Mobile Advertising für KMU

Kleine und mittelständige Unternehmen haben es nicht leicht: So verfügen KMU in der Regel nur über ein eingeschränktes Budget, was gerade in puncto Marketing – formulieren wir es positiv – eine Herausforderung darstellt. Während größere und finanzstarke Unternehmen ihre Marketing-Strategie im kostspieligen, aber auf lange Sicht profitablen, Trial-and-Error-Verfahren entwickeln können, stehen KMU unter einem wesentlich höheren Erfolgsdruck.

Im Spannungsfeld aus Hype und Verheißung

Die Situation vieler KMU ist schon fast eine tragische. Angesichts der harten Konkurrenz sind sie auf effiziente Wege des Marketings und der Werbung angewiesen. Enge Budgets lassen kaum Raum für kostspielige Fehlversuche. In der schnelllebigen Welt des Online-Marketings verwischen jedoch die Grenzen von künstlich aufgebauschtem Hype und realer Verheißung mit zukunftsträchtigem Kern. Ungezählt sind die im Sande versickerten Millionen, die deutsche KMU in den ersten Jahren der massenhaften Verbreitung von Social Media in die Erstellung viraler Kampagnen gesteckt hatten, nur um ernüchternd festzustellen, dass virales Marketing keine exakte Wissenschaft ist, sondern von einer ganzen Batterie kaum zu beeinflussender Faktoren bestimmt wird.

Risikomanagement – aber wie?

Der Markt setzt KMU unter ständigen Zugzwang. Doch in jeder Richtung hängt das Damoklesschwert drohend in der Luft. Vorschnelles Handeln könnte zum Verpuffen der eingesetzten Investitionen in Werbeformen mit vermeintlichem Zukunftspotenzial führen. Bei einem allzu zaghaften Vorgehen rauschen Trends womöglich ungenutzt vorbei und die Konkurrenzfähigkeit leidet.
Der Soziologe Ulrich Beck hat für unsere Gesellschaft den Begriff der „Risikogesellschaft“ geprägt – ein Terminus, der für die Situation der KMU treffender kaum sein könnte. Das Risiko ist allgegenwärtig, lauert hinter jeder Entscheidung und ist prinzipiell unvermeidbar. Wie aber bändigt man das Unvermeidbare? Risikomanagement kann auf unterschiedlichsten Ebenen erfolgen. Eine genaue Beobachtung und Analyse der „Big Player“ ist dabei ein vielversprechender Ansatz für KMU, um zukunftsträchtige Trends rechtzeitig zu erkennen.

Mobile Advertising – der Zug nimmt Fahrt auf

Die Zahlen sprechen für sich. Laut dem Online-Portal Statista nutzen in Deutschland bereits rund 40 Millionen Menschen Smartphones. Hinzu kommen knapp 26 Millionen Tablet-Nutzer. Doch ein großer Markt ist selbstverständlich noch kein Garant für den Erfolg einer Werbeform, auch wenn Maßnahmen wie Geo-Targeting durchaus für Mobile Advertising zu sprechen scheinen. Aufschluss über Nutzerverhalten und Nutzerakzeptanz kann nur die Praxis liefern.
Betrachtet man die Umsatzentwicklung von Facebook, das jüngst verstärkt auf Mobile Advertising setzte, lässt sich ein recht eindeutiger Trend ausmachen. Das zweite Quartal 2014 war für Facebook das umsatzstärkste Quartal der Unternehmensgeschichte, wobei der größte Teil der Einnahmen durch Werbung generiert wurde. Erstaunliche 62 Prozent der Werbeeinnahmen stammen bereits jetzt aus dem Mobile Advertising, was für eine sehr hohe Nutzerakzeptanz spricht.
So zeichnet sich die Entwicklung immer deutlicher am Horizont ab: Mobile Advertising schickt sich an, zu der Werbeform der Zukunft zu avancieren, die in der Lage ist, klassischen Werbekanälen Paroli zu bieten. Für KMU scheint das Zeitfenster folglich immer knapper zu werden, um rechtzeitig auf den anfahrenden Zug des Mobile Advertisings aufzuspringen und sich gegenüber der Konkurrenz den so wichtigen Vorteil zu verschaffen.
Vor dem Hintergrund der riesigen Reichweite und des präzisen Zielgruppen-Targetings im Bereich des Mobile Advertisings erscheinen entsprechende Investitionen mehr als gerechtfertigt.

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