Social Media Marketing

Soll mein Unternehmen auf Facebook oder Google+ sein? Twittern? Vielleicht noch einen YouTube-Kanal betreiben? Wenn nicht, bin ich dann morgen weg vom Fenster und das abgehängte Prekariat im Online-Marketing über soziale Netzwerke? – Immerhin, einer der Weisen von Google, Avinash Kaushik spricht von einer „World of ,and‘“ und meint damit: Die Frage ist nicht mehr, ob wir auf einer oder einer anderen Plattform sein sollten, sondern wir müssen auf dieser und allen anderen Plattformen sein.

Muss ich wirklich? – Das fragt sich wohl jeder Unternehmer, der im Tagesgeschäft ohnehin mehr als genug auf der To-do-Liste hat. Die Antwort lautet: Man sollte keinen einzigen Kunden vernachlässigen. Nicht um sich stattdessen im Social Media Marketing (SMM) auszuprobieren. Aber es bringt Vorteile, sich dem Thema überhaupt zu stellen.

Roadmap zum eigenen Bedarf an Social Media Marketing

Den Rat einer qualifizierten Medienagentur einzuholen, ist nie verkehrt, wenn es um die Grundsatzentscheidung geht: Soll mein Unternehmen auf einer der Social-Media-Plattformen mitmischen? Unabhängig vom Expertenvotum empfehlen sich ein paar eigene Ausflüge in die sozialen Netzwerke: Interessant ist vor allem, ob direkte Konkurrenten hier bereits vertreten sind, womit und wie sie sich präsentieren und ob sie auf nennenswerte Resonanz stoßen. Anzahl und Qualität von User-Postings sowie Likes bzw. Follower-Zahlen geben darüber erste Aufschlüsse.

Die Aktivitäten anderer Unternehmen sind aber mehr als nur ein Signal für Handlungsbedarf. Hier lassen sich auch Anregungen für den eigenen Social-Media-Auftritt gewinnen. Dabei muss die SMM-Strategie aber stets auf das Profil des Unternehmens abgestimmt sein. Das gilt für so unterschiedliche Felder wie Image, Wissen (Tutorials, Ratgeber usw.), News, Jobangebote oder Produktwerbung.

Schwerpunkte setzen statt mit der Gießkanne posten

Die größten in Deutschland vertretenen Werbeagenturen, z.B. Serviceplan, Jung von Matt oder BBDO nutzen oft gleich ein ganzes Bündel von Plattformen. Ihre Methode, dieselben Postings mehrfach synchron zu platzieren, sollte aber nur riskieren, wer Googles Zorn über Duplicate Content ertragen kann. Zudem ist einzukalkulieren, dass der Inhalt für jede Plattform nicht nur „eingepflegt“ werden muss (was zielgenauer funktioniert als die Mehrfachverteilung über ein Social Media Dashboard), sondern dass postende Besucher auch Antworten erwarten.

Falls man also Facebook & Co. nicht überhaupt an eine Agentur vergibt, besteht ein guter pragmatischer Zugang darin, zunächst Grobziele festzulegen und dann auf einer der Plattformen konzentriert eine Marketing-Kampagne durchzuziehen. Dass die dann von ganz allein auf breites Interesse stößt, ist übrigens ein hartnäckiges Missverständnis – auch Social-Media-Auftritte brauchen Werbung.

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