© Marktjagd.de

© Marktjagd.de

Smartphones sind immer griffbereit und für uns längst zum komfortablen und praktischen Helfer im Alltag geworden. Während wir unterwegs sind, um Besorgungen zu machen, suchen wir ganz automatisch nach Lieblingsgeschäften in unserer Nähe, prüfen, ob es im Supermarkt um die Ecke günstige Angebote gibt oder lassen uns zum nächstgelegenen Geldautomaten navigieren. Im Anschluss an den anstrengenden Stadtbummel wird nach einem schönen Restaurant für den Abend gesucht – natürlich inklusive guter und aktueller Bewertungen – und anschließend die Heimfahrt per Bus & Bahn oder mit dem Taxi organisiert.

Standortbezogene Dienste in allen Lebensbereichen

Dies alles sind Beispiele für Location-based Services, d.h. Dienste, die Informationen in Abhängigkeit vom Standort des Nutzers zur Verfügung stellen. Inzwischen stehen von Geotargeting über Geofencing bis hin zum Proximity Targeting (z.B. WLAN, Bluetooth) verschiedene Technologien zur Verfügung, die sich in Abhängigkeit von ihrer Reichweite für unterschiedliche Anwendungsgebiete eignen. Seit dem Siegeszug der Smartphones – über 70 Prozent aller Bundesbürger besitzen mittlerweile ein internetfähiges Telefon, Tendenz weiter steigend – und der damit einhergehenden ständigen Verfügbarkeit von Informationen, haben Location-based Services kontinuierlich an Bedeutung gewonnen und durchziehen inzwischen alle Lebensbereiche. Besonders verbreitet sind sie aktuell in den Bereichen Tourismus, Beförderung & Verkehr sowie Navigation & Maps. Aber auch Gastronomie und Shopping bilden bedeutende Einsatzgebiete.

© Marktjagd.de

© Marktjagd.de

Smartphone-Nutzer wünschen sich lokale Informationen

Aktuelle Studien zeigen, dass an ihren Aufenthaltsort angepasste Informationen und Suchergebnisse von Smartphone-Nutzern nicht nur akzeptiert, sondern sogar erwartet werden. So belegt etwa eine Untersuchung von Google und Ipsos MediaCT, dass sich drei Viertel aller Nutzer Suchergebnisse und Informationen passend zu ihrer Stadt, Postleitzahl oder ihrer unmittelbaren Umgebung wünschen. Google hat auf diesen Trend längst reagiert und liefert beispielsweise bei der Suche nach „Kino“ passende Ergebnisse für den Standort des Suchenden. Besonders interessant für Unternehmen: Wer lokal sucht, steht meist unmittelbar vor einer Kaufentscheidung. So besuchte einer von drei Smartphone-Nutzern ungeplant ein Geschäft und einer von fünf entschloss sich zu einem vorher nicht geplanten Kauf.

Mit Location-based Services Kunden ins stationäre Geschäft locken

Aus diesen Zahlen wird das Potenzial, das Location-based Services für das digitale Handelsmarketing bieten, deutlich. Im Folgenden werden drei Haupteinsatzgebiete für standortbasierte Dienste am Beispiel der App „Marktjagd – Dein Einkaufshelfer“ des gleichnamigen digitalen Prospektverteilers Marktjagd illustriert. Das Dresdner Unternehmen listet in seiner App für Android, iOS und Windows Phone Prospekte und Angebote von über 2.200 renommierten Händlern deutschlandweit und stellt diese seinen Nutzern standortbezogen zur Verfügung.

© Marktjagd.de

© Marktjagd.de

1. Werbung für Produkte, Angebote und Sonderaktionen

In die Marktjagd-App können Händler ihre Prospekte in digitalisierter Form, aber auch Einzelprodukte, Gutscheine oder Coupons aufnehmen lassen. Der Standort der Nutzer wird automatisch erkannt, so dass sie schnell und unkompliziert nach Produkten und Angeboten in ihrer Nähe – gefiltert nach Branchen und Händlern – suchen können. User können außerdem auf Wunsch Push-Notifications erhalten, wenn neue Angebote von ihren Lieblingsgeschäften verfügbar sind.

Der Einsatz von Push Notifications ist theoretisch beliebig erweiterbar. Nutzer könnten etwa nicht nur Nachrichten bei neuen Angeboten ihrer Lieblingshändler erhalten, sondern per Geotargeting-Technologie auch über Aktionen von Händlern informiert werden, wenn sie gerade in Reichweite des jeweiligen Geschäftes sind. Jedoch sollte die Frequenz keinesfalls zu hoch ausfallen, damit anfängliches Interesse nicht ins Gegenteil umschlägt und Push-Nachrichten zukünftig nicht mehr erwünscht sind.

2. Bereitstellung von zusätzlichen Produkt- und Filialinformationen

Gemäß dem Marktjagd-Motto „Online suchen, offline kaufen“ haben Nutzer in der App Gelegenheit, sich über weitere Produktdetails wie etwa Preise oder Ersparnisse bei Sonderangeboten zu informieren. Damit man kein Schnäppchen mehr vergisst, können alle interessanten Angebote zu einer Merkliste hinzugefügt werden. Wer Informationen zu einem Geschäft sucht, findet unkompliziert Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktdaten und kann mit einem Klick z.B. in der Filiale anrufen oder sich dorthin navigieren lassen.

© Marktjagd.de

© Marktjagd.de

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema im Bereich der zusätzlichen Produktinformationen sind Beacons, d.h. kleine Sender, die auf Bluetooth-Technologie basieren und in Shops angebracht sind. Über eine dafür geeignete App des Händlers können Nutzer Details zu den Produkten erfahren, in deren Nähe sie sich gerade befinden, oder auf Angebote aufmerksam gemacht werden, wenn sie auf dem Weg zur Kasse sind. Bisher sind die Pilotprojekte jedoch rar gesät, ein Beacon-Test von Ikea in Österreich wird derzeit mit Spannung beobachtet.

3. Orientierung und Navigation

Mit Apps wie der Einkaufshelfer-App von Marktjagd erhalten die Nutzer nicht nur Produkt- und Angebotsinformationen, sondern können auch gezielt nach Geschäfte in ihrem unmittelbaren Umkreis suchen und sich dorthin navigieren lassen. Gerade für Menschen, die neu in der Stadt oder auf Reisen sind, ein nützliches Feature. Von Supermärkten, Baumärkten, Tankstellen und Apotheken bis hin zu Geldautomaten wird fast alles abgedeckt.

Fazit

Die Nutzung von Location-based Services ist aus dem digitalen Handelsmarketing nicht mehr wegzudenken und bietet gerade stationären Einzelhändlern vielfältige Möglichkeiten, ihre Zielgruppe genau dann mit Angeboten zu erreichen, wenn diese dafür besonders empfänglich ist. Auch für kleine und mittelständische Händler ist der Trend interessant. Da sie jedoch häufig nicht über das notwendige technische Know-How und die personellen Ressourcen zur Umsetzung verfügen, sollten sie auf Kooperationen, z.B. in Handelsverbänden oder mit Dienstleistern wie Marktjagd, setzen.

 

Anmerkung: Die Inhalte wurden verfasst von Kirsten Petzold, Kommunikationsmanagerin bei Marktjagd.

Beitrag bewerten