Unternehmen erfolgreich bei Google

Markus Hövener gab zum Abschluss eines spannenden und rundum gelungenen Strategietages einen Vortrag, ja man möchte sagen, ein Plädoyer für den Wandel im Online Marketing, dem sich Unternehmen stellen müssen, um künftig vorne zu stehen.

E-A-T oder: für ein Thema brennen

E-A-T steht für „A High Level of Expertise/Authoritativeness/Trustworthiness” und ist ein Ausdruck, der von Google geprägt wurde und sich in den Quality Rating Guidelines wiederfindet. Es geht also um Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit als eine der wichtigsten Kriterien, die Google für qualitativ hochwertigen Content heranzieht. Markus beschrieb dafür Synonyme Begriffe wie Marke sein, Kante haben usw. Eine Website soll sich also von der Masse abheben und gleichermaßen glänzen. Die Frage, die sich nun stellt ist klar: Wie gestaltet man eine Website und ihren Inhalt, so dass sie den hohen Ansprüchen von Google genügt und wie transportiert man die genannten Attribute online? Markus hat dafür eine relativ einfache Antwort: Leidenschaft und Liebe zum Thema und Produkt. Es gibt viele Websites, die quasi von der Stange sind und sich nur im Logo und bestenfalls im farblichen Anstrich differenzieren. Es gibt aber Websites, die mit Leidenschaft also quasi mit Feuer und Flamme erstellt und gepflegt werden.

„You can‘t put lipstick on a pig.“

Oder: Ein Schwein bleibt ein Schwein, da hilft auch kein Lippenstift. Falsch! Oder zumindest zu kurz gedacht, gibt Markus zu bedenken, denn auch langweilige Produkte wie beispielsweise ein schwarzer Herrenlederschuh lassen sich mit einer geistreichen oder liebevollen Produktbeschreibung aufwerten und ansprechend darstellen.

Authentisch ist besser als teuer

„Authentizität kommt an“, wie Markus am Beispiel der YouTube-Videos von „Horst“ zeigt. Denn Horst als Betreiber von „The Whisky Store“ verkostet Whiskey und erzählt Geschichten zu einen Lieblingswhiskys und ist damit sehr populär geworden.

YouTube erfolgreiches Marketing

Der „Reason Why“

Die Fragestellungen, die sich dem Websitebetreiber stellen sollten, der erfolgreich sein will, lauten:

  1. Strahle ich bzw. meine Website Expertise aus?
  2. Kommt die Liebe zum Thema oder zum Produkt zum Ausdruck?
  3. Stelle ich eine Autorität innerhalb der Branche dar?

Wenn man es schafft, dass selbst der ärgste Konkurrent auf die eigene Website verlinkt, dann hat man ein wesentliches Ziel erreicht. Man strahlt so viel Autorität und Expertise aus, dass sogar Wettbewerber sich darauf beziehen, um sich selbst als Experte darzustellen. Frei nach dem Motto: Ich rede über Experten, also bin ich selber einer.

Content First

Die Website benötigt also attraktive und zur Marke passende Inhalte. Ein sportliche Maßgabe lautet dabei, dass der zu kreierende Inhalt zehn Mal besser sein sollte als der der Konkurrenz („10x Content Prinzip“). Man sollte dabei jede Gelegenheit nutzen, um relevante Inhalte zu produzieren. Als Beispiel führte Markus einen Messebesuch auf. Nach dem Motto „wenn man schon mal da ist“ lässt sich ohne großen (Mehr-)Aufwand ein kleines Video erstellen.

Kein Klein-Klein

Wir leben im Zeitalter der Informationen und damit einher geht eine Trend-Kultur mit ihrem Credo „wir dürfen nichts verpassen“. Auch im Online Marketing macht diese hysterie-ähnliche Welle nicht halt. Es wird häufig vieles ausprobiert, eben weil es gerade trendy ist, aber das Problem dabei ist: Es wird dabei nichts vollkommen durchgezogen und richtig zu Ende gemacht. Man sollte also lieber von anderen lernen und sich den Themen widmen, die am vielversprechendsten sind und dann das Thema auch voller Elan und fokussiert angehen.

Hungrig sein

Unter dem Motto „Hungrig sein“ beschreibt Markus, wie man mehr aus dem macht, was funktioniert und sich nach Prüfung von dem trennt, was nicht funktioniert. Als wichtiges Hilfsmittel dient vor allem die Web-Analyse. Hier ist es sehr wichtig, Kompetenzen zu entwickeln oder zu beschaffen. Am besten funktionieren Rituale, um die regelmäßigen Tasks in das Arbeitsleben zu integrieren.

Fazit von Markus Hövener

Toller Content, Fokus auf das Wesentliche und Guten Appetit – so könnte man es mit einem Augenzwinkern zusammenfassen.

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© Ines Schaffranek / Bloofusion

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