Firmeneintrag in Verzeichnismedien

Wer ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietet, will damit sichtbar sein. Das ist der Grund, weswegen Unternehmen auf ihr Google-Ranking starren. So weit, so gut – aber nicht ausreichend. Denn Telefonbuch, Gelbe Seiten & Co. werden fast genauso oft zurate gezogen, wenn Verbraucher etwas suchen. Die Nutzung solcher Verzeichnismedien – und zwar online wie gedruckt – ist ungebrochen! Dabei hat der potenzielle Kunde es etwas leichter: In den meisten Fällen und wenn er nicht auf den Kopf gefallen ist, bekommt er mit wenigen Klicks das, was er braucht. Ein Unternehmen hingegen muss deutlich mehr richtig machen, um es bei diesen wenigen Klicks unter die ersten Ergebnisse zu schaffen.

Firmennamen und Unternehmensdaten eintragen, aber wo?

Der Verband Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien (VDAV) listet alleine 150  Mitglieder auf, die insgesamt über 2000 relevante Medien herausgeben. Die gute Nachricht: Bei den 2000 sind z.B. auch einzelne Ausgaben von Das Örtliche gezählt, die Vielfalt ist in der Praxis also nicht ganz so überwältigend. Die schlechte Nachricht: Es gibt Verzeichnisse, die prominent in Suchergebnissen auftauchen, aber außerhalb des Verbandes agieren. Wo also anfangen? Wie viel Arbeit sollen sich vor allem kleine und mittlere Unternehmen machen, um in den wichtigsten Verzeichnissen vorzukommen – ohne sich zu verzetteln?

Zwei zentrale Aspekte sind zu unterscheiden:

  • Allgemeine Relevanz: Unter dem Gesichtspunkt „Reichweite“ können Unternehmen entscheiden, dass sie ein bestimmtes Budget und einen gewissen sonstigen werblichen Aufwand auf die Verzeichnismedien mit der weitesten Verbreitung aufteilen – dabei werden die Top 3 meist Gelbe Seiten, Das Örtliche und Telefonbuch sein, aber natürlich kann man auch noch mehr Plätze der Hitliste mit einem Eintrag bestücken.
    Wo eine örtliche oder regionale Verfügbarkeit des Angebots eine Rolle spielt, sind außerdem kommunale Verzeichnisse eine erste Adresse für den Firmeneintrag. Die Branchen- oder Shopping-Seiten auf den Websites vieler Städte und Gemeinden sind für den direkten Zugriff meist prominent platziert. Fast noch wichtiger ist aber, dass diese „amtlichen“ Seiten mit ihrer in der Regel hohen Domain Authority die Sichtbarkeit eines Firmeneintrages auch bei einer Suche über andere Kanäle erhöhen.
  • Spezielle Relevanz: Je nach Branche, Vertriebswegen und Standort kann diese allgemeine Relevanz eines Verzeichnismediums jedoch schwanken – auch je nachdem, ob es um Sichtbarkeit für normale Verbraucher oder aber im B2B-Bereich geht. Um das zu überprüfen, ist folgender Test aufschlussreich: Über eine Google-Suche (bei Bedarf auch über andere Suchmaschinen) probiert man mit allen erdenklichen Suchbegriffen, das eigene Unternehmen konkret sowie (ohne Unternehmensname) das Angebot aufzufinden – genau so, wie ein potenzieller Kunde dies täte. Die Suche nach „Schrauben Köln“ ergibt dabei z.B. neben relevanten Einzelhändlern auch einschlägige Verzeichnisse, in denen diese Händler gelistet sind. Im konkreten Fall hat ein klarer Branchenmatador hier die Nase vorn, der aber – in dieser Reihenfolge – auch gleich auf der Seite der Stadt Köln, bei Das Örtliche und in den Gelben Seiten erscheint. Immer noch auf der ersten Google-Ergebnisseite folgt wogibtswas.de. Das wäre dann die erste Adresse für ein weiteres Verzeichnismedium, wenn man Schrauben in Köln verkaufen will.

Vorsicht, Augen auf! Unseriöse Anbieter versuchen immer wieder, Unternehmen mit zwielichtigen Zusendungen über unterschiedliche Kanäle zu kostenpflichtigen Einträgen in wertlose Verzeichnisse zu bewegen. Häufig wird dabei ein bereits bestehender Eintrag vorgetäuscht, der „korrigiert“ werden soll. Oder Name und Erscheinungsbild eines großen Verzeichnisses werden nachgeahmt („Gelbe Branchenseiten“ o.Ä.). Gängige Maschen dieses Geschäfts beschreibt z.B. die IHK Frankfurt a.M.

Wirkungsvoll und seriös ist meist unkompliziert

Grundsätzlich umfasst eine professionelle Agenturberatung auch die Auswahl und das Management von Firmeneinträgen in Verzeichnismedien, zugeschnitten auf den individuellen Bedarf und die Besonderheiten des Einzelfalls. Abgesehen davon sind Online-Einträge bei den oben erwähnten Medien aber leicht zu handhaben und teils auch kostenlos, zumindest in den jeweiligen Basisversionen bzw. zum Testen:

  • Das Örtliche bietet ein dreimonatiges Schnupperpaket, oder gleich die Möglichkeit, Werbung zu schalten.
  • Einen gleichartigen Test bieten die Gelben Seiten und das Telefonbuch.
  • Die Standardeinträge ins Telefonbuch (ohne weitere Angaben außer Namen, Anschrift und Telefonnummer) sind kostenlos – aber natürlich an eine Telefonnummer der Telekom gebunden.

Selbstverständlich liefert auch die schlichte Google-Suche nach „kostenloser Firmeneintrag“ eine lange Reihe von (mehr oder weniger) lukrativen Eintragungsmöglichkeiten.

Fazit: Eintrag überall aktuell halten – oder halten lassen

Das Thema Firmeneinträge ist immer wieder in Bewegung – deswegen gibt es hier im Blog eine eigene Kategorie „Verzeichnismedien“, die weiterführende Tipps und Aktualisierungen bereithält. Wer lieber die Abkürzung quer durch sämtliche Plattformen nimmt, ist mit Heise RegioListing vermutlich am besten bedient. Die Seite www.heise-regiolisting.de gibt sofort Online-Auskunft, in welchen Verzeichnissen die eigene Firma gelistet ist – und bietet darüber hinaus einen umfassenden Service, den den Unternehmenseintrag in über 25 Online-Verzeichnissen, Suchmaschinen und Kartendiensten einträgt.

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