Was ist Geo-Targeting?

Beim Geo-Targeting (auch: Geotargeting) werden die IP-Adresse sowie GPS- und sonstige Daten zur geografischen Lokalisierung eines Nutzers herangezogen. Geotargeting wird auch als Geolocation bezeichnet und ist ein Teilgebiet des Zielgruppen-Targetings im Online-Marketing.
Ziel ist es, Internetnutzern möglichst passgenaue Werbeinhalte mit regionalem oder lokalem Bezug zur Verfügung zu stellen. Geo-Targeting spielt deshalb im E-Commerce eine zentrale Rolle, um dem User standortbezogene Werbung oder Informationen anzuzeigen. Geotargeting-Techniken kommen außerdem beim Urheberschutz, in der Marktforschung sowie bei der Absicherung onlinegestützter Bezahlvorgänge zum Einsatz.

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Wie funktioniert Geo-Targeting?

Das Geo-Targeting eines Standorts kann über eine Reihe verschiedener Techniken erfolgen. Die einfachste technische Umsetzung des Geo-Targetings eines Nutzers ist die manuelle Dateneingabe. Bei vielen Webangeboten werden Nutzer nach der gewünschten Länder- oder Sprachversion oder nach ihrer Postleitzahl gefragt. Auf Basis dieser Information lässt sich der Standort des Nutzers genauer eingrenzen. Ein noch genaueres Geo-Targeting des Nutzers kann über die Adresse erfolgen.

Sehr häufig kommt beim Geo-Targeting auch die HTML5 Geolocation-API zur Anwendung. Dabei handelt es sich um eine Programmierschnittstelle, über die Websites und Anwendungen den Browser anweisen können, standortrelevante Daten zusammenzutragen und zu übermitteln. Dazu zählen beispielsweise GPS-Daten, IP-Adressen, WLAN, RFID und Daten der Funkzellenortung. Dieser Art des Geo-Targetings muss der Nutzer jedoch zustimmen.

Eine weitere häufig genutzte Datenquelle für das Geo-Targeting ist die IP-Adresse eines Users. Diese Adresse sendet jeder Internetnutzer bei der Datenübertragung über HTTP mit. Unternehmen erfahren so den ungefähren Standort.

Beim Geo-Targeting von Nutzern kommen auch das GPS-Targeting und die Funkzellenortung zum Einsatz. Somit kann man die Position eines Endgerätes bis auf wenige Meter genau bestimmen bzw. Endgeräte über ihre relative Position zum Funkmasten lokalisieren.

Was ist eine Geo-IP?

Unter einer Geo-IP wird die Verknüpfung einer IP-Adresse mit dem geografischen Standort eines Nutzers verstanden. Sobald sich ein Endgerät mit dem Internet verbindet, wird ihm vom Server des Providers eine IP-Adresse zugeordnet. Je nachdem über welche Art von Internetanschluss der Nutzer im Netz surft, werden mehr oder weniger Daten über seinen Standort übertragen. Geht ein User beispielsweise über einen festen Breitband-Internetanschluss mit DSL ins Netz, wird neben dem Server-Standort auch der Einwahlknoten oder der letzte Zugriffspunkt über die IP-Adresse übertragen. Die Geo-IP ist somit eine von mehreren Methoden, um den Standort eines Users annäherungsweise zu ermitteln.

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Was sind die Grenzen des Geo-Targetings?

In der Praxis stößt das Geo-Targeting auf eine Reihe von Problemen bei der genauen Ortung von Internetnutzern. Es liegt in der Hand jedes einzelnen Nutzers, wie leicht er es Websitebetreibern und Werbetreibenden machen möchte, seinen Standort zu lokalisieren. Der Standortfreigabe sowie der GPS-Ortung muss der User zustimmen.
Das IP-Targeting ist prinzipiell ohne Einverständnis des Nutzers möglich, kann aber trotzdem gegen den Datenschutz verstoßen. Außerdem lässt sich eine Geolocation auf Basis einer IP nur ungenau bestimmen. Zudem erschwert das Surfen über sogenannte Proxy-Server das Geo-Targeting von Nutzern, da sie damit ihre tatsächliche Absenderadresse effektiv verschleiern. Auch die Verwendung eines VPN verhindert die genaue Geolocation von Nutzern.

Wofür kann ein Unternehmen Geo-Targeting nutzen?

Geo-Targeting wird in erster Linie für Marketing bzw. Online-Werbung genutzt. Werbetreibende Unternehmen haben damit die Möglichkeit, ihre Anzeigen in einem regional begrenzten Gebiet auszuliefern. Zudem nutzen Online-Händler Geo-Targeting, um Nutzern automatisch die passende Länder- oder Sprachversion Ihres Shops anzuzeigen.
Zahlungsanbieter nutzen Geo-Targeting, um Online-Zahlvorgänge zu überprüfen, indem sie den Standort des Users mit den hinterlegten Bezahldaten abgleichen. Nachrichten- und Videoportale benötigen Geo-Targeting, um die Ausstrahlung von Inhalten aus rechtlichen Gründen regional einzuschränken. Nicht zuletzt spielt Geo-Targeting auch in der Marktforschung eine große Rolle, um die Nachfrage nach bestimmten Produkten und Leistungen regional eingrenzen zu können.

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Geo-Targeting und SEO

Geo-Targeting kommt auch im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung eine entscheidende Rolle zu. In diesem Zusammenhang wird meist zwischen International SEO und Local SEO unterschieden.

Vor allem für größere Websites im E-Commerce, die grenzüberschreitend agieren und in verschiedenen Sprachen angeboten werden, ist die Geolocation der Nutzer von Bedeutung. Ein Unternehmen mit physischem Geschäft sollte seine Website für lokale Suchanfragen optimieren. Sehr häufig werden Suchanfragen in Kombination mit einer Ortsangabe gestellt. Auf Basis von Local SEO können Suchmaschinen Ergebnisse ausspielen, die sich in unmittelbarer Nähe des Nutzers befinden.