Google Update_Mobiloptimierte Seiten

Immer mehr Menschen gehen mit dem Smartphone ins Internet. In Deutschland ist es dem Branchenverband BITKOM zufolge schon fast jeder Zweite zwischen 16 und 74 Jahren. Trotz der stetig steigenden mobilen Zugriffe sind viele Seiten immer noch nicht mobiloptimiert. Nun macht Google ernst: Mit einem Update am 21. April 2015 wird die Mobilfreundlichkeit zum harten Ranking-Faktor bei der Suche über diese Endgeräte.

Nicht angepasste Seiten müssen dann mit einer schlechteren Platzierung in den Suchergebnissen rechnen. Das hat einige Kassandras der Netzwelt schon veranlasst, von einem „Mobilegeddon“ zu schreiben. Der Suchmaschinenbetreiber selbst räumt in seinem Webmaster Central Blog zumindest ein, dass die Änderungen erheblichen Einfluss auf die mobilen Suchergebnisse haben werden.

Was zählt – und was nicht zählt

In den neuen Algorithmus bei der Mobilsuche werden alle Länder und alle Sprachen einbezogen. Die Bewertung gilt jeweils nur für einzelne Seiten, nicht für ein komplettes Internet-Angebot, wie Googles Webmaster Trend Analyst Gary Illyes jüngst verkündete. CSS und JavaScript zu blocken, ist keine gute Idee: Kann der Crawler nicht darauf zugreifen, fällt die Seite automatisch durch den Mobile-friendly-Test. (Dies predigt Google bereits seit längerer Zeit in seinem Mobilgeräte-Leitfaden für Entwickler.)

Ob bei der Erstellung einer mobilen Website Responsive Design oder eine eigens erstellte Subdomain verwendet wurde, hat dagegen keinen direkten Einfluss auf die Suchergebnisse. Auch die Suche über den Desktop oder Tablets ist von dem Update für die mobile Nutzung nicht betroffen. Google arbeitet Aussagen von Mitarbeitern zufolge zwar schon seit geraumer Zeit an einem eigenen mobilen Index. Illyes zufolge hat Google dazu aber derzeit noch nichts mitzuteilen.

Mobile Optimierung ist Pflicht – so oder so

Wer sein Internet-Angebot bisher noch nicht für den mobilen Zugriff optimiert hat, sollte das unabhängig vom großen Google-Update tun. Es ist absehbar, dass die Zugriffszahlen über Smartphones weiter steigen und die User Experience zu einem entscheidenden Faktor für den Erfolg einer mobilen Website wird. Umständliches Scrollen und Zoomen beispielsweise sind auf dem kleinen Display unbeliebt und zu kleine Links fördern den „Wurstfinger-Effekt“: Man klickt versehentlich auf ganz andere Flächen als die gewünschten.

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Neben diesen Faktoren wertet Google unter anderem Flash-Videos als negativ. Außerdem sollte der Googlebot die Seiten über die Anweisungen der robots.txt-Datei problemlos crawlen können. Ob alles zur Zufriedenheit der Suchmaschine optimiert ist, können Webmaster mit einem Online-Test prüfen. Etwaige Optimierungen treten umgehend in Kraft: Die Seiten werden beim nächsten Besuch des Crawlers als mobiloptimiert erkannt und entsprechend in den Suchergebnissen angezeigt. Es ist also nie zu spät, sein Ranking zu verbessern.

 

>>> Welche Auswirkungen hat das Google Update? Lesen Sie es nach!

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