E-Mail Marketing: Der perfekte Newsletter-Versandzeitpunkt

//E-Mail Marketing: Der perfekte Newsletter-Versandzeitpunkt

Newsletter Versandzeitpunkt

Viele Unternehmen fragen sich, wann sie am besten ihren Newsletter versenden, um per E-Mail ihre Kunden anzusprechen. Um eines zu Beginn gleich klarzustellen: Es gibt leider kein pauschales Erfolgsrezept! Dafür sind die Unterschiede zwischen einzelnen Branchen und das Verhalten der Empfänger einfach viel zu unterschiedlich. Dennoch lässt sich feststellen, wann man am besten Newsletter versenden sollte, um den größten Teil der Empfänger zum Öffnen und Lesen der E-Mail sowie zum Klicken von Links zu bewegen. Dafür möchten wir Ihnen hier einige Tipps geben.

Unterschiedlicher Newsletter-Versandzeitpunkt zwischen B2B und B2C

Der erste Tipp lässt sich auf die Zielgruppe von Unternehmen beziehen. Wird der Newsletter an Privatpersonen oder an Unternehmen adressiert? Denn hier lässt sich der optimale Versandzeitpunkt gut unterscheiden. Geht der Newsletter in erster Linie an Unternehmen und deren Mitarbeiter, dann sollte die E-Mail im Zeitraum von Montag bis Freitag verschickt werden. Die Empfänger lesen die E-Mails in der Regel auf der Arbeit und öffnen diese entsprechend in dieser Zeit. Allerdings sollte am Freitag der Newsletter nicht zu spät versendet werden, da am Nachmittag bereits das Wochenende naht, die E-Mail unter Umständen nicht mehr gelesen wird und dann über das Wochenende am Montag im Postfach gegebenenfalls nicht mehr die Beachtung findet. So sollte man auch immer versuchen, dass die Nachricht möglichst weit oben im Postfach auftaucht, um gesehen zu werden. Dafür empfiehlt sich im Tagesverlauf der Versand in der Nacht, damit die E-Mail morgens weit oben im Posteingang zu finden ist. Mit diesen beiden Tipps kann man schon eine gute Öffnungsrate für Newsletter erzielen. Im Jahresverlauf gibt es nicht den optimalen Newsletter-Versandzeitpunkt, dennoch sollte man natürlich z. B. Ferienzeiten eher vermeiden, da hier viele Empfänger im Urlaub sein können. Ein ähnliches Schema lässt sich auch bei den Klicks in den Newslettern erkennen. Unter der Woche ist die Klickrate in den Newslettern wesentlich höher als am Wochenende. Vor allem am Samstag fällt diese häufig merklich ab. Hier gibt es natürlich eine simple wie logische Erklärung: Am Wochenende werden B2B-Newsletter nicht gelesen, da man einfach frei hat – oder zumindest haben sollte.

B2C-Newsletter: Gleicher Empfänger, aber anderes Leseverhalten

Im Bereich der B2C-Newsletter schreibt man vielleicht die gleichen Menschen an, doch das Leseverhalten der selben Person kann hier ein völlig anderes sein. So gibt es bei Privatpersonen eine erfolgreiche Öffnungsquote im Wochenverlauf häufig am Wochenende, vor allem am Samstag. Genau dann ist der Zeitpunkt für viele gekommen, um sich privat mit E-Mails zu beschäftigen und sich über neue Produkte oder z. B. über Reiseziele zu informieren. Geöffnet werden die E-Mails im Wochenverlauf generell häufig und zeitnah, aber die Aussicht, dass die Nachricht auch wirklich gelesen wird, ist eher am Wochenende. So empfiehlt sich ein Versand der E-Mail vor allem am Freitag. Im Tagesverlauf werden die höchste Öffnungsraten eher in den Abendstunden erzielt, während es bei Firmen ja eher am Morgen ist. Auch das ist leicht zu erklären: Erst am Abend kommen Privatpersonen dazu, ihre E-Mails zu checken. Somit empfiehlt sich im Wochenverlauf generell ein Newsletter-Versandzeitpunkt am Spätnachmittag oder in den Abendstunden. Die Klickrate bestätigt dieses Bild: Am Wochenende wird häufiger auf Links in Newslettern geklickt, da sie hier auch wirklich in Ruhe gelesen werden und man sich Zeit für die Inhalte nimmt.

Sie müssen Ihre Zielgruppe kennen

Die aufgezeigten Empfehlungen für den optimalen Versandzeitpunkt unterscheiden nur zwischen Firmen- und Privatkunden. Eine weitere Eingrenzung für die Pauschalisierung des optimalen Versandzeitpunkts lässt sich nämlich nur schwer ermitteln. Damit man den Versandzeitpunkt hinsichtlich der Öffnungs-, Klick- und Conversionrate optimieren kann, muss man seine Zielgruppe kennen, oder kennenlernen. Dies geht am besten mit Tests. Für Newsletter sollten unterschiedliche Versandzeitpunkte getestet werden. Entweder man versendet seine Newsletter immer zu einer anderen Zeit oder man macht im Rahmen eines A-B-Tests einen Vergleich des Versandzeitpunkts mit dem selben Newsletter: Sendet man die E-Mails einem Teil der Empfänger zum Zeitpunkt A (z. B. morgens) und dem anderen Teil zum Zeitpunkt B (z. B. abends) kann man sehen, welcher Zeitpunkt am besten mit dem Leseverhalten der Zielgruppe und den Zielen des Newsletters übereinstimmen.

Nicht jede Nachricht wird zu jedem Zeitpunkt gelesen

Unterschiede gibt es natürlich auch beim Inhalt der Nachrichten. Man muss die Empfänger der Nachricht auch zum richtigen Zeitpunkt erreichen. So kann der Versandzeitpunkt des Newsletters, der zum Verkauf animieren soll, ein völlig anderer sein als der, wo man von einem Kunden mit einer Umfrage weitere Informationen bekommen möchte. Umfragen lassen sich z. B. am besten kurz nach dem Kauf verschicken, da der Kunde so seine Eindrücke noch präsent hat und so vielleicht auch schnell die Umfrage ausfüllen möchte. Für den Verkauf gibt es kein Pauschalrezept, da dies auch nach Branchen recht unterschiedlich ist. Informationen zu Reisen sollten z. B. am besten versendet werden, wenn man vermutet, dass der Empfänger seinen Urlaub plant. So kommt auch direkt vor Weihnachten vielleicht nicht jede Nachricht mit dem beabsichtigten Handlungswunsch an, da im Trubel einige Themen nicht beachtet werden.

Optimaler Versandzeitpunkt nur mit Personalisierung möglich

Um wirklich jeden Empfänger zu erreichen, muss man seine Zielgruppe ganz genau kennen und den Newsletter möglichst kleinteilig im Versandzeitpunkt individualisieren. Nur so kann man sicherstellen, dass die Empfänger auch dann erreicht werden, wenn sie die Nachricht erwarten. An dieses Wissen zu gelangen ist natürlich nicht einfach, so dass man eher die Taktik verfolgen sollte, wann man die meisten Empfänger mit den Newslettern erreichen und diese die E-Mail dann auch öffnen.

Fazit: Den optimalen Versandzeitpunkt für Newsletter gibt es nicht

Wie eingangs erwähnt, gibt es somit keinen optimalen Newsletter-Versandzeitpunkt. Aber es lassen sich grobe Regeln ableiten, wie man den Versandzeitpunkt für seinen Newsletter wählen sollte. An Unternehmen sollten E-Mailings am besten nachts unter der Woche versendet werden, so dass die E-Mails morgens oben im Posteingang stehen und Beachtung finden. An Privatkunden dagegen sollten Newsletter dagegen eher abends und Richtung Wochenende verschickt werden. Letztlich gibt es natürlich noch viele andere Faktoren, die das Öffnungs- und Leseverhalten beeinflussen, wie der Absender, die Betreffzeile, die Gestaltung, der Inhalt und viele weitere Faktoren. Aber das würde den Rahmen an dieser Stelle sprengen.

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About the Author:

Eike Hergemöller
Seit 2011 kümmert sich Eike als Spezialist Direkt-Marketing bei Heise RegioConcept um alles, was Mailings und E-Mailings betrifft. Schwerpunkt bilden dabei Aktionen zur Kundenbindung oder zu den Reiseführern. 2016 hat er sein Bachelor-Studium in Medienwirtschaft und Medienmanagement abgeschlossen.

2 Kommentare

  1. Urs E. Gattiker #DrKPI #BlogRank 21. November 2017 um 08:53 Uhr - Antworten

    Lieber Hergemöller

    Wirklich ein interessanter Beitrag, den ich gleich geöffnet habe 🙂 und natürlich gelesen.

    Was ich mir nicht ganz sicher bin ist, inwiefern sich diese Angaben auf Fakten stützen.

    Welche Studie haben Sie denn bei diesen Vorschlägen zu Rate gezogen?

    Würde mich auf eine Antwort inklusive der Links zu diesen Studien freuen.

    Herzlichst
    Urs E. Gattiker
    #MCLago #BrandBuzz

    • Eike Hergemöller
      Eike Hergemöller 22. November 2017 um 09:13 Uhr - Antworten

      Hallo Herr Gattiker,

      vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu meinem Beitrag. Es freut mich, dass er Ihnen gefallen hat.

      Die Angaben stützen sich zum einen auf eigene Erfahrungen. Vor allem im B2B-Bereich haben wir selbst durch zahlreiche Tests zum Versandzeitpunkt konnten wir immer wieder die genannten Beobachtungen machen. Zum anderen stützt er sich auf einen Beitrag unseres E-Mailing-Dienstleisters inxmail, der einen Kennzahlenvergleich im E-Mail-Marketing durchgeführt hat. Folgend der Link zu dem Beitrag: https://www.inxmail.de/blog/kennzahlen-im-e-mail-marketing-tipps.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

      Beste Grüße
      Eike Hergemöller

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