst vor allem eine gute Idee, wie sich Produkt, Leistung oder ihre Marke im Videoformat wirkungsvoll präsentieren lässt. Das ist nicht nur, aber auch von der Branche abhängig. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: Es sind ganz bestimmte Anbieter und Formate, die bei der YouTube-Werbung deutlich dominieren. Daraus folgt keineswegs, dass andere Branchen bzw. Werbeformen chancenlos sind, aber einige Rückschlüsse für das eigene Social-Media-Marketing lassen sich dennoch ableiten.

YouTube-Werbung schalten ist nicht der einzige Weg

Mit YouTube-Videos werben können Unternehmen auf unterschiedliche Weise:

  1. Eigener YouTube-Unternehmenskanal: Hier ist das Unternehmen (fast) uneingeschränkter Herrscher über die Präsentation der Videos. Der Kanal und das Publizieren von Videos sind kostenlos, aber natürlich entsteht Aufwand durch die Videos selbst und die Werbung dafür. Ein Kanal, der nicht beworben wird, ist nichts anderes als ein Bilderfriedhof.
  2. Influencer-Marketing: Hier nutzen Unternehmen die teils massive Popularität anderer YouTuber, die sich bereit erklären, Produkte öffentlich zu verwenden, zu erwähnen oder anderweitig Werbung dafür zu machen. Der Preis dafür richtet sich meist nach der Reichweite der Kanäle. Zu beachten ist, dass auch auf YouTube Schleichwerbung verboten ist.
  3. Bezahlte Werbung auf YouTube schalten: Die Formate sind so vielfältig, dass YouTube eine eigene Hilfeseite zur Übersicht anbietet. Interessant an der Kostenberechnung ist, dass ähnlich wie bei Google Ads das Budget selbst bestimmt (also limitiert) werden kann und dass z. B. keine Kosten anfallen, wenn ein Nutzer ein Werbevideo innerhalb der ersten halben Minute bzw. vor dem Ende abbricht – was ja durchaus häufig geschieht.

Einen Überblick über kostenlose und kostenpflichtige Werbemöglichkeiten auf YouTube gibt unser Bericht von der BLOO:CON 2016, in dem wir auch Inhalte und Formate und deren jeweilige Chancen vergleichen.

Wer an die Wirksamkeit welcher YouTube-Werbung glaubt

Es sind sowohl spezifische Branchen, die YouTube prominent nutzen, als auch besondere Werbeformate, die von diesen Werbekunden gefragt sind. Das hat eine aktuelle Studie von Nielsen gezeigt. Übergreifend interessant daran ist, dass die klassischen Spots, die z. B. als Vorspann zu Kanalvideos eingeschaltet sind, am meisten Popularität genießen. Und die sind auch in mehr als der Hälfte der Fälle länger als 30 Sekunden – was garantiert nicht so wäre, wenn sich das kein Mensch gerne und länger ansehen würde.

Handel Dienstleistung, Medien, Körperpflege und Telekommunikation, das sind die Bereiche, die am meisten Werbeplatz auf YouTube buchen. Unterschiedliche Schwerpunkte gibt es abhängig vom Endgerät: Smartphone-Nutzer bekommen vorwiegend Anzeigen aus Dienstleistungen, Handel, Körperpflege, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik präsentiert, während am Desktop Dienstleistungen, Handel, Medien, Körperpflege und die KFZ-Branche dominieren. Eine ausführliche Branchenliste von 2016 findet sich in einem Beitrag von Internetworld.

Andere Formate als die klassischen Spots sind deutlich weniger beliebt. Dazu zählen Native Ads: Das sind Anzeigen, die – grob erklärt – nicht nach Werbung aussehen, sondern sich ihrem Umfeld anpassen. Nur 7 % der Werbekunden bevorzugen sie. Auch Tutorials werden sehr selten (4 %) als Ads geschaltet.

Fazit: Am Ende zählt Ihre eigene kluge Werbestrategie

Stärker als auf die Signale der verschiedenen Branchen, die auf YouTube setzen, kommt es aber auf das Targeting an, also darauf, die Zielgruppen-Einstellungen bei den Ads möglichst treffsicher auszuwählen und so die Streuverluste zu minimieren. Mindestens ebenso wichtig ist es, Kampagnen nicht mit den immer gleichen Inhalten (oder gar demselben Video) zu fahren, um keinen „Nicht-schon-wieder-Effekt“ bei den Nutzern hervorzurufen. Schließlich gilt es, die gut ausgestatteten Statistiken, die YouTube bietet, neugierig zur Kenntnis und sich dann zu Herzen zu nehmen. Probieren geht auch bei Werbeeinspielungen auf YouTube über Studieren.

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By | 2018-02-21T15:20:27+00:00 22.11.2017|Categories: Social Media|Tags: |0 Kommentare

About the Author:

Michael Praschma
Michael Praschma ist Texter, Lektor und Redakteur. Er beherrscht so unterschiedliche Gattungen wie Werbetext, Direct Marketing, Claims, Webtext, Ghostwriting, Manuals oder PR. Außerdem treibt er sich – schreibend und anderweitig engagiert – in Journalistik, Non-profit-Organisationen und Kulturwesen herum. Seine Kunden kommen aus verschiedensten Branchen. Bei Heise RegioConcept schätzt er die Möglichkeit, mit eigenen Recherchen auf den Punkt zu bringen, was Blogbesucher interessiert.

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