Was ist ein Quellcode?

Wenn es um das Erstellen von Websites oder Programmen geht, fällt oft der Begriff „Quellcode“. Aber was ist eigentlich ein Quellcode?

Ein Quellcode ist ein für Menschen lesbarer Text, der in Programmiersprache verfasst ist. Der Zweck des Quelltextes besteht darin, dem Computer genaue Regeln vorzugeben, die mit Hilfe eines sogenannten Compilers von der Programmiersprache in Maschinensprache übersetzt werden. Im Gegensatz zu Computern, die nur mit binären Zahlenwerten arbeiten, verwenden wir Worte, um zu kommunizieren.

Fügt der Programmierer unbemerkt einen Fehler in seinen Quellcode ein, der gegen die Regeln der Programmiersprache verstößt, funktioniert das Programm nicht oder stürzt bei bestimmten Abläufen ab.

Anbieter von Open-Source-Programmiersprachen legen in einer Software-Lizenzierung Nutzungsbedingungen fest, an die sich die Programmierer halten müssen. Die besten Beispiele für Programmiersprachen zum Erstellen diverser Quellcodes, Programme und Software bilden mitunter:

Java, BASIC, C, C++, Python, PHP, JavaScript, Golang, C#

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Was können User mit einem Quellcode machen?

Ein Blick in den Quellcode einer Webseite kann sich für jeden Nutzer lohnen, auch wenn keine Kenntnisse im Webdesign vorhanden sind. Zum Beispiel kann man fehlerhafte Elemente in einem Online-Artikel oder Links zu verstecktem Content entdecken.

Die verschiedenen Browser wie Google-Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge oder Windows Internet Explorer bieten die Möglichkeit, den Quelltext einer Seite anzusehen und als HTML-Datei abzuspeichern bzw. vom Server herunterzuladen. Nach dem Speichern der Seite, können User auf die Datei zugreifen und diese mit einer Text-Software bearbeiten. Die traditionellen Editoren neigen dazu den Code sehr unübersichtlich zu präsentieren. Nutzer sollten hier auf Software mit mehr Funktionen zurückgreifen damit sie den Quellcode besser lesen können.

Auch im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) einer Website oder eines bestimmten Artikels kann der Quellcode interessante Möglichkeiten bieten.

Wie kann man den Quellcode einer Website einsehen?

Der Quellcode bildet die Grundlage jeder Internetseite. Jedoch wird bei einer Website keine Programmiersprache, sondern die Auszeichnungssprache HTML verwendet. Der Computer ließt diese Auszeichnungssprache, welche für die Strukturierung und Text-Formatierung benutzt wird. Beispielsweise kann HTML-Überschriften, Hervorhebungen, Weblinks und Absätze in einem Web-Artikel oder einer Seite erzeugen. Jedoch enthalten heutige Webseiten Elemente, bei denen auch andere Sprachen eine Rolle spielen, wie CSS, JavaScript oder HTML5.

Webbrowser wie z.B. Google-Chrome bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, den HTML-Code der Website anzuzeigen. Dies funktioniert in den meisten Browsern durch Drücken der Taste „F12“ oder der Tastenkombination „Strg+U“.

Anschließend kann der User den HTML-Code der gesamten Seite oder eines Artikels einsehen und das Analysewerkzeug aufrufen, das im Kontextmenü unter dem Punkt „untersuchen“ aufgeführt ist. Innerhalb des nun geöffneten Fensters kann man ein Bereich öffnen, in dem u.a. der HTML-Quelltext sichtbar wird.

Die Erstellung eines Quellcodes

Neben der üblichen Software von Betriebssystemen gibt es auch fortgeschrittene Text-Editoren, die mit verschiedenen Hilfsfunktionen das Management und die Erstellung von Quelltext erleichtern. Im Folgenden werden einige Hilfsfunktionen aufgezeigt:

  • Autovervollständigung: Zahlreiche Texteditoren für Software-Entwickler beherrschen die jeweilige Syntax der Anweisungen einer Programmiersprache. Sie vervollständigen den Text selbstständig, öffnen und schließen dabei die Klammern.
  • Syntaxhervorhebung: Alle Programmiersprachen verwenden unterschiedliche Syntax. Daher bietet eine gute Editor-Software den Entwicklern die Möglichkeit, die Sprache auszuwählen, in der sie ihren Quellcode erstellen wollen. Das Programm hebt dann automatisch wichtige Elemente des Quellcodes hervor und erstellt auch selbständig Einrückungen, die eine Übersichtlichkeit des Quelltextes gewährleisten.
  • Debugger: In der modernen Programmierpraxis ist der Debugger nicht mehr wegzudenken, weshalb dieses Werkzeug auch ein fester Bestandteil vieler integrierter Entwicklungsumgebungen ist. Debugger-Tools ermöglichen dem Programmierer den Quelltext auf Fehler (so genannte „Bugs“) zu überprüfen. Hierfür unterbricht die Debugger-Software den Programmablauf mit Stopps und wertet die auszuführenden Operationen aus.
  • Mehrzeilige Bearbeitung: Mit der mehrzeiligen Bearbeitung können Entwickler in der Software identische Text-Änderungen an mehreren Stellen im Quellcode vornehmen.
  • Code-Faltung: Zur besseren Übersicht beim Programmieren bieten einige Text-Editoren die Möglichkeit, den Code-Aufbau zu teilen. Das ermöglicht Usern das isolierte Anzeigen von Teilen des Codes, die gerade von Bedeutung sind.

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Wie funktioniert ein Quellcode?

Programmierer halten sich bei dem Erstellen von Quellcodes an bestimmte Standards, die vor allem von der Programmiersprache bestimmt werden. Programmiersprache ist nicht gleich Programmiersprache, denn jede Sprache verwendet eine eigene Syntax und eigene Anweisungen, die übersetzt werden sollen. Der Compiler übersetzt demnach die jeweilige Sprache von eine der auszuwählenden Programmiersprachen in Maschinensprache und wird als Programm ausgeführt.

Um den „Quellcode“ verarbeiten zu können, muss ein Übersetzer in Form eines Programms zwischengeschaltet werden. Dieses Programm, das den Quellcode übersetzt, kann entweder ein Compiler oder ein sogenannter Interpreter sein.

Ein Compiler übersetzt den Quelltext in einen Code, dessen Inhalt vom Computer erfasst und angewendet werden kann. Den so erzeugten Computer-Code kann man in einer ausführbaren Datei, einem Programm speichern.

Im Gegensatz zum Compiler übersetzt der Interpreter den Quelltext zeilenweise, Schritt für Schritt als Code und führt diesen sofort aus. Ein solches Verfahren übersetzt den Code viel schneller als ein Compiler. Jedoch ist die Ausführung langsamer und erfordert, dass der Computer einen großen Arbeitsspeicher besitzt.

Die folgenden Strukturen und Elemente können in verschiedenen Quellcodes Anwendung finden:

  • Befehle/Anweisungen: Die Grundlage aller Programmiersprachen sind Befehle bzw. Anweisungen. Mit diesen gibt der Entwickler dem Computer eine genaue Anleitung, was er tun soll. Zum Beispiel bestimmte Berechnungen auszulösen oder einen Text- bzw. ein Programmfenster erscheinen oder verschwinden zu lassen.
  • Variablen: Unter Variablen versteht man Leerstellen, die sich mit Informationen füllen lassen. Sie werden mit einem Namen im Code bezeichnet und lassen sich repetitiv erstellen.
  • Schleifen: Die Anweisungen werden in einer Schleife so lange wiederholt, bis ein bestimmter Wert erreicht wird. Dann erst verlässt das Programm die Schleife, damit der restliche Code ausgeführt werden kann.
  • Kommentare: In der Regel verwenden Entwickler die Kommentarfunktion in Programmiersprachen, um Zeilen im Quelltext mit zusätzlichen Informationen zu erstellen, die vom eigentlichen Programm nicht als Code wahrgenommen werden. Kommentare werden von den Programmierern in den Quelltext eingefügt, um die Funktion bestimmter Teile des Quellcodes näher zu erläutern, so dass ein anderer Entwickler sie später besser verstehen kann.
  • Vergleiche: Bei den Vergleichen handelt es sich um Abfragen, die nach dem Wenn-Dann-Prinzip und nach dem Prinzip der Aussagenlogik funktionieren. Tritt also ein bestimmter Wahrheitswert ein, so wird im Programm ein Ereignis ausgelöst. Im umgekehrten Fall antwortet das Programm mit einem anderen Ereignis.

 

Wie kann der Quellcode für die Suchmaschinenoptimierung genutzt werden?

Der Quellcode ist auch für SEO von großer Bedeutung. Denn Google sieht sauber erstellte Quellcodes als Indikator für eine seriöse Website an. Demnach sind fehlerfreie Quelltexte für die Berechnung des Google-Rankings der Seite essenziell und können zu einem besseren Ergebnis in den Suchmaschinen führen. Dazu gehört auch, dass mit einem effizientem Quellcode-Crawler eine Website von Google schneller analysiert werden kann.

Auswirkung auf die Suchmaschinenoptimierung haben auch Funktionen, die anhand des Quellcodes von Suchmaschinen erkannt werden können. Darunter zählt der Einsatz von Meta-Tags sowie die Anpassung des Layouts an verschiedene Bildschirmgrößen. Aber auch die richtige Bezeichnung der verschiedenen Website-Bereiche, wie Impressum, Inhaltsverzeichnis oder Service.

Bedeutet: Je einfacher der Quelltext geschrieben ist, desto angenehmer ist die Nutzung der Website für die User. Die Crawler können die Seite schneller analysieren und somit die Website ein besseres Ranking erzielen.

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