Mobile Marketing Apps

Es gibt zwei Methoden, um gut zu schlafen: Entweder man sagt sich, dass immer noch fast ein Drittel der 100 umsatzstärksten deutschen Unternehmen ohne eigene App klarkommt (Stand: 2014). Oder man hat eben auch schon so ein Ding, das Kunden auf ihr Smartphone herunterladen, um sich freiwillig (!) interaktiv mit den Leistungen zu beschäftigen, die man anbietet.

Wer jetzt nicht mehr so gut schläft, weil er einen Markt verpassen könnte, auf dem sich bereits zwei Drittel der Big 100 tummeln (vermutlich aus gutem Grund), braucht zunächst die richtigen Fragen. Denn wie jeder Hype im Marketing ist auch das Engagement in Apps für Mobilgeräte kein Selbstzweck.

Was – für wen – wozu – und lohnt sich das?

Es wird zu Recht diskutiert, ob eine für Mobile Marketing  optimierte Homepage nicht genug der Mühe für Smartphone- und Tablet-User ist. Immerhin muss diese Zielgruppe ja auch erst motiviert werden, eine App herunterzuladen. Die sollte mindestens für iOS und Android aufgesetzt sein – Windows-Nutzer wissen ohnehin, dass sie App-mäßig im Hungerturm sitzen. Und App Marketing ohne deutlichen Mehrwert für den User ist kontraproduktiv. Was kann die Mobilanwendung, was die Mobilwebsite nicht kann?

Der Witz erschließt sich beim anregenden Blick auf die Best Practices: Bei Apps geht es primär um nützliche Funktionen für unterwegs, die ganz nebenbei die Kundenbindung erhöhen oder Bestellungen auslösen. Apps können z.B. meist schneller Buchungen, Käufe etc. abwickeln als die entsprechenden mobilen Websites. Zudem kommt die App als Logo-Icon immer wieder ins Display. Red Bull ist den Weg gegangen, auch Games anzubieten, die einfach bei jedem Spiel den Markenkontakt herstellen. Die TOTAL-App findet die nächste Tankstelle, merkt sich den Parkplatz, meldet Staus und vieles mehr.

Apps müssen den Effizienz-Stresstest bestehen

Die schlechte Nachricht ist: Die App-Konkurrenz ist gigantisch. Entsprechend viel Fantasie (bzw. gute Beratung) brauchen kleinere Unternehmen, um etwas vergleichbar Pfiffiges auf die Beine zu stellen. Die gute Nachricht ist: Das geht. Marktbedingt programmieren App-Entwickler zu erstaunlich günstigen Konditionen. Aus User-Sicht mitzudenken ist im App Marketing allerdings vorher gefragt!

Denn Kunden, die man durch miese Usability nervt, sind sicher nicht das Ziel. Der „Wurstfinger-Effekt“ hat bereits Geschichte gemacht: Sinnlose, weil rein versehentliche Klicks auf mikroskopische Buttons sind ein so großes Ärgernis, dass sich Google schon vor zwei Jahren damit beschäftigt hat.

Eines ist klar: Als Insellösung ist die Entwicklung einer eigenen App zu teuer. Online-Marketing nur mit einer (vielleicht unausgereiften!) App ist gar nichts wert – so wenig wie für den Eisbären eine kleine Eisscholle ohne Land in Sicht. Mobile Marketing braucht immer ein zusammenhängendes Konzept.

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