Erfolgsfaktoren für Amazon-Shops

„Nur gucken, nicht anfassen“, hieß es einmal in einer Bierwerbung. Wenn das in der Welt der Online-Händler passiert, zieht man die Conversion Rate zurate: Sie beschreibt, wie viele Besucher eines Shops am Ende tatsächlich den Kaufen-Button drücken. Wer viel guckt und wenig kauft, beschert dem Verkäufer eine niedrige Konversionsrate – und Stoff zum Nachdenken. Denn das Interesse an den Produkten ist ja da – sonst hätten die potenziellen Käufer den Online-Shop gar nicht erst angesteuert.

Eine Optimierung tut vor allem dort not, wo die Konkurrenz groß ist. Und bei Amazon ist sie sehr groß. Eine schlechte Navigation, das falsche Sortiment oder zu hohe Preise können einige der Gründe für eine miese Conversion Rate sein. Wie viel da noch im Argen liegt, zeigte eine Studie des Portals Statista: Amazon lag bei der Kaufwahrscheinlichkeit lediglich auf Platz 4 – noch hinter Quelle, obwohl der Mitbewerber lediglich einen kleinen Bruchteil der Besucherzahlen des amerikanischen Versandriesen vorweisen kann. Klicken heißt eben nicht gleich kaufen.

SEO für Amazon-Anbieter

Auch wenn man sich mit seinem Shop bei Amazon an einige Restriktionen bindet, die man bei einem unabhängigen Web-Auftritt nicht hat: Es gibt dort mehr Möglichkeiten, als viele denken. Mittlerweile hat sich unter dem Begriff „Amazon-SEO“ eine ganze Branche herausgebildet, die Unterstützung bei der besseren Vermarktung verspricht. Das Erfolgsprinzip ist auf den ersten Blick ein ähnliches wie bei Google: Wer weit oben steht, hat die besten Karten. Mit dem Suchergebnis hat Google seine Schuldigkeit in der Regel allerdings getan, während die Arbeit im Shop mit dem Eintritt des Besuchers erst beginnt.

Eine Infografik von Rockit Internet verdeutlicht anschaulich, dass Sie als Händler viele Verbesserungen selbst durchführen können. Zu den Erfolgsfaktoren zählen unter anderem relevante Keywords, ein aussagekräftiger, nicht zu langer Produkttitel, ganz wichtig: die passende Kategorisierung sowie, natürlich, konkurrenzfähige Preise.

Hinzu kommt eine Handvoll weiterer Faktoren, die zumindest indirekt beeinflussbar sind. Hier sind beispielsweise die Click-Through-Rate, der eigene Verkaufsrang und die Händler- sowie Produktbewertungen zu nennen.

So sehen Gewinner aus: sichtbar und obenauf

Warum die Optimierung so wichtig ist, zeigt ein einfaches Beispiel. Viele Menschen klicken lieber bequem auf vorgegebene Schaltflächen, anstatt sie per Hand zu verändern. Das gilt auch für das Feld „In den Einkaufswagen“. Wie hoch die Quote derjenigen, die den voreingestellten Händler treu bleiben, genau ist, bleibt unklar. Aber Amazon selbst nennt die Verkäufer, die den Platz an der Sonne ergattern, „Gewinner“ – ein deutliches Zeichen, dass es sich lohnt, den eigenen Shop auf Vordermann zu bringen.

Der genaue Algorithmus wird ähnlich gut gehütet wie bei Google oder das Rezept von Coca-Cola. Die oben genannten Faktoren tragen aber viel zu einer besseren Platzierung bei. Der Preis allein macht es nicht aus: Amazon nennt als einige weitere Kriterien für die Besetzung des Einkaufswagen-Feldes die Verkäufer-Performance, die Rate an Bestellmängeln, die Verkäufererfahrung und den Status als Power-Anbieter.

Es ist kontinuierliche Optimierungsarbeit gefragt, die sich auch auszahlen kann, wenn man (noch) nicht ganz an der Spitze steht. Denn unter der Schaltfläche werden ja die drei nächstplatzierten Händler angezeigt. Das ist immer noch besser, als in der Auflistung gar nicht angezeigt zu werden.

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