Der Google Customer Match führt zusammen, was zusammengehört

//Der Google Customer Match führt zusammen, was zusammengehört

Customer Match

Man sieht sich, man kennt sich, man trifft sich: Persönliche Kontakte sind nicht selten ausschlaggebend, wenn es um gute Geschäfte geht. Die Verhandlungspartner sind sich bekannt, Vertrauen wurde aufgebaut oder ist mit der Zeit gewachsen. Das gilt prinzipiell auch für die Online-Welt, wenngleich der persönliche Kontakt hier naturgemäß wegfällt. Google hat einen Weg gefunden, die vertrauensvolle Verbindung via AdWords™ trotzdem zu fördern: mit dem Google Customer Match – übersetzt: Kundenabgleich.

Überraschung beim Kundenabgleich: „Den kenne ich – und solche wie ihn auch!“

Das Programm startete 2015 und ist mittlerweile für die Google-Suche, Google Shopping, YouTube sowie Gmail verfügbar. Es funktioniert, kurz gesagt, wie folgt: Unternehmen können die E-Mail-Adressen ihrer Kunden oder Interessenten, die diese vorher etwa bei einer Newsletter-Bestellung angegeben haben, an Google übertragen. Der Konzern gleicht die Daten mit den seinen ab. Sofern der jeweilige Nutzer in seinem Google-Konto angemeldet ist, kann Google Anzeigen an genau jene Personen ausspielen, die bereits zum Kundenstamm des Unternehmens zählen (Remarketing). Bei YouTube und Gmail besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Anzeigen auf ähnliche Zielgruppen (similar audiences) auszurichten. Dabei werden Nutzer ermittelt, die Ähnlichkeiten mit dem eigenen Kundenstamm aufweisen. Sie könnten sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls für die Angebote des Werbers interessieren.

In beiden Fällen ist das Ziel, die Treffsicherheit der Werbemaßnahmen von AdWords™ signifikant zu erhöhen. Zum einen haben Bestandskunden, die erneut angesprochen werden, eine höhere Conversion Rate als andere, berichtet Dennis Doubovski, Gründer von AdWords™ Robot. Ein großer Vorteil liegt in der kampagnen- und geräteübergreifenden Ansprache von bestimmten Interessenten und Kunden. Zum anderen ermöglicht der Google Customer Match die erfolgreichere Ausrichtung von Keyword-Geboten, die dadurch zwar nicht günstiger werden, aber zielgenauer. Eine Case Study von Google mit dem Bekleidungsunternehmen Wolford zeigt, wie das in der Praxis funktionieren kann.

Achtung Datenschutz!

Wie steht es aber mit dem Datenschutz? Eine gute Frage, die in Deutschland eine besondere Rolle spielt. Google selbst versucht, sie mit Transparenz zu beantworten: „Die von Ihnen hochgeladenen Datendateien werden nur verwendet, um Ihre Kunden den entsprechenden Google-Konten zuzuweisen und zu gewährleisten, dass unsere Richtlinien bei AdWords™-Kampagnen mit der Funktion ‚Kundenabgleich‘ eingehalten werden“, heißt es dazu unter anderem.

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Tipps zum Datenschutz bei Customer-Match-Listen, mit denen auch Facebook arbeitet, gibt Patricia Rapf von e-dialog. „Der Besitzer der Kundendaten trägt immer die Verantwortung für den Datenschutz“, stellt sie klar. Für den Einsatz solcher Listen sei eine wirksame Einwilligung des Nutzers, etwa beim Opt-In oder durch einen Cookie-Banner, nötig. Zudem sollten Kundenlisten schon vor der Übertragung in Hashcodes verschlüsselt werden. Wie die Daten hochgeladen werden können, erklärt Google in seiner Hilfe.

Der Start von Google Customer Match verlief vielversprechend

In der Praxis scheint sich der Google Customer Match zu bewähren. Daten von Wordstream zufolge liegt die Quote der Matches bei Google mit 50,4 Prozent höher als bei Facebook (48,99 Prozent) und Twitter (10,2 Prozent). Zudem ist die Konversionsrate signifikant höher als bei anderen Werbemaßnahmen aus dem Google-Werkzeugkasten.

Im Dezember 2017 folgte der nächste Schritt: Google kündigte an, dass ab sofort auch Telefonnummern und Adressen für den Kundenabgleich zugelassen sind. Dazu wurde das Verfahren zum Abgleich von Kundendaten erweitert. Damit haben Online-Händler nicht nur mehr Möglichkeiten, ihren Stamm an Kundendaten zu nutzen. Eine Verbesserung ist es vor allem für die Unternehmen, die diese Daten auch über andere Wege, etwa Katalog- oder Call-Center-Verkäufe, gewinnen. Es ist außerdem davon auszugehen, dass die Zielgenauigkeit solcher Google-AdWords™-Kampagnen weiter steigen wird.

Fazit: Gewinnen Sie Kunden mit dem Customer Match – fair und transparent!

Zielgruppenmarketing war und ist für jeden Online-Händler wichtig. Die großen Internet-Konzerne überbieten sich in schöner Regelmäßigkeit mit neuen Möglichkeiten, die Werbetreibenden das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Der weitere Erfolg von Googles Customer Match scheint vorprogrammiert, doch sollten zwei Dinge nicht vergessen werden: Ob Google, Facebook oder Amazon – hinter solchen Neuerungen steht bei allen Anbietern immer auch der Wille, mehr Kunden für das eigene Geschäftsmodell zu gewinnen und die eigenen Zahlen zu steigern. Außerdem reagieren viele Kunden allergisch auf Nachlässigkeiten beim Datenschutz. Wer den Google Customer Match nutzen will, sollte sicher sein, dass seine diesbezüglichen Prozesse rechtskonform und den Kunden gegenüber transparent sind. Oder Sie geben Ihre Kampagnen gleich in die Hände einer zertifizierten Google-AdWords™-Agentur.

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By | 2018-02-16T10:33:39+00:00 19.01.2018|Categories: Google|Tags: , , , |0 Kommentare

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David Schahinian
David Schahinian arbeitet als Journalist für Tageszeitungen, Fachverlage, Verbände und Unternehmen. Nach Banklehre und Studium der Germanistik und Anglistik war er zunächst in der Software-Branche und der Medienanalyse tätig. Seit 2010 ist er Freiberufler und schätzt daran besonders, Themen unvoreingenommen und en détail ergründen zu können.

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