Was ist ein Localhost?

Als Localhost bezeichnet man in der Netzwerktechnik einen lokalen Rechner, der ein virtuelles Netzwerk erstellt. Dabei verwendet er die im Web gängigen Standards Transmission Control Protocol (TCP) und des Internet Protocol (IP). Mit Hilfe dieses Loopback Netzwerks testen Entwickler Programme und Anwendungen, die später über das Internet oder ein internes Netzwerk kommunizieren. Auftretende Fehler lassen sich dabei besser verfolgen und beheben.

Localhost dient außerdem der einfachen Erreichbarkeit eines auf dem eigenen System installierten Webservers. Ein Host, englisch für Gastgeber, ist ein Zentralrechner, auf den andere Teilnehmer über seine IP-Adresse permanent zugreifen können. Hosts stellen verschiedene Dienstleistungen wie Datenbanken, Speicherplatz oder Rechenkraft online zur Verfügung. Beim Surfen und Aufrufen von Webseiten ist der Host immer der angesteuerte Webserver.

Während große Firmen ihre eigene Infrastruktur zum Hosten von Inhalten haben, mieten kleinere Unternehmen und Privatleute das Hosting als Dienstleistung. Hier bekommen Sie für eine monatliche Gebühr Zugriff auf einen Server, der ihre Inhalte online verfügbar macht. Der Lokalhost imitiert einen Host aus dem Internet in einem lokalen Netzwerk, das auch nur aus einem einzigen Rechner bestehen kann.

Kostenfreie Online Marketing Beratung

Steigern Sie Ihre Reichweite und werden Sie sichtbar für Ihre Kunden!

Kostenfrei beraten lassen!

Was macht die Eingabe Localhost?

Beim Surfen im Internet geben Sie eine URL in die Adresszeile Ihres Browsers ein und werden anschließend zur entsprechenden Webseite weitergeleitet. Dafür schickt Ihr Computer eine Anfrage an einen DNS-Server, der die URL in die entsprechende IP-Adresse des jeweiligen Webservers umwandelt. Es gibt allerdings auch Top-Level-Domains, die für Testzwecke reserviert sind. Localhost gehört zu diesen besonderen Domains und wird von den meisten DNS-Servern in die IPv4-Adresse 127.0.0.1 übersetzt. Insgesamt ist der gesamte Bereich von 127.0.0.1 bis 127.255.255.254 für Schleifenschaltungen über Localhost reserviert. Der Einfachheit wegen kommt aber meistens nur die erste mögliche Adresse 127.0.0.1 zum Einsatz.

Die lokale Hosts-Datei führt den gleichen Verweis durch. Die IP-Adresse verweist wiederum auf den eigenen Rechner. Es entsteht eine sogenannte Loopback Verbindung mittels TCP/IP, die sich nur wenig von einer normalen Verbindung ins Internet unterscheidet. Vor der Einführung des Domain Name System (DNS) war die Hosts-Datei die einzige Möglichkeit, Domainnamen in IP-Adressen umzuwandeln. Heute hat sie ihre Bedeutung zum größten Teil verloren, abgesehen von internen Verbindungen, die vom Internet unabhängig sind.

Das ist gut, weil sich DNS im Internet weniger leicht manipulieren lässt als eine lokale Datei. So konnten zum Beispiel Viren und Trojaner die Hosts-Datei verändern, um Antiviren-Software zu umgehen oder auszuschalten. Heute wie damals reicht die Eingabe von „Localhost“ oder der Adresse 127.0.0.1 im Browser aus, um den auf dem Rechner vorinstallierten lokalen Server aufzurufen. Dadurch lassen sich Webseiten lokal testen. Der eigene PC dient dabei als Host. Dabei ist eine Schleifenschaltung als virtuelle Schnittstelle definiert. Sie ist fest im jeweiligen Betriebssystem und der Hosts-Datei hinterlegt.

Auf Unix-Systemen heißt sie lo oder lo0 und ist unter diesem Namen als Hardware hinterlegt. Windows und Apple erlauben den direkten Zugriff auf die Schnittstelle über die Eingabeaufforderung, beziehungsweise das Terminal. Alle Verbindungen über Localhost werden vom Betriebssystem wie eine Verbindung zu einem externen Server, vServer oder Client behandelt. Gleichzeitig bleiben alle Daten auf dem eigenen Gerät. Es ist auch keine Internetverbindung notwendig, um Localhost zu nutzen.

Mehr über Webanalyse lernen!

Nehmen Sie an unseren Webinaren teil oder sehen Sie sich eine Aufzeichnung an.

Zu den Webanalyse Webinaren

Wie ist die IP-Adresse für Localhost bei IPv6?

Die im lange Zeit genutzten IPv4-Standard definierte IP-Adresse des Localhosts ist weithin bekannt: Techniker können mit Hilfe der 127.0.0.1 per Loopback ein virtuelles Netzwerk auf dem eigenen Computer erstellen. Mit dem sich immer stärker durchsetzenden IPv6-Standard verändern sich allerdings die IP-Adressen. Natürlich wird die Eingabe Localhost nach wie vor von der Hosts-Datei richtig übersetzt. Alternativ können Sie allerdings auch direkt die IP-Adresse ::1 verwenden. Sie ist sogar noch einfacher zu merken als die alte Zahlenkombination.

20 Profi-Tipps für die perfekte Unternehmens-Website

Für Ihren erfolgreichen Internetauftritt müssen Sie viel beachten. Wir geben Ihnen kostenfrei Tipps für Ihre perfekte Website.

  • Aufbau
  • Inhalt
  • Technik
  • Rechtliches
Kostenfrei anfordern!
20 Tipps für die perfekte Untenrehmens-Website Vorschaubild

Was ist eine Loopback Verbindung?

Diese Schleifenschaltung beginnt und endet auf dem gleichen lokalen Rechner. Dessen Betriebssystem stellt eine virtuelle Schnittstelle bereit, über die Programme und Dienste des Computers miteinander kommunizieren. Der Datenaustausch läuft dabei genau auf die gleiche Art und Weise ab wie eine Verbindung mit dem Internet. Daher eignen sich Loopback Verbindungen zum Testen und Verfeinern von netzwerk- und webbasierten Anwendungen und Programmen. Gleichzeitig bietet Localhost als Testumgebung maximale Sicherheit, weil die Daten den lokalen Rechner niemals verlassen.

Wofür verwendet man Localhost und Loopback Verbindungen?

Von außen betrachtet erscheint die Kommunikation über eine virtuelle Schnittstelle unnötig komplex und aufwendig. Localhost hat jedoch einige entscheidende Vorteile: Alle Daten bleiben stets auf dem eigenen Rechner, Webserver oder im internen Netz. Damit bietet das Verfahren eine sichere Möglichkeit, neue Programme, Services und Konfigurationen in einem kontrollierten Umfeld zu testen, bevor sie online gehen.

Weitere Szenarien sind:

– Aufbau von Testumgebungen ohne externen Server

– Lokales Netzwerk mit TCP/IP ohne externe Anbindung

– Bereitstellung von lokalen Webinterfaces für Dienste und Anwendungen

– Interne Kommunikation zwischen Diensten und Webservern

– Universelle Schnittstelle für plattformübergreifende TCP/IP Kommunikation

– Geschwindigkeitstest über Ping-Anfragen an 127.0.0.1

Welche Anwendungen nutzen Localhost als Webinterface?

Im Alltag arbeiten viele Anwendungen mit Localhost. Dazu gehören unter Linux sowohl die Standard-Druckverwaltung CUPS als auch die Server-Administrationen Webmin, DirectAdmin oder Plesk sowie die Datenbankenverwaltung über phpMyAdmin. Jede dieser Anwendungen nutzt Localhost über einen eigenen Port. Um die Weboberfläche aufzurufen, nutzen User die Eingabe Localhost: Portnummer. Alternativ können sie auch direkt die IP-Adresse 127.0.0.1 oder unter IPv6 [::1]:Portnummer. Die eckigen Klammern um die IP-Adresse unter IPv6 verhindert, dass das System den Doppelpunkt vor der Portnummer fälschlicherweise als Teil der IP interpretiert und es dadurch zu Fehlern kommt.

Welche Bedeutung hat Localhost für WordPress?

Eine lokale Installation des beliebten CMS WordPress auf dem eigenen Rechner greift auf die Funktionen von Localhost zurück. Sie ermöglicht es Nutzern, verschiedene Plugins oder Themes auszuprobieren, ohne den eigenen Webserver dafür zu verändern und Probleme mit der Konfiguration zu riskieren. Gleichzeitig ist eine lokale Kopie des eigenen WordPress-Servers ein gutes Backup, falls Probleme auftreten sollten. Funktionieren alle Änderungen auf dem lokalen WordPress, lassen sich diese schnell und einfach auf den Webserver umziehen.