Symbolbild für wichtigste Programmiersprachen

Ob Python, Java oder PHP: Programmiersprachen sind heute auch bei der Entwicklung von Web-Anwendungen, Frontends, Serverlösungen und mobilen Apps relevant. IT-Fachkräfte und Mitarbeitende mit IT-Kenntnissen, die eine oder mehrere Programmiersprachen beherrschen, sind in Unternehmen begehrt. Wer im IT-Umfeld Karriere machen oder ein eigenes Unternehmen aufbauen möchte, sollte sich mit den verwendeten Programmiersprachen auseinandersetzen. Auch abseits von IT-Jobs werden Programmier-Skills immer wichtiger. Oft genügt es, zumindest die Grundzüge zu beherrschen, um ein Verständnis für relevante Anwendungen und Lösungsansätze zu belegen.

Doch welche Programmiersprachen sind für welche Bereiche wichtig? Was sind die wichtigsten Programmiersprachen? Lohnt sich der Einstieg in einen modernen Klassiker wie Java oder C? Oder sollten Sie besser direkt mit einer angesagten Trend-Sprache wie Kotlin oder Swift nach vorne blicken? Hinter den mitunter kryptischen Sprachnamen verbergen sich Werkzeuge für ganz unterschiedliche Einsatzbereiche. Zehn der beliebtesten Programmiersprachen nehmen wir für Sie unter die Lupe.

Python: Für Web-Entwicklungen, KI, Data Science und Machine Learning

Wer eine universelle, quelloffene Skriptsprache mit breitem Einsatzspektrum und hoher Akzeptanz sucht, sollte sich mit Python beschäftigen. Python gehört zu den wichtigsten objektorientierten Programmiersprachen unserer Zeit und ist zugleich eine der weltweit beliebtesten. Sie zählt zu den gefragtesten Programmiersprachen für die Verarbeitung großen Datenmengen. Im Ranking des TIOBE-Index steht Python regelmäßig oben auf dem Siegertreppchen. TIOBE gibt Programmierern Orientierungshilfe bei der Wahl einer passenden Programmiersprache.

Die enorme Popularität kommt nicht von ungefähr: Das komplett kostenlose Python deckt nahezu alle gefragten Anwendungsbereiche und Branchen ab. Dazu zählen die Erstellung von Weblösungen ebenso wie die von Desktop- und Businessanwendungen. Auch für die Trendbereiche künstliche Intelligenz, Big Data, Data Science, Machine Learning und Datenvisualisierung ist Python in den letzten Jahren zur De-facto-Standardsprache geworden. Mit Python können Sie theoretisch alles entwickeln. Für gängige Betriebssysteme stehen Interpreter bereit. Damit läuft Python auf Einplatinencomputern wie dem Raspberry Pi über Desktop-PCs mit Windows, MacOS und Linux bis hin zu Serverumgebungen.

Python bietet Entwicklern und Data Scientists Zugriff auf eine gigantische Auswahl an Bibliotheken und Tools. Die Programme haben keinen starren Aufbau, der Nutzer zu ausufernden Code-Zeilen mit Klammern und Semikolons zwingt. Der Quelltext zeichnet sich durch eine kurze und verständliche Syntax aus. Strikte Einrückungen sorgen für cleanen Code und gute Verständlichkeit, was Anfängern und Entwickler-Teams entgegenkommt.

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Java: Plattformunabhängig, anpassungsfähig und innovationssicher

Java ist eine ausgereifte objektorientierte Programmiersprache, leicht zu erlernen und wird von einer sehr großen Community weltweit unterstützt. Damit erzeugte Apps zeichnen sich durch eine hohe Beständigkeit und Lebensdauer aus. Für Entwickler und Unternehmen attraktiv ist die Sprache durch die Cross-Funktionalität: Java-Programme sind durch die Java Virtual Machine (JVM) plattformunabhängig. Sie laufen ohne Code-Anpassung auf vielen Plattformen, Systemen und Endgeräten, etwa Smartphones und Desktop-PCs.

Java wird zum Schreiben von Handy-Apps für Android und iOS verwendet, ebenso für Web-Apps, serverseitige Anwendungen und im Bereich Internet of Things. Sie können auch Webseiten auf Basis dieser Programmiersprache entwickeln, indem Sie den Code mit dem Google Web Toolkit (GWT) in JavaScript kompilieren. Die Entwicklungs- und Wartungskosten von Java-Anwendungen sind gering. Java unterstützt Multithreading, kann also mehrere Threads gleichzeitig ausführen und so den Prozessor optimal ausnutzen. Dabei teilen sich die Threads einen Speicherbereich. Gleichzeitig verhindert die Programmiersprache unbefugte Speicherzugriffe und geht damit vielen Sicherheitsrisiken aus dem Weg.

JavaScript: Der Standard für die Webentwicklung

Die Programmiersprache des dynamischen Webs heißt JavaScript. Trotz des ähnlichen Namens hat sie mit der anderen Sprache nichts gemein. Ursprünglich war JavaScript auf die Erstellung interaktiver Webseiten ausgerichtet und wurde nur auf dem Client ausgeführt. Heute unterstützt die Skriptsprache auch serverseitige Anwendungen. Sie wird entweder interpretiert oder für eine bessere Performance just in time kompiliert.

Durch JavaScript können Webseiten auf Benutzeraktionen reagieren und das Interface-Design sowie die Inhalte anpassen. Anwendungsgebiete sind etwa die Erstellung responsiver Webseiten, die Anzeige von Inline-Inhalten, Werbung, interaktiven Elementen, Feeds in sozialen Netzwerken sowie Plausibilitäts-Checks bei Eingaben. Mit den Code-Bibliotheken des JavaScript-Frameworks und einer beträchtlichen Auswahl frei verfügbarer Programmiergerüste lassen sich Web-Anwendungen, Spiele und Apps für Mobilgeräte entwickeln. Die Vielzahl vorgefertigter Code-Snippets verkürzt die Entwicklungszeit.

Die Syntax ist leicht zu lernen und eine große Community steht mit Rat und Tat zur Seite. Nachteile sind die fehlende Typisierung (siehe TypeScript), Probleme beim Cachen von Zugriffen und der Verzicht auf direkte System- und Hardwarezugriffe.

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TypeScript: Das bessere JavaScript für alle

TypeScript ist die Microsoft-Variante von JavaScript und eine noch junge Standard-Programmiersprache für Webfrontends. Sie lehnt eng an das Vorbild an und ergänzt es um zusätzliche Typen, Klassen und Module. JavaScript-Code funktioniert auch in TypeScript, dementsprechend einfach lassen sich Bibliotheken und Frameworks ansprechen und vorhandener JavaScript-Code einbinden. Dazu installieren Sie den freien TypeScript-Compiler als Node.js-Paket. Er wandelt den Source- in regulären JavaScript-Code um. Durch die vollständige Kompatibilität funktioniert TypeScript mit genauso vielen Browsern wie das Vorbild.

TypeScript spielt seine Vorteile vor allem bei der Erstellung und Pflege komplexer Anwendungen aus. Wie das Wort „Type“ im Namen verrät, erweitert TypeScript das ältere JavaScript um die Typisierung von Variablen und Methoden zur Strukturierung des Codes. Die Folge sind besser lesbare Quelltexte, ein vereinfachtes Debugging und bessere Workflows für Entwicklerteams. Außerdem lassen sich durch die strikte Typisierung viele Fehler bereits beim Übersetzen entdecken, statt erst bei der Ausführung.

C# / C Sharp: Microsoft-Sprache für Desktop-Apps und Serverlösungen

C# (gesprochen: C Sharp) ist eine einsteigerfreundliche, moderne und breit aufgestellte Programmiersprache mit hoher Nachfrage. Microsoft hat sie als flexible Weiterentwicklung von C und C++ für Windows und die Azure-Cloud konzipiert. Sie ist der Programmiersprache Java nachempfunden und Teil der .NET-Technologie, Microsofts riesiger Klassenbibliothek mit vorgefertigten Funktionen für die verschiedensten Nutzungsbereiche.

Mit C# decken Sie viele Einsatzbereiche ab, darunter die Programmierung von Desktop-Apps für Windows-PCs und die Web- und Backend-Entwicklung mit ASP.NET und Microsoft Azure. Mit der Entscheidung für C# legen Sie sich nicht zwingend auf Microsoft-Plattformen fest, denn laufend kommen neue Sprachfeatures hinzu. Über die Grundstruktur wie Xamarin setzen Sie C# für das Coding mobiler Apps für Android und iOS ein. Auch für 3D-Spiele, Anwendungen im Bereich Augmented Reality und selbst für Linux ist C# eine gute Wahl.

Für den Einsatz von C# im Unternehmen sprechen die einfache Abfrage von Datenquellen, die automatische Speicherverwaltung und die große Auswahl an Bibliotheken und Frameworks.

Swift: Der Apple-Standard für iOS- und MacOS-Apps

Apple hat die Open-Source-Programmiersprache Swift für die Entwicklung von Anwendungen für iOS auf dem iPhone und iPad sowie MacOS, TvOS und WatchOS konzipiert. Sie ersetzt das zuvor im Apple-Ökosystem übliche Objective-C. Dafür gibt es gute Gründe: Swift ist um einiges schneller, leistungsstärker und intuitiver. Das liegt vor allem an der einfachen Syntax, die einen gut strukturierten und damit sauberen Code möglich macht. Swift kümmert sich automatisch um die Arbeitsspeicherzuweisung und unterstützt die Apple-üblichen Programmiergerüste. Bestehender Objective‑C-Code lässt sich in Swift einbinden und weiternutzen.

Der Einstieg in Swift lohnt sich, wenn der Schwerpunkt der Software-Entwicklung auf iOS-Geräten liegen soll. Gerade wenn es auf Performance und Apps mit zeitkritischem Timing für Mobilgeräte von Apple geht, kommen Sie kaum um Swift herum. Möchten Sie Applikationen in Swift erstellen, benötigen Sie die die kostenlose Programmierumgebung Xcode von Apple aus dem Mac-App-Store. Sie läuft ausschließlich unter MacOS und bringt einen Compiler mit. Praktisch: Änderungen am Code zeigt die Preview in Xcode auch ohne Neukompilierung an.

PHP: Beständiger Oldie für Webumgebungen

PHP (Hypertext Preprocessor) ist eine freie Skriptsprache, die hauptsächlich bei der Entwicklung von Webseiten und Web-Anwendungen eingesetzt wird. Wer sich mit Webhosting, E-Commerce, Onlineshop-Systemen, Webautomation, Content Management oder Datenbankabfragen über SQL beschäftigt, kommt fast immer mit PHP in Berührung. Die auf die serverseitige Programmierung zugeschnittene Sprache verfügt über alle wichtigen Eigenschaften populärer Standardsprachen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, über SQL auf Backend-Datenbanken zuzugreifen und den Funktionsumfang über Frameworks zur vergrößern.

In PHP geschriebene Programme werden auf dem Server ausgeführt. Sie stellen dort serverseitige Funktionen bereit und steuern die Ausgabe im Browser. So gut wie alle etablierten Servertypen unterstützen PHP, das häufig in Kombination mit CSS, JavaScript und HTML verwendet wird. Durch Einbetten von PHP in den HTML-Code generieren Sie dynamische Inhalte für Webseiten. Auch Content-Management-Systeme, beispielsweise WordPress, setzen auf PHP auf. Sogar Plug-ins für WordPress lassen sich in dieser Sprache entwickeln. Über Webanwendungen hinaus können Sie mit PHP Tools für die Kommandozeile schreiben.

Visual Basic .NET: Legt die Einstiegshürde unter Windows niedrig

Visual Basic hat eine lange Tradition unter Windows-Entwicklern und zählt heute in der Variante Visual Basic. NET zu den objektorientierten Programmiersprachen. Wie C# ist sie eine Sprache für das .NET-Framework von Microsoft mit Zugriff auf die riesengroße .NET-Bibliothek. Visual Basic .NET ist schnell zu lernen und setzt auf gut lesbaren Quellcode.

Die visuelle Developer-Umgebung für Windows ist auf das Entwickeln von Windows-Anwendungen zugeschnitten. Haupteinsatzbereich sind kleinere Anwendungen im Unternehmensbereich und für das Web – für komplexe Entwicklungen ist C# die bessere Wahl. Durch die Anbindung an Microsoft ASP.NET als Basis dynamischer Webinhalte eignet sich C# außerdem gut für die Internetprogrammierung.

Nicht ganz so gut schneidet die Skriptsprache in Sachen Ausführungsgeschwindigkeit und Speicherverbrauch ab. Im TIOBE-Langzeitindex belegt sie zwar noch Platz 6, doch Microsoft hat die Weiterentwicklung der Programmiersprache Visual Basic .NET mittlerweile offiziell eingestellt. Das macht den Einstieg mit Blick auf die schlechten Zukunftsaussichten wenig attraktiv.

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Kotlin: Leicht zu lernen, modern und stark für Android

Kotlin gehört zu den jungen Programmiersprachen und zeichnet sich durch die vollständige Kompatibilität und Interoperabilität mit Java aus. Auch eine gemischte Code-Basis mit Java ist möglich. Angesagt ist Kotlin vor allem, weil Google sie neben Java zur offiziellen Entwicklungssprache für Android auserkoren hat. Übrigens: Der Name steht ebenfalls für eine real existierende Insel.

Kotlin wird auf der Java Virtual Machine ausgeführt und ist in kurzer Zeit zu erlernen. Die im Vergleich leichter lesbare Syntax ist bei der teambasierten Software-Entwicklung von Vorteil und vereinfacht Code Reviews. Der schlanke Code hilft, Zeit und Kosten beim Erstellen von Programmen zu sparen. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt sind die hohen Sicherheitsstandards. Diese verhindern etwa typische Fehler beim Kompilieren und Ausführen von Code durch Nullwerte bei Variablen (NullPointerExceptions). Auch unterschiedliche Versionen der Programmiersprache führen anders als bei Java nicht gleich zu Software-Abbrüchen. Kotlin unterstützt alle Programmiergerüste und Libraries von Java. Vorhandene Bibliotheken lassen sich im Kotlin-Kosmos weiterverwenden.

Rust: Energieeffiziente Programmiersprache mit Amazon-Segen

Unter den jungen Programmiersprachen zählt Rust weltweit zu den anspruchsvolleren. Die komplexe Syntax legt die Einstiegshürde höher als bei anderen Skriptsprachen. Weshalb sollten Sie sich dann für Rust entscheiden? Hauptsächlich, weil Top-Unternehmen wie Amazon, Google und Microsoft für die systemnahe und Embedded-Programmierung auf Rust setzen.

Rust bringt viele Elemente mit, die den in diesem Bereich etablierten Sprachen C und C++ fehlen, etwa einen Paketmanager. Zentrales Feature von Rust für Entwickler ist es, Code mit hoher Energieeffizienz und Threadstabilität zu schreiben. Dazu gehört, dass Quelltexte nicht in einer virtuellen Maschine ausgeführt werden. Stattdessen übersetzt der Compiler die Sources in Maschinencode. Außerdem verhindert Rust Code-Fehler, die selbst alteingesessenen Programmierern immer wieder passieren.

Amazon, eines der Gründungsmitglieder der Rust Foundation, setzt beim hauseigenen Cloud-Dienst Amazon Web Services (AWS) voll auf Rust. Gründe sind der schonende Umgang mit Hardware-Ressourcen und die vorbildliche Speichersicherheit. Nach einer Schätzung von AWS-Entwicklern könnte eine breite Einführung von Rust den Energieverbrauch um 50 Prozent reduzieren.

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