Was ist eine Keyword-Recherche?

Die Keyword-Recherche spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Implementierung einer erfolgreichen SEO-Strategie. Sie ist die Grundlage für eine Onpage-Optimierung, um mit einer Webseite ein gutes Ranking in Suchmaschinen zu erzielen und dadurch viel Traffic zu generieren.

Mit der Keyword-Recherche bzw. Keyword-Analyse legen unter anderem Webseitenbetreiber, SEO-Agenturen und Content Creator den Grundstein für ihre Arbeit. Am Anfang eines neuen Projektes steht in der Regel eine gründliche Keyword-Recherche. Aber auch wenn eine Webseite überarbeitet werden soll, ist diese sinnvoll.

Ziel ist es, lohnende Schlüsselwörter zu finden, um eine Domain oder einzelne Landingpages darauf zu optimieren. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um passende Keywords zu eruieren: Diese reichen von Brainstorming über verschiedene Angebote von Google selbst bis hin zu speziellen Keyword-Tools. In der Praxis hat es sich erwiesen, dass eine Kombination von mehreren Herangehensweisen und Tools am effektivsten ist.

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Was versteht man unter einem Keyword?

Als Keyword bezeichnet man einen Begriff, den ein Nutzer in eine Suchmaschine eingibt. Damit verfolgt er eine bestimmte Suchintention, zum Beispiel möchte er eine Frage beantwortet haben. Diese Suchbegriffe werden in zwei Gruppen unterteilt:

  • Shorttail-Keywords: So werden kurze allgemeine Suchbegriffe genannt, die in der Regel aus ein bis zwei Wörtern bestehen. Diese weisen zwar ein hohes Suchvolumen auf, aber dafür ist der Wettbewerb größer und die Suchanfrage des Nutzers weniger spezifisch.

    Beispiele: Wikipedia, Sofa kaufen, Hausarzt Berlin

  • Longtail-Keywords: Damit sind längere Phrasen oder auch ganze Fragen gemeint. Der Nutzer hat meistens schon eine genauere Vorstellung von den Informationen, die er sucht. Aus diesem Grund sind Longtail-Keywords spezieller und verzeichnen ein geringeres Suchvolumen als Shorttail-Keywords. Dafür sind sie aber auch weniger hart umkämpft. So ist es möglich, mit der richtigen Strategie und dem passenden Content schneller zu ranken als bei den kurzen allgemeinen Suchbegriffen.

    Beispiele: Wie funktioniert die Wikipedia?, Sofa kaufen günstig online, guter Hausarzt in Berlin Charlottenburg


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Warum ist Keyword-Recherche wichtig?

Für eine gute Suchmaschinenoptimierung ist die Recherche von Schlüsselwörtern unerlässlich. Auf der Basis von klug ausgewählten Shorttail- sowie Longtail-Keywords wird eine ausgefeilte und wirkungsvolle Content-Strategie entwickelt. Mittels der Keyword-Analyse lässt es sich besser einschätzen, welche Interessen und Bedürfnisse Nutzer und Kunden haben. Wer diese kennt, kann die Suchenden optimal abholen.

So ranken die entsprechenden Seiten nach und nach bei Google und anderen Suchmaschinen. Das geschieht nicht von heute auf morgen, da es sich um organische Suchergebnisse handelt. Dafür bauen Webseiten mit hochwertigen nutzerzentrierten Inhalten auf diese Weise eine nachhaltige Autorität auf.

Wie funktioniert Keyword-Recherche? Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie geht man nun am besten vor? Diese 10 Schritte führen planvoll zum Ziel – von der ersten Orientierung über das Keyword-Mapping bis hin zum fertigen Content-Plan und der Umsetzung.

Schritt 1: Überblick verschaffen

An erster Stelle steht das Brainstorming: Welche Begriffe, Produkte oder Themen sind für das Business bzw. das Webseiten-Projekt wichtig? Es lohnt sich, erst einmal alles aufzuschreiben, was spontan in den Sinn kommt. Zum Beispiel kann man diese Ideen in einer Excel-Liste oder in einem Google Sheet sammeln.

Jetzt kann man die Recherche noch ausweiten, indem man Begriffe in das Suchfeld bei Google eingibt. Hier werden ähnliche Suchbegriffe vorgeschlagen. Diese Suggest-Funktion gibt es auch bei anderen Suchmaschinen wie zum Beispiel Bing oder auch bei YouTube, Pinterest oder Instagram. Die Liste ist vermutlich schon ziemlich lang und das ist eine gute Voraussetzung für den weiteren Verlauf. Am Ende werden nur noch die relevanten Schlüsselwörter übrig bleiben.

Schritt 2: Relevante Themen-Cluster finden

Inzwischen liegt hoffentlich eine noch ungeordnete große Sammlung von Keywords vor, die im Anschluss gruppiert und Hauptbegriffen zugewiesen werden müssen. Man bildet dadurch sogenannte Themen-Cluster, welche wichtig sind, damit sich der Algorithmus von Google auf der Website zurechtfindet.

Diese sind zudem eine ideale Basis für eine klar verständliche Seitenstruktur – für Mensch und Maschine. Um sich die Arbeit zu erleichtern und die Themen-Cluster zu veranschaulichen, empfiehlt es sich dafür eine Mindmap zu benutzen. Das funktioniert entweder auf dem Papier, am besten im A3-Format oder mit einem Mindmap-Computer-Programm.

Schritt 3: Suchintention des Nutzers verstehen

Wer ins Internet geht und eine Suchmaschine nutzt, der verfolgt ein Ziel und möchte beispielsweise ein bestimmtes Problem lösen. Diese Suchintention herauszufinden und zu verstehen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für ein effektives Online-Marketing. Daraus leiten sich zudem verschiedene Arten von Suchanfragen ab:

  • Wissen (Know) / informationelle Suchanfragen: Der Nutzer möchte eine Antwort auf eine komplexe Frage. Es bedarf hier aber einer ausführlichen Information, da diese Art von Suchanfrage nicht in wenigen Sätzen beantwortet werden kann.

    Beispiel: Parteiensystem Deutschland

  • Know simple: Hier sucht der Nutzer nach einer kurzen Definition oder einer knappen Information. Diese kann auch gut in einem Snippet angezeigt werden.

    Beispiele: Definition Marketing, Was ist Empathie?

  • Lokale Suche (Visit in Person): Die Person sucht nach einem bestimmten Ort oder einem lokalen Geschäft und möchte eventuell die Öffnungszeiten wissen.

    Beispiele: Asiatisches Restaurant Berlin, Deutsches Technikmuseum

  • Konkrete Kaufabsicht (Do) / Transaktionelle Suchanfragen: Der Kunde möchte sich etwas anschaffen oder einen Vertrag abschließen.

    Beispiele: Wohnmobil mieten, beste Haftpflichtversicherung, Kontaktlinsen online kaufen

  • Navigationale Suchanfragen: Der Nutzer sucht nach einer Unterseite, die er schon mal besucht hat und von deren Existenz er weiß. Dazu wird häufig eine Marke oder ein Firmenname miteingegeben.

    Beispiel: Amazon Kundenservice

Schritt 4: Keyword-Ideen generieren

Mit der Vorarbeit kann man jetzt bei der Suche der Schlüsselwörter konkreter werden. Keyword Tools geben dabei eine wichtige Hilfestellung. Hier kann man zum Beispiel einen Begriff eingeben und bekommt weitere Vorschläge. Zu allen Begriffen stehen relevante Daten zur Verfügung wie das Suchvolumen, der Cost-per-Click (CPC) oder der Wettbewerb. Außerdem sieht man, welche Seiten für die jeweiligen Suchbegriffe gut ranken.

Schritt 5: Eigene Webseite analysieren

Wenn es schon eine Webseite gibt, sollte man diese auf die Suchwörter hin und den Ranking-Erfolg analysieren. Als Erstes führt der Weg idealerweise zu der Google Search Console. Eine weitere Möglichkeit sind spezielle SEO-Tools, denn so hat man alle relevanten Daten übersichtlich verfügbar. Leitfragen für die Untersuchung sind: Verstehen Google und andere Suchmaschinen, worum es geht – also was die Hauptthemen sind?

Wenn nicht ist es ratsam, die vorher erwähnten Themen-Cluster weiter auszuarbeiten und in der Seitenstruktur sichtbar zu machen. Für welche und wie viele Suchwörter rankt die Webseite bereits und wie verändert sich dies im Laufe der Zeit? Welche Begriffe wurden beim Inhalt noch nicht berücksichtigt? Diese Erkenntnisse sollten dann unbedingt im neuen Content-Plan mit einbezogen werden.

Schritt 6: Von der Konkurrenz lernen

So wie man aus der Analyse der eigenen Webseite wichtige Lehren für die Zukunft ziehen kann, gilt das auch für Internetauftritte der Konkurrenz. Das Vorgehen dabei ist ebenso ähnlich. Für welche Suchbegriffe rankt der Mitbewerber? Mit welcher Strategie hat er das erreicht? Wie ist der Content gestaltet? Welche Suchwörter fehlen? Natürlich muss man nicht alles nachmachen, was die Konkurrenz unternimmt, aber man kann daraus lernen. So können zum Beispiel Suchbegriffe, die für den Wettbewerber nicht wichtig sind bzw. nicht wichtig erscheinen, gerade für Sie passend sein.

Schritt 7: Gefundene Keywords auswählen und ordnen

Nun kommt der schwierigste Teil: Alle gefundenen, interessanten Schlüsselwörter müssen geordnet werden. Anschließend gilt es zu entscheiden, welche die relevanten und lohnenden Suchbegriffe für das vorliegende Projekt sind. Um dies beurteilen zu können, werden die recherchierten Daten wie zum Beispiel das Suchvolumen oder die Keywordschwierigkeit (Keyword Difficulty) herangezogen. Bewährt hat sich eine ausgewogene Kombination aus verschiedenen Shorttail- und Longtail-Keywords. Diese Auswahl sollte man dann in ein neues Tabellenblatt in Excel oder Google Sheets sowie in das Themen-Cluster eintragen.

Schritt 8: Keyword-Mapping

Eine Keyword-Map fasst im Prinzip die Quintessenz der Recherche zusammen. Sie bildet den Fahrplan für das weitere Vorgehen, die SEO-Strategie und den daraus resultierenden Content-Plan. Diese Map wird ebenfalls in einer Excel-Liste, einem Google Sheet oder einem ähnlichen Programm geführt. Hier werden die Hierarchien der Schlüsselwörter, also die Hauptkeywords und die sekundären Suchbegriffe, notiert. Natürlich stehen auch die übergreifenden Themen-Cluster, zu denen diese gehören, dabei.

Wichtig zu wissen ist, dass es eine Unterteilung gibt in Suchbegriffe, für die das Webprojekt bereits rankt und solche, die sich zukünftig in den Suchmaschinen platzieren sollen. Auch die bereits vorhandenen URLs oder anvisierten URLs bzw. geplante Inhalte werden den entsprechenden Suchwörtern zugeordnet. Zusätzlich sollten auch weitere Daten ergänzt werden, wie unter anderem das Suchvolumen, die Keywordschwierigkeit und Ranking-Position, falls vorhanden.

Schritt 9: Content-Plan erstellen

Im nächsten Schritt muss festgelegt werden, welche Inhalte aufgrund der Analyse der eigenen Website überarbeitet werden müssen. Am besten wird dazu gleich eine Deadline und ein Verantwortlicher notiert. Darüber hinaus müssen Inhalte für die neu aufgenommen Suchwörter geplant werden. Hier kann man auch gut eine Priorisierung sowie den Arbeitsstand festhalten. Der Content-Plan ist damit eine sehr gute Grundlage für die Zusammenarbeit mit Redakteuren.

Schritt 10: Regelmäßiges Monitoring

Dieser Punkt ist ganz wichtig für das Erreichen der gesteckten SEO-Ziele, denn Maßnahmen müssen unbedingt regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Wie lange brauchen neue Keywords, um zu ranken? Wie entwickeln sich die vorhandenen Schlüsselwörter im Verlauf? Wie gut kommen die Inhalte der Webseite an? Man sollte alles überdenken, aber gleichzeitig auch nicht ungeduldig werden. Es dauert eben, bis man die gewünschten Erfolge im Bereich der Suchmaschinenoptimierung erzielt.

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Kostenlose Keyword-Tools für die Recherche

Es stehen einige Tools komplett oder zumindest für eine gewisse Anzahl von Abfragen pro Tag kostenlos zur Verfügung. Im Folgenden stellen wir eine Auswahl vor:

Google Keyword-Planer

Um den Google Keyword-Planer nutzen zu können, muss man zwingend ein Google Ads Konto besitzen. Das bedeutet nicht, dass man deshalb auch Anzeigen schalten muss. Im Gegensatz zu früher hat Google den Funktionsumfang des Tools inzwischen etwas eingeschränkt – vor allem für Nutzer, die gar keine oder nur Anzeigen mit geringem Budget schalten. Dennoch kann man damit immer noch neue Suchwörter entdecken sowie Parameter wie Suchvolumen für bestimmte Begriffe abfragen. Aber eben mit Einschränkungen.

Google Trends

Google Trends ist ein interessantes Tool, um herauszufinden, wie sich die Nachfrage nach einem Thema zum Beispiel im Verlauf der Jahreszeiten verändert. Darüber hinaus sieht man, wie sich neue Themen im Verlauf der Zeit entwickeln. Außerdem kann man es nutzen, um ein Gefühl für aktuelle Suchtrends zu bekommen.

Google Suggest

Diese Funktion ist direkt in die Google-Suchmaschine eingebaut: Sobald man ein Wort in das Suchfenster eintippt, werden Suchempfehlungen vorgeschlagen. So kann man herausfinden, was andere Menschen in dem Zusammenhang interessiert. Auch wenn man Enter drückt, gibt Google zwischen den Ergebnissen auch „Ähnliche Fragen“ sowie „Andere suchen auch noch“ aus, was wertvollen Ideen liefern kann.

Google Search Console

Viele kennen die Google Search Console noch unter dem Namen „Webmaster Tools“. Wenn man bereits einen Internetauftritt hat, ist diese also die erste Anlaufstelle für eine Bestandsaufnahme. Hier bekommt man aus erster Hand Informationen darüber, ob Google die Themen der Domain so versteht, wie man es selbst beabsichtigt. Darüber hinaus bekommt man hier technische Fehler angezeigt sowie Vorschläge, wie man diese beheben kann. Außerdem zeigt die Google Search Console, über welche Suchbegriffe die Nutzer auf Webseiten gelangen.

Answer the Public

Das ist ein sehr feines Tool für das Brainstorming und um Longtail-Keywords zu finden. Man gibt hier einen Begriff in das Suchfeld ein und bekommt in übersichtlichen Mind Maps dargestellt, welche Fragen Nutzer dazu haben. Die Ergebnisse kann man sich zusätzlich in verschiedenen Tabellen-Formaten herunterladen, um die Keywords weiterverarbeiten zu können.

Ubersuggest

Der bekannte SEO-Profi Neil Patel hat das Keyword-Tool Ubersuggest entwickelt. Es ist vor allem dazu da, Keyword-Ideen zu generieren. Gibt man ein Wort in die Suchmaske ein, erhält man natürlich Daten wie das Suchvolumen oder die Keywordschwierigkeit. Darüber hinaus liefert es nicht nur verwandte Suchbegriffe, sondern sogar Content-Ideen mit.

Wie lange dauert eine Keyword-Recherche?

Pauschal kann man das so nicht sagen, da es immer auf den Umfang des Webprojekts ankommt. Darüber hinaus spielt eine Rolle, ob es sich um eine neue Website handelt oder es bereits Inhalte gibt. Man sollte sich aber auf jeden Fall genug Zeit für jeden Schritt im Prozess lassen. Ein paar Stunden werden daher sehr wahrscheinlich nicht ausreichen, sondern es handelt sich eher um mehrere Arbeitstage.