Online-Marketing-Trends 2020

Online-Marketing besteht aus vielen, sich stetig wandelnden Themengebieten. SEO, Social Media oder die Google- und Facebook-Algorithmen – überall gibt es Änderungen und Neuerungen. Die Kunst besteht darin, die Trends möglichst frühzeitig zu erkennen, um das Marketingpotenzial voll ausschöpfen zu können. Deswegen werfen wir einen Blick auf die Online-Marketing-Trends 2020.

TikTok als Plattform für die Generation Z

TikTok wird seinen rasanten Aufstieg auch im Jahr 2020 fortsetzen, denn das chinesische Videoportal erfreut sich trotz aller Kritik immer größerer Beliebtheit. TikTok ist eine der häufigsten heruntergeladenen Apps weltweit. In diesem Jahr wurde die App bereits mehr als 7 Millionen Mal aus dem deutschen App Store von Apple und Google Play Store heruntergeladen.

Über 800 Millionen monatliche Nutzer kann TikTok vorweisen. Dabei sind 66 % der TikTok-Nutzer unter 30 Jahre alt. Aktuell sind die Möglichkeiten für Werbetreibende noch begrenzt. Erst im Januar 2019 hat TikTok damit begonnen, Werbeanzeigen zu testen. Doch es lohnt sich, diese App im Blick zu behalten. TikTok gehört ganz klar zu den Online-Marketing-Trends 2020. Gerade die Generation Z sucht nach transparenteren und authentischeren Inhalten, welche sie bei TikTok finden können. Gehört die Generation Z zu Ihrer Zielgruppe? Dann sollten Sie auf TikTok aktiv werden.

Datenschutz und Transparenz sind auch für KMU wichtig

Quelle: Apple

Durch Fake News und diverse Datenschutzskandale sind Verbraucher skeptischer denn je gegenüber Marken und Unternehmen, wenn es um den Schutz ihrer Daten geht. Ein Beispiel ist der Facebook-Skandal von 2018. Das Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica hatte die Daten von etwa 87 Millionen Nutzern genutzt, um den US-Wahlkampf zu beeinflussen. Datenschutz und Transparenz sind daher Stichwörter bei den Online-Marketing-Trends 2020.

Den Trend aufgegriffen hat aktuell Apple. Die Kampagne des Technologiekonzerns soll den Verbrauchern zeigen, dass dem Unternehmen der Datenschutz am Herzen liegt.

Auch für kleine und mittlere Unternehmen ist die Sicherheit der Kunden- und Nutzerdaten ein wichtiges Thema. Große Unternehmen kämpfen bei einer Datenschutzpanne mit einem Imageverlust und dem finanziellen Schaden. Für kleine und mittlere Unternehmen kann eine Datenschutzpanne jedoch schnell existenzbedrohend sein, da Sie den Schaden nicht so gut auffangen können wie große Unternehmen. Auch Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DGSVO) können für Unternehmen teuer werden. Weil ein Kleinstunternehmen aus Freiburg keinen Datenschutzbeauftragen ernannt hatte, musste es ein Bußgeld in Höhe von 10.000 Euro zahlen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte verhängte gegen die Telekommunikationsfirma 1&1 wegen unzureichenden technisch-organisatorischen Maßnahmen zum Schutz von Kundendaten ein Bußgeld von knapp 10 Millionen Euro.

Des Weiteren haben noch nicht alle Unternehmen die Vorgaben der Cookie-Richtlinien umgesetzt. Laut dem Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofes vom 1. Oktober 2019 müssen Internetseitenbetreiber die Nutzer ausführlicher über die Sammlung von Nutzerdaten und die Verwendung von Cookies informieren. Nutzer müssen aktiv selbst ihre Häkchen bei der Zustimmung setzen. Die Entwicklung in Bezug auf DGSVO und ePrivacy-Verordnung sollten Sie im kommenden Jahr auf jeden Fall beobachten.

Relevanter Content bei Amazon fördert den Verkauf

Quelle: Amazon Store von Marshall

Zu den Online-Marketing-Trends 2020 gehört das Content-Marketing auf Amazon. Auch auf Amazon gilt die allgemeine Content-Marketing-Regel: Die Zielgruppe wird nur mit relevantem Content von den Produkten überzeugt. Wer relevante Inhalte bereitstellt, die dem potenziellen Kunden einen Mehrwert bieten, bleibt im Produktdschungel der Plattform sichtbar.

In den Amazon Stores können Marken eine individuell gestaltete Seite erstellen. Dort finden die potenziellen Kunden Links zu den beworbenen Produkten. Für die Amazon-Store-Seite gibt es zwar bestimmte Layoutvorlagen, jedoch können individuelle Texte, Fotos oder Videos eingepflegt werden. Laut dem Portal Marketo konnten Marken, die in ihrem Store auf Amazon relevante Inhalte bereitgestellt haben, ihre Verkaufszahlen in weniger als 6 Monaten erhöhen. Der Store ist kostenlos, allerdings gibt es die Möglichkeit nur für Anbieter, die im Amazon-Markenregister registriert sind. Wenn Sie Produkte Ihrer eigenen Marke vertreiben, sollten Sie nicht zögern und sich auch bei Amazon mit einem eigenen Store präsentieren.

Podcasts für jede Branche

Bereits seit einigen Jahren sind Podcasts angesagt und natürlich auch Teil der Online-Marketing-Trends 2020. Laut einer Studie von Bitkom hört jeder fünfte Bundesbürger eine der „digitalen Radioshows“ – Tendenz steigend.

Quelle: Statista

Was Podcasts so erfolgreich macht? Es gibt für nahezu jedes Thema und jede Branche den passenden Podcast. Ob Krimi, Comedy oder Wissen: Für jede Zielgruppe gibt es das passende Angebot. Podcasts werden dadurch immer mehr zum Begleiter des täglichen Lebens, welches zur Professionalisierung und zur Kommerzialisierung der Angebote führt.

Dieses Jahr hat der schwedische Streaming-Anbieter Spotify ca. 230 Millionen Dollar in den Ausbau seines Podcast-Netzwerks investiert. Auch große deutsche Medienhäuser wie ProSiebenSat.1 oder RTL sind 2019 mit ihren jeweiligen Podcasts an den Start gegangen. Dies zeigt den Stellenwert, den Podcasts einnehmen. Für Verantwortliche im Online-Marketing ist diese Entwicklung ein Indikator dafür, dass sie das Medium auf jeden Fall im Auge behalten sollten. Auch sollten Sie sich Gedanken machen, ob Sie Podcasts in Ihre Marketingstrategie 2020 mit aufnehmen wollen und dem Trend folgen.

Fazit: Auch Dauerbrenner unter den Online-Marketing-Trends 2020

Natürlich gibt es bei den Online-Marketing-Trends 2020 auch Dauerbrenner, wie Augmented Reality. Die Entwicklung der neuen Anzeigenformate auf Facebook sollten Sie unbedingt verfolgen. Diese erlaubt es Nutzern, Teil der Anzeige zu werden bzw. direkt mit der Anzeige zu interagieren. Spannend wird, wie sich der Trend Influencer-Marketing weiterentwickelt. Welche Influencer werden in 2020 gefragt sein? Welche Unternehmen in Ihrer Branche setzen auf Nano-, Micro- oder auf Macro-Influencer? Nicht zuletzt werden uns Themen wie „DSGVO“ und „Künstliche Intelligenz im Marketing“ auch in Zukunft beschäftigen.

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