Adobe Spark Grundlagen

Wenn sich Ihr Unternehmen trotz begrenzter Ressourcen auf Facebook und anderen Social-Media-Plattformen optisch aus der Masse der Postings hervorheben soll, so war das bisher mühsam. Um bei Facebook zu bleiben: Sicher, Sie können Fotos zu Ihren Beiträgen stellen, auch Videos (schon wieder aufwendig!), aber bei Textbeiträgen lässt sich nicht einmal die Schrift formatieren. Also formatierten Text einscannen? Da muss dann wieder die Bildgröße stimmen  …

Wenn Sie aus Kostengründen bei Do it yourself bleiben und dennoch attraktive Beiträge erstellen wollen, gibt es jetzt ein höchst praktisches Tool des Software-Anbieters Adobe (Photoshop, Acrobat Reader etc.). Kostenlos, weitgehend intuitiv bedienbar und auf verschiedene Plattformen abgestimmt: Adobe Spark.

Sieht gut aus: Postings, Seiten, Animationen …

Spark ist als Web-Anwendung und als App für iPhone verfügbar; an einer Android-App arbeiten die Entwickler noch. Die englischsprachige Website führt übersichtlich durch die Anwendungsmöglichkeiten und zeigt auch viele Beispiele zur Anregung. Wer sich ohne Anmeldung vorab einen Eindruck von den Möglichkeiten verschaffen will, sollte den Spark-eigenen Werbeclip umgehen und stattdessen das engagierte YouTube-Video des kanadischen Bloggers Steve Dotto zurate ziehen.

Screenshot: Adobe Spark

Screenshot: Adobe Spark

 

Kostenlos angemeldet ist man bei Spark in Sekunden – wahlweise über eine bestehende Adobe-ID, einen Facebook- oder Google-Account. Oder man registriert sich mit wenigen Angaben per Sign-in. Die Startseite führt direkt in die Praxis der drei Kategorien Post, Page und Video.

Screenshot: Adobe Spark

Screenshot: Adobe Spark

Grob erklärt:

  • Post lässt Sie einzelne Beiträge für verschiedene Formate der Netzwerkplattformen (z.B. für ein Facebook Ad oder ein LinkedIn-Cover) gestalten, aber auch freie Formate wie Quadrate oder Banner.
  • Page ermöglicht Ihnen, Inhalte ähnlich wie auf einer Website zu präsentieren und dann über Facebook oder Twitter, E-Mail und in eine Website eingebettet zu veröffentlichen.
  • Video heißt zwar so, ist aber etwas anderes: Hier gibt es eine breite Palette an Vorlagen für animierte Slideshows, die man mit Musik und eigenen Kommentaren unterlegen kann.

Die Menüs sind selbsterklärend; mehr Auswahl als in der oberen Menüleiste eröffnet sich mit dem Menu-Bar-Button links oben: Support, die Features im Detail und der Zugang zu den Mobile Apps sind so zugänglich.

Adobe Spark gibt es auch als App.

Adobe Spark gibt es auch als App für das iPhone.

Inspiration und Qual der Wahl: viele Optionen fürs Design

Adobe hat seine langjährige Erfahrung mit Grafik und Gestaltung hier in eine Software für „Normal-User“ gepackt, die so einfach ist wie einen Anzug von der Stange zu kaufen – statt eine Schneiderlehre zu machen. Schriften, ganze Vorlagen oder die Umwandlung von einer Vorlage zu einem anderen Plattformformat können Sie mit einem Klick managen. Welche Rechenkapazitäten dafür im Hintergrund aktiviert werden, lassen die mitunter auftretenden, aber immer noch maßvollen Wartezeiten erahnen.

Am einfachsten ist die Vielfalt mit der einfachsten Kategorie Post erfahrbar. Hier geben Sie zunächst Text ein. Mit Weiter kommen Sie zu einer Reihe von Optionen:

  • Resize ändert das Format für verschiedene Plattformen; Sie können also z.B. einen Twitter-Header zu einem YouTube-Vorschaubild machen.
  • Theme bietet vorgefertigte Design-Muster, die sich allerdings weitgehend ändern lassen, indem man z.B. den gelayouteten Text anklickt: variierbar sind u.a. Schriftart, -Ausrichtung und -Farbe, die Form des Rahmens und die Transparenz.
  • Palette offeriert kombinierte Farbzusammenstellungen für Schrift und Hintergrund.
  • Photo ist die Schaltfläche, um den Hintergrund flächig oder mit Bildern zu gestalten.
  • Text formatiert den Text, wobei die Textelemente im Posting auch noch mit den üblichen Ziehpunkten in alle Richtungen verschoben, gedreht und verzerrt werden können.
Mit Adobe Spark Grafiken für Social Media erstellen, z.B. für Instagram. (Screenshot)

Mit Adobe Spark Grafiken für Social Media erstellen, z.B. für Instagram. (Screenshot)

Ungewohnt bei der generellen Bearbeitung eines solchen Posts – im Vergleich mit Layout- oder Textverarbeitungssoftware – ist vor allem, dass es keine neuen Seiten gibt, weil ja alles in einem Posting Platz finden muss. Add Text fügt also auf immer derselben Seite ein neues Textfeld hinzu. In vorhandene Textfelder kommen Sie, indem Sie diese anklicken und Edit wählen.

Mit allen diesen Optionen können Sie so lange spielen, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Mit dem Share-Button in der oberen Menüleiste signieren Sie das Posting und geben ihm eine URL, die Sie versenden, teilen oder eben im sozialen Netzwerk Ihrer Wahl publizieren können.

Erzählen Sie Ihre Story in bewegten Bildern!

Die Gestaltung einer Page ist ein Kapitel für sich. Video bietet sich jedoch häufig an, wenn man Inhalte in Form einer Sequenz von Bildern und/oder Texten attraktiv vermittelt will, etwa für Präsentationen oder How-to’s. Auch hier können Sie – ganz ähnlich wie bei Posts – zunächst mit Text, Bildern und Icons den Inhalt bestimmen.

In der Folge bietet Spark dann bestimmte Präsentationsmuster (Themes) an, die Sie mit Musik unterschiedlichster Stilrichtungen plus eigenen Sprachkommentaren unterlegen sowie im Layout ändern können. Sie können – wenn Sie Zeit haben – endlos spielen, aber auch in wenigen Minuten ansprechende Slideshows erstellen. Das funktioniert auch ohne Übung recht intuitiv; der zweite Teil des erwähnten Videos von Steve Dotto (ab 9’15“) illustriert das.

Fazit: Preiswertes Social-Media-Marketing im Schnellverfahren

Adobe Systems ist durch ungeschickte Preispolitik vor allem im europäischen Raum ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Spark als neues Free Tool ist möglicherweise also vor allem eine Image-Maßnahme des Software-Unternehmens. Ungeachtet dessen können Sie damit aber einen Vorsprung für Ihr Marketing in sozialen Netzwerken erringen, solange es neu und noch nicht Allgemeingut geworden ist. Der Aufwand für echte Hingucker, gleich auf welchen Plattformen, lässt sich jetzt jedenfalls drastisch reduzieren.

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