User Interface

Das User Interface (auf Deutsch: Benutzeroberfläche oder Benutzerschnittstelle) ist eine Schnittstelle, die es dem Nutzer ermöglicht, eine Software oder eine Hardware zu bedienen. Sie zielt darauf ab, die Interaktion zwischen dem Anwender und dem Produkt so reibungslos und mühelos wie möglich zu gestalten. Ein optimal konzipiertes User Interface ist daher intuitiv, effizient und benutzerfreundlich.

Kostenfreie Online Marketing Beratung

Steigern Sie Ihre Reichweite und werden Sie sichtbar für Ihre Kunden!

Kostenfrei beraten lassen!

Was macht ein User Interface?

Das User Interface (UI) erfüllt hauptsächlich zwei Funktionen:

  • Annahme von Eingaben über Geräte wie Tastatur, Maus, Trackpad, Mikrofon, Touchscreen, Fingerabdruckscanner, E-Pen und Kamera
  • Darstellung der Ausgabe über Geräte wie Monitore, Lautsprecher und Drucker

Das User Interface spielt in jedem Softwaresystem eine entscheidende Rolle. Es ist nicht nur der einzige sichtbare Aspekt für die Benutzer einer App. Die Art und Weise, wie die Schnittstelle die Funktionen und Informationen der Software anzeigt, bestimmt auch, wie nützlich die Anwendung für die User ist. Ein Programm könnte beispielsweise über alle notwendigen Funktionen verfügen, doch wenn das User Interface schlecht gestaltet ist, wird es die Nutzer frustrieren und verwirren. Daher ist es sehr wichtig, Ressourcen, Zeit und Planung in das User Interface zu investieren. Wird die Software oder Hardware von praktisch jedem benutzt? Dann braucht es eine sehr einfache und intuitive Schnittstelle.

Entwicklung und Arten des User Interface

Mit der Weiterentwicklung der PC-Systeme werden auch die Benutzerschnittstellen immer weiter verbessert. Hier finden Sie einen Überblick über die Entwicklung der User Interfaces im Laufe der Jahre:

CLI (Command Line Interface oder Kommandozeile):

Dies ist eine textbasierte Schnittstelle, die man früher zur Interaktion mit Anwendungen und Betriebssystemen verwendet hat. Sie ermöglicht es den Benutzern, Aufgaben durch die Eingabe von Befehlen auszuführen. Obwohl der Arbeitsmechanismus einfach ist, ist er nicht wirklich benutzerfreundlich. Die Anwender müssen zunächst einen bestimmten Befehl eingeben, die Enter-Taste drücken und dann auf eine Antwort warten. Nach Erhalt des Befehls verarbeitet das CLI diesen entsprechend und zeigt die Ausgabe/das Ergebnis auf demselben Bildschirm an.

TUI (Text User Interface):

Wie beim CLI handelt es sich auch beim TUI um ein textbasiertes User Interface. TUIs unterscheiden sich jedoch insofern von CLIs, als die Nutzer hier keine Befehle eingeben müssen. Stattdessen interagieren die Anwender mit einem Menü, über die Maus oder die Tastatur.

TUI (Tangible User Interface):

Diese Art von Schnittstelle ermöglicht dem Benutzer die Kommunikation mit der Maschine über greifbare oder anfassbare Oberflächen. Im Gegensatz zum Command Line- und Text-User-Interface ist das Tangible User Interface selten in PC-Systemen zu finden. Stattdessen wird es oft in Ausstellungen, Galerien oder Computergeschäften verwendet. Beispielsweise gibt es in Museen Objekte, mit denen die Besucher ein bestimmtes Programm oder Exponat steuern können.

20 Profi-Tipps für die perfekte Unternehmens-Website

Für Ihren erfolgreichen Internetauftritt müssen Sie viel beachten. Wir geben Ihnen kostenfrei Tipps für Ihre perfekte Website.

  • Aufbau
  • Inhalt
  • Technik
  • Rechtliches
Kostenfrei anfordern!
20 Tipps für die perfekte Untenrehmens-Website Vorschaubild

GUI (Graphical User Interface):

Dies ist die am häufigsten verwendete Schnittstelle in Software und Betriebssystemen. Es ermöglicht den Nutzern die Interaktion mit der Anwendung über grafische Darstellungen wie Schaltflächen und Icons.

VUI (Voice User Interface):

VUIs ermöglichen es den Nutzern, mit einem Gerät durch Sprachbefehle zu kommunizieren. Virtuelle Assistenten wie Siri, Google Assistant und Alexa sind Beispiele für diese Schnittstellen. User können mit einem Produkt interagieren, ohne auf einen Bildschirm zu schauen oder ein Eingabegerät zu bewegen.

NUI (Natural User Interface):

Diese Schnittstelle reagiert auf Berührung, Stimme und Bewegung. Sie kommt zum Beispiel häufig in Spielkonsolen wie der Xbox oder Playstation vor. NUIs ermöglichen es dem Anwender, mit dem Spiel zu interagieren, indem er einfach seinen Körper oder den Controller bewegt.

PUI (Perceptual User Interface):

Ein PUI ermöglicht es dem Nutzer, mit einem Computer zu interagieren, ohne Tastatur oder Maus zu benutzen. Stattdessen steuert der User das Gerät durch die Körperbewegungen und durch Sprachbefehle. Beispielsweise bewegt die Kopfausrichtung den Cursor, während das Blinzeln die Mausklicks stimuliert. Das PUI wird insbesondere eingesetzt, um Menschen mit körperlichen Behinderungen den Zugang zu Computern zu erleichtern.

BCI (Brain Computer Interface):

Dank BCI können Anwender ein Computerprogramm, einen künstlichen Arm oder einen Rollstuhl einfach durch Gedanken steuern. Es funktioniert in drei Hauptschritten: Erfassen von Gehirnsignalen, Interpretieren dieser Signale und Weiterleiten von Befehlen an die angeschlossene Maschine. Das BCI wird vor allem bei der Wiederherstellung der motorischen Funktionen von schwer körperbehinderten Patienten eingesetzt, die nur begrenzte Kontrolle über ihre Muskeln und ihren Körper haben.

Unterschied UX Design und UI Design

User Experience (UX) Design und User Interface (UI) Design gehen oft Hand in Hand, doch die beiden Bereiche unterscheiden sich voneinander. Beim UX Design geht es darum, ein reibungsloses Benutzererlebnis mit einem Produkt zu schaffen. Es zielt darauf ab, das Gerät funktioneller, zugänglicher und angenehmer für die Anwender zu gestalten. Der Begriff UX bezieht sich zwar häufig auf digitale Produkte, kann aber auch auf nicht-digitale Produkte und Dienstleistungen (wie eine Kaffeekanne oder ein Transportsystem) angewendet werden.

Beim UI Design hingegen geht es um die Gestaltung der grafischen Teile von mobilen Anwendungen, Websites und Geräten. Im Gegensatz zur UX, die sich auf so gut wie jedes Produkt oder jede Dienstleistung beziehen kann, gilt der Begriff UI ausschließlich für digitale Produkte. Ziel ist es, dass Apps und Websites sowohl optisch ansprechend als auch einfach zu navigieren sind.

Sowohl das UX Design als auch das UI Design sind entscheidend für die Entwicklung eines digitalen Produkts. Eine Bank-App kann zum Beispiel ansprechend aussehen oder eine intuitive Schnittstelle aufweisen. Wenn die Anwendung jedoch nur langsam lädt oder sie es den Nutzern nicht ermöglicht, Geld zu überweisen, werden die Kunden höchstwahrscheinlich auf andere Banking-Apps ausweichen.

Online-Marketing für KMU – E-Book kostenfrei anfordern!

So einfach gelingt kleinen und mittleren Unternehmen der Einstieg ins Online-Marketing!

  • Online-Strategien erfolgreich planen

  • Checkliste für Ihre perfekte Website

  • Bausteine für Ihren Social-Media-Erfolg

  • Tipps für profitable Online-Werbung

Mehr erfahren
Vorschaubild E-Book Einstieg ins Online-Marketing

User Interface und SEO

Das User Interface hat keinen direkten Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung. Es kann jedoch beeinflussen, wie eine Seite in den SERPs abschneidet. Ein schlechtes UI führt zum Beispiel dazu, dass sich Besucher auf einer Website nicht zurechtfinden. Da die Navigation auf der Seite kompliziert ist, brauchen sie lange, bis sie die gesuchten Inhalte finden. Anstatt Zeit mit der Suche zu verbringen, verlassen sie die Website und besuchen die Seite der Konkurrenz. Dies führt zu einer höheren Bounce Rate (Absprungrate), was sich negativ auf die SEO einer Seite auswirkt.