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Social Search: Wie Instagram, TikTok & Co. das Suchverhalten revolutionieren

Suche auf TikTok als Beispiel für Social Search

Nehmen wir an, Sie sind in einer neuen Stadt und suchen ein nettes Café. Öffnen Sie Google auf Ihrem Smartphone und geben Sie „beliebtestes Café in der Nähe“ ein? Oder öffnen Sie Instagram oder TikTok und suchen nach Empfehlungen? Was dieses Beispiel deutlich machen soll: Längst ist Google nicht mehr die unangefochtene Nummer 1, sondern immer mehr Menschen nutzen soziale Netzwerke als primäre Suchmaschine.

Social Search gewinnt an Bedeutung. Besonders die Generation Z, also Nutzer, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden, verwenden Instagram, TikTok und andere Plattformen, um Produkte zu entdecken, Empfehlungen zu finden und Kaufentscheidungen zu treffen. Laut einer Studie von Sprout Social bevorzugen 41 Prozent der Gen Z bei der Informationssuche die sozialen Medien.

Für Unternehmen ergeben sich mit Social Search neue Möglichkeiten, ihre Zielgruppe zu erreichen. Wir zeigen, wie Sie das Potenzial sozialer Suchfunktionen optimal nutzen und Ihre Sichtbarkeit in den wichtigsten sozialen Netzwerken maximieren.

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Was ist Social Search?

Der Begriff Social Search beschreibt die Nutzung sozialer Medien als Suchmaschine. Nutzer verwenden die internen Suchfunktionen von Plattformen wie Instagram, TikTok, LinkedIn oder Facebook, um nach Inhalten, Produkten, Dienstleistungen oder Informationen zu suchen. Diese Form der Suche basiert auf sozialen Signalen wie Likes, Kommentaren, Shares und der Relevanz innerhalb der Community.

Social Search beinhaltet die direkte Suche über Hashtags, die Entdeckung von Content durch Algorithmus-gesteuerte Feeds, die Suche nach lokalen Unternehmen oder die Recherche nach Produktbewertungen und Empfehlungen. Die Nutzer verlassen die soziale Plattform nicht, sondern bleiben im Ökosystem der jeweiligen App.

Unterschiede zu klassischen Suchmaschinen

Herkömmliche Suchmaschinen wie Google basieren auf komplexen Algorithmen, die Webseiten nach Relevanz, Autorität und technischen Faktoren bewerten. Social Search funktioniert anders: Hier stehen soziale Signale, Engagement und Community-Interaktionen im Mittelpunkt. Während Google Millionen von Webseiten durchsucht, konzentriert sich Social Search auf nutzergenerierte Inhalte innerhalb einer spezifischen Plattform.

Dadurch unterscheiden sich die Ergebnisse: Während Google nüchterne Links zu externen Websites oder auch konkrete Informationen präsentiert, wird bei Social Search viel mehr Atmosphäre transportiert. Als Nutzer sehen Sie Beiträge mit Bildern oder Videos und erfahren, wie das Café aussieht oder was es dort zu Essen oder Trinken gibt. Das macht das Suchergebnis direkter, authentischer und persönlicher.

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Social SEO vs. klassisches SEO

Unter Social SEO verstehen wir eigentlich den Prozess, unsere Social-Media-Präsenz zu nutzen, um in Suchmaschinen wie Google gefunden zu werden (vgl. Social SEO: Wie Facebook & Co. Ihr Ranking beeinflussen). Bezogen auf die soziale Suche können wir den Begriff erweitern. Maßnahmen wie Instagram SEO haben den Zweck, sowohl auf der Plattform als auch in der Online-Suche gefunden zu werden.

Also müssen Sie einfach die relevanten Keywords an den richtigen Stellen einsetzen und das war’s schon? Nicht ganz. Um von Social Search profitieren zu können, müssen Unternehmen ihre Inhalte für die jeweilige Plattform optimieren.

Social Search Algorithmen bewerten Content nach unterschiedlichen Kriterien: Engagement-Rate, Aktualität, Relevanz für den suchenden Nutzer und die Qualität der Interaktionen bestimmen die Sichtbarkeit von Inhalten. Plattformen wie Instagram gewichten dabei Faktoren wie Verweildauer, Kommentare, Shares und Saves besonders hoch.

Die Algorithmen lernen kontinuierlich aus dem Nutzerverhalten. Je mehr ein Nutzer mit bestimmten Content-Arten interagiert, desto häufiger werden ihm ähnliche Inhalte vorgeschlagen. Diese Personalisierung macht Social Search besonders effektiv für Ihre Zielgruppenansprache.

Hashtags fungieren als wichtige Kategorisierungshilfe. Sie helfen den Algorithmen dabei, Content thematisch einzuordnen und bei relevanten Suchanfragen anzuzeigen. Gleichzeitig berücksichtigen die Systeme auch semantische Zusammenhänge und können verwandte Begriffe erkennen.

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Social Media als Suchmaschinen im Überblick

Jede soziale Plattform hat ihre eigenen Suchfunktionen und Besonderheiten. Die sozialen Netzwerke unterscheiden sich in ihrer Zielgruppe, ihren Inhaltsformaten und ihren Algorithmus-Schwerpunkten.

Social Search auf Facebook

Facebook bietet eine der umfassendsten Suchfunktionen im Social Media Bereich. Nutzer können nach Personen, Seiten, Gruppen, Veranstaltungen und Posts, sogar nach Kommentaren, suchen. Die Facebook Graph Search ermöglicht semantische Suchen und berücksichtigt dabei die sozialen Verbindungen und Daten der Nutzer.

Für Unternehmen ist die Facebook Graph Search besonders relevant für lokale Suchen. Viele Nutzer suchen hier nach Restaurants, Dienstleistern oder Events in ihrer Nähe. Sorgen Sie für eine vollständige Unternehmensseite mit korrekten Kontaktdaten, Öffnungszeiten und regelmäßigen Posts – so verbessern Sie Ihre Auffindbarkeit.

Social Search auf Instagram

Instagram hat sich zur visuellen Suchmaschine entwickelt. Über Hashtags, die Standorte und die direkte Suchfunktion können Nutzer gezielt nach Content suchen. Instagram berücksichtigt die Interessen und das bisherige Verhalten, um den Nutzern personalisierte Inhalte anzuzeigen.

Die Instagram-Suche funktioniert besonders gut für lifestyle-orientierte Produkte, Mode, Food und Reisen. Nutzer entdecken hier neue Marken und Produkte. Als Unternehmen sollten Sie eine vollständige Bio haben sowie relevante Keywords und Geotags einsetzen, um Ihre regionale Sichtbarkeit zu erhöhen.

Tipp: Der richtige Einsatz von Keywords lohnt sich auch für die Auffindbarkeit Ihrer Instagram-Inhalte in Google.

Social Search auf X

X (ehemals Twitter) eignet sich gut für die Suche nach aktuellen Informationen, Trends und Diskussionen. Für Sie als Unternehmen kann die Plattform zur Marktbeobachtung sinnvoll sein. In der erweiterten Suchfunktion können Nutzer die Ergebnisse zum Beispiel nach News, Personen oder Videos filtern.

Schlagwörter bzw. Hashtags spielen auf X eine zentrale Rolle. Wenn Sie diese optimal einsetzen, können Sie als Unternehmen Reichweite generieren. Die Echtzeit-Kommunikation erfordert allerdings schnelle Reaktionen, seien Sie sich dessen bewusst.

Tipp: Wir verraten Ihnen in unserem Blogartikel, wie Sie Shitstorms vermeiden.

Social Search auf LinkedIn

LinkedIn ist die wichtigste Plattform für berufliche Suchen. Mitglieder suchen nach Fortbildungsmöglichkeiten und Geschäftspartnern, Dienstleistern, Branchenexperten, Arbeitgebern oder potenziellen Mitarbeitern. Neben einer Suchleiste gibt es zahlreiche Kategorien und Filter für gezielte Empfehlungen.

Für B2B-Unternehmen ist LinkedIn unverzichtbar. Mit einem optimierten Firmenprofil, regelmäßigen Beiträge und aktiven Mitarbeiterprofilen verbessern Sie Ihre Sichtbarkeit in beruflichen Suchanfragen erheblich. LinkedIn-Gruppen sind ideal, um das eigene Netzwerk zu erweitern.

Tipp: Wir geben Ihnen zehn einfache Handlungsempfehlungen, wie Sie Ihre Sichtbarkeit und Reichweite auf LinkedIn steigern.

Social Search auf TikTok

TikTok hat sich von einer reinen Unterhaltungs- zu einer Informationsquelle entwickelt. Nutzer verwenden häufig Hashtags, Keywords oder Phrasen, um Videos zu finden.

Neben relevanten Keywords und Hashtags sollten Sie als Unternehmen aktuelle Trends und Sounds nutzen, um Ihre Reichweite zu erhöhen. Origineller, wertvoller und ansprechender Content erhöht Ihre Chancen, entdeckt zu werden. Interaktion mit der Community durch Kommentare, Likes und das Beantworten von Fragen fördert zusätzlich Ihre Sichtbarkeit.

Tipp: Lesen Sie unseren Beitrag, wie der TikTok-Algorithmus funktioniert, um zu erfahren, warum manche Videos viral gehen und andere nicht.

Social Search auf Pinterest

Pinterest fungiert bereits seit Jahren als visuelle Suchmaschine für Inspiration und Ideen. Nutzer erstellen Boards zu unterschiedlichen Themen und sammeln relevante Pins – oft auch Monate im Voraus von Ereignissen wie Hochzeiten oder Feiertagen. Mit den visuellen Suchfunktionen lassen sich ähnliche Produkte oder Ideen basierend auf Bildern finden.

Für Unternehmen aus den Bereichen Interior Design, Mode, Food, DIY und Lifestyle ist Pinterest besonders wertvoll. Um gefunden zu werden, sind der Einsatz relevanter Keywords und guter Beschreibungen für Sie das A und O. Sogenannte Rich Pins mit Produktinformationen und Preisen können Ihren direkten Traffic und Verkäufe bringen. Dabei handelt es sich um Pins, die Änderungen auf der ursprünglichen Webseite automatisch übernehmen.

Tipp: Strategien finden Sie in unserem Blogartikel „Wie funktioniert Pinterest-Marketing?“.

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Content-Strategie für Social Search

Inhalte für Social Search müssen Sie anders optimieren als für traditionelle Suchmaschinen. Visuelle Qualität, Engagement-Potenzial und Authentizität stehen im Vordergrund. Jeder Ihrer Posts sollte darauf ausgelegt sein, Interaktionen zu fördern und von der Community geteilt zu werden.

  • Captions und Beschreibungen sollten relevante Keywords enthalten, aber natürlich und ansprechend formuliert sein.
  • Fragen, Calls-to-Action und emotionale Hooks erhöhen die Engagement-Rate und verbessern die Algorithmus-Bewertung.
  • Beim Einsatz von Hashtags müssen Sie die Besonderheiten und Nutzergewohnheiten der einzelnen Plattform berücksichtigen. Instagram erlaubt bis zu 30 Hashtags, während X und LinkedIn weniger Hashtags bevorzugen. Branded Hashtags stärken die Markenidentität, während Community-Hashtags die Reichweite erhöhen. Die Mischung aus populären und nischigen Hashtags maximiert die Reichweite und Relevanz.
  • Influencer Marketing kann die Präsenz Ihres Unternehmens in der sozialen Suche verstärken. Wenn Sie mit Influencern kooperieren, stärken Sie die Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit Ihrer Marke. Je nach Anzahl der Follower unterscheidet man zwischen Nano-, Mikro-, Makro- und Mega-Influencern. Weniger ist oft mehr: Micro-Influencer mit 10.000 bis 100.000 Followern erzielen oft bessere Engagement-Raten als Mega-Influencer, sind aber nicht so teuer.
  • Einer der mächtigsten Hebel für den Erfolg in sozialen Suchen ist User Generated Content (UGC). Nutzer vertrauen Inhalten von anderen Nutzern mehr als Werbebotschaften von Unternehmen. UGC wirkt authentisch und erzeugt starke soziale Beweise.
  • Eine durchdachte Content-Strategie berücksichtigt die Suchgewohnheiten der Zielgruppe. Welche Begriffe suchen sie? Zu welchen Zeiten sind sie aktiv? Welche Content-Formate bevorzugen sie?
  • Regelmäßige Posts zu spezifischen Themen signalisieren den Algorithmen Relevanz und Autorität. Thematische Cluster helfen dabei, Expertise in bestimmten Bereichen aufzubauen.
  • Saisonale und trendbasierte Inhalte können kurzfristig hohe Reichweiten erzielen. Beteiligen Sie sich an aktuellen Diskussionen und Trends. Mit Social Listening Tools können Sie herausfinden, wie und über welches Thema gesprochen wird.

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Fazit und Handlungsempfehlungen

Wer heute erfolgreich sein will, muss nicht nur bei Google sichtbar sein, sondern auch in Social Media gefunden werden. Besonders bei Produktrecherchen, lokalen Empfehlungen und trendigen Themen bevorzugen junge Nutzer soziale Plattformen gegenüber traditionellen Suchmaschinen.

Beginnen Sie mit einer Überprüfung Ihrer aktuellen Social Media-Präsenz. Sind alle Profile vollständig und optimiert? Verwenden Sie relevante Keywords und Hashtags? Ist Ihr Content für die Zielgruppe ansprechend?

Entwickeln Sie eine plattformspezifische Content-Strategie. Jede Plattform hat ihre eigenen Besonderheiten und erfordert angepasste Inhalte. Qualität ist wichtiger als Quantität.

Implementieren Sie Tracking und Analytics von Anfang an. Nur was gemessen wird, kann optimiert werden. Definieren Sie klare KPIs und überwachen Sie diese regelmäßig.

Falls Sie Hilfe beim Social Media Marketing benötigen, lassen Sie sich gerne von uns kostenfrei beraten.

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