Google-Shopping-Ads (Teil 1): So geht mit diesen Shopping-Anzeigen noch mehr!

//Google-Shopping-Ads (Teil 1): So geht mit diesen Shopping-Anzeigen noch mehr!

Google Shopping Ads

Mehr Zugriffe, relevantere Leads, größere Reichweite, einfache Kampagnenverwaltung – klingt gut, oder? Es sind einige der Vorteile, die Google bei der Werbung für seine Shopping-Anzeigen ins Feld führt. Tatsächlich fallen die Google-Shopping-Ads als Hingucker auf: Sie werden bei der Google-Suche prominent platziert, und Produktfotos stechen bei der ansonsten überwiegend textlastigen Seite direkt ins Auge.

Screenshot Google-Shopping-Anzeigen

Screenshot Google-Shopping-Anzeigen

Eine eierlegende Wollmilchsau sind die Shopping-Ads nicht, wie John Lincoln von Ignite Visibility hervorhebt: Er rät Händlern mit weniger als 500 Produkten eher von ihrer Nutzung ab, da Google Websites mit größerem Sortiment bevorzuge. Außerdem könnten die CPC (Cost per Click) zu hoch sein, wenn man sich in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld bewegt. Für alle anderen stehen die Chancen jedoch gut, mit den Shopping-Anzeigen das eigene Geschäft zu beflügeln. Mehr noch, wenn man folgende Tricks und Kniffe kennt.

  • Bitte gut füttern: der Feed. Bei Google-Shopping-Ads wird mithilfe eines sogenannten Produktfeeds im Merchant Center bestimmt, wie und wo eine Anzeige ausgeliefert wird. Es erklärt sich von selbst, dass die Angaben in diesem Feed möglichst vollständig, relevant und qualitativ hochwertig sein sollten. Das gilt auch und vor allem für die Produktfotos: Der erste Eindruck entscheidet, und die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt. Im Netz finden sich zudem zahlreiche Empfehlungen, den Feed am besten täglich auf den neuesten Stand zu bringen. Zumindest aber sollte der Login ins Merchant Center zur täglichen Übung werden, um Unstimmigkeiten frühzeitig erkennen zu können. Technisch etwas anspruchsvoller, aber insbesondere für große Sortimente empfehlenswert ist die automatisierte Übertragung der Produktdaten über die sogenannte Content API für Shopping. So lassen sich beispielsweise Änderungen auf der Webseite direkt an das Merchant Center liefern.

  • Zahlen, bitte: die Kosten. Wie bei anderen AdWords-Anzeigenformaten werden auch die Shopping-Ads mittels Anzeigenauktionen verkauft. Der Werbetreibende zahlt, wenn der Nutzer auf eine Anzeige klickt. Er legt beim Erstellen einer Kampagne fest, wie viel er maximal für einen Klick (CPC) zahlen will. Thomas Wilson von PPC empfiehlt, mit einem niedrigeren Gebot als für eine Google-Suchanzeige zu beginnen. Sobald die ersten Statistiken einlaufen, kann das Angebot dann nach Bedarf geändert werden. Mit geografischen Angebotsmodifikatoren etwa können Gebote in lukrativeren Märkten erhöht und in anderen verringert werden.
    Es geht auch einfacher, wie Nick Wuebbena, Senior Online Marketing Manager beim Onlinehändler Otto beschreibt: mit dem ECPC (Enhanced Cost Per Click), einem auto-optimierten CPC. Ist er aktiviert, kann Google die Gebote in Abhängigkeit der Conversion-Wahrscheinlichkeit nach oben oder nach unten korrigieren. An den Gesamtkosten ändert sich nichts. Ziel ist vielmehr, das Budget zu optimieren, indem die Zahl der Conversions bei gleichbleibenden Gesamtkosten gesteigert wird.

  • Das ist aber fein: die granulare Aussteuerung. Je präziser die jeweilige Zielgruppe umworben wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Kampagne. Wuebbena beispielsweise rät zu gerätespezifischen Kampagnen bei Google-Shopping-Konten mit hohem Volumen. Das Kaufverhalten ist in Abhängigkeit des genutzten Endgerätes mitunter sehr unterschiedlich. Die Gebote können dann je nach Kampagne an das jeweilige Endgerät angepasst werden.
    Cliqteq zeigt in einer Infografik, was noch alles möglich ist: Die Segmentierung anhand der Produkteigenschaften etwa, um Markenartikel und andere Waren in zwei Kampagnen aufzuspalten. Indem die einen von den anderen durch ausschließende Keywords getrennt werden, können sowohl die Schnäppchenjäger als auch die Käufer hochwertiger Produkte optimal bedient werden. Eine andere Möglichkeit: die stundenweise Segmentierung, da sich das Kaufverhalten auch mit der Tageszeit ändert. Niemand muss dafür 24 Stunden vor dem Merchant Center sitzen – Skripte können die Aufgabe genauso gut erledigen.

Fazit: Optimieren Sie Ihre Google-Shopping-Ads – es lohnt sich!

Google-Shopping-Ads sind nicht gleich Google-Shopping-Ads. Bei der Performance der Shopping-Anzeigen kann an vielen Stellschrauben gedreht werden, ohne dass das Werbebudget drastisch nach oben gefahren werden muss. Manche Kniffe sind einfach zu bewerkstelligen, andere brauchen mehr Zeit und Hintergrundwissen, womöglich auch professionelle Unterstützung. Es kommt letztlich auf die Größe des eigenen Shops und auf die Zielsetzung an, wie viel Aufwand man zur Shopping-Ads-Optimierung treiben will. So oder so gilt die alte Devise: Ein bisschen was geht immer.

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Lesen Sie im zweiten Teil zu Google-Shopping-Ads, wie Sie mit Remarketing, KPIs und Bildern punkten.

Google-Shopping-Ads (Teil 1): So geht mit diesen Shopping-Anzeigen noch mehr!
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By | 2018-04-13T14:23:31+00:00 05.04.2018|Categories: Google|Tags: , , |0 Kommentare

About the Author:

David Schahinian
David Schahinian arbeitet als Journalist für Tageszeitungen, Fachverlage, Verbände und Unternehmen. Nach Banklehre und Studium der Germanistik und Anglistik war er zunächst in der Software-Branche und der Medienanalyse tätig. Seit 2010 ist er Freiberufler und schätzt daran besonders, Themen unvoreingenommen und en détail ergründen zu können.

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