SEO mit Google Analytics messen_

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„Zahlen, bitte!“ Für Webmaster, die Google Analytics verwenden, mangelt es daran nicht. Das Programm ist ein mächtiges Werkzeug, das umfangreiche Statistiken für die Traffic-Analyse zur Verfügung stellt. Umso kurioser, dass sich Google offensichtlich weigert, eine ganz bestimmte Zahl zu veröffentlichen: die der Nutzer des Tools. Schätzungen gehen jedoch von derzeit 30 bis 50 Millionen Webseiten aus, die Google Analytics implementiert haben. Die Konkurrenz schläft also nicht, aber ob sie die Daten auch richtig zu interpretieren weiß? Wer genauer hinschaut, kann hilfreiche Erkenntnisse für die Suchmaschinenoptimierung aus den Informationen gewinnen.

Infos sammeln und kombinieren – und die richtigen Schlüsse ziehen

Um aussagekräftigere Ergebnisse zu erhalten, sollte Google Analytics zunächst mit der Search Console verbunden werden. Die Search Console liefert weitere Daten, beschränkt sich aber im Gegensatz zu Analytics auf die Google-Suche. Miteinander verknüpft, liefern die Informationen ein umfassendes Bild vom gesamten Datenverkehr Ihrer Website. Von besonderem Interesse sind dabei die Wege der Besucher: Wie stoßen sie auf Ihr Angebot, wo verweilen sie wie lange, und wo springen sie gehäuft ab?

Aufschlussreich ist vor allem ein Blick auf die organische Suche (unter Akquisition > Alle Zugriffe > Channels). Der Traffic lässt sich nicht erkaufen, sondern ist Ausdruck der Inhalte und der Suchmaschinenoptimierung – und somit wichtiger Ansatzpunkt für weitere SEO-Maßnahmen. Mit einem Klick auf Organic Search öffnet sich das, was der US-amerikanische Digital-Marketing-Spezialist Dallas McLaughlin als Schweizer Taschenmesser für das SEO-Reporting bezeichnet: Die Auswertung beantwortet eine Vielzahl der Fragen, die oben gestellt wurden: Von welchen Seiten etwa besonders viele Besucher kommen, welche Keywords am besten funktionieren – und an welchen Stellen es hakt. Eine Optimierung sollte natürlich immer das Ausmerzen von Schwachstellen zum Ziel haben. Es kann aber auch sinnvoll sein, die Stärken weiter auszubauen und damit seine gute Ausgangsposition zu festigen.

Google Analytics organische Suche Zielseiten

Die Auswertung des Channels „Organic Search“ zeigt hier, welche Zielseiten über organische Suchergebnisse am häufigsten aufgerufen werden.

Schon Laotse wusste: Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg

Der Software-Dienstleister Onpage.org hat weitere nützliche Tipps für Google Analytics zu einem SEO-Spickzettel zusammengefasst. Er empfiehlt beispielsweise, Ereignisse festzulegen, wie etwa das Anklicken eines bestimmten Links auf der Seite oder die Wiedergabe von Videos. Dabei können mehrere Ereignisse definiert und in Berichtsgruppen zusammengefasst werden. Insbesondere bei größeren Webseiten erleichtert dies den Überblick über gelungene und weniger gelungene Features.

Darüber hinaus rät Onpage.org, Tracking-Ziele zu definieren. Welche Ziele das sind, kann entweder aus einer Reihe von Vorlagen ausgewählt oder selbst festgelegt werden. Das kann beispielsweise der Download eines E-Books, das Ausfüllen eines Formulars oder auch eine Verweildauer auf der Seite sein. Zu jedem definierten Ziel liefert Google Analytics detaillierte Messwerte, die den richtigen Weg weisen.

Google Analytics Zielvorhaben

Der Bericht unter Conversions > Zielvorhaben > Übersicht zeigt, welche Seiten die meisten Abschlüsse für gesetzte Ziele verzeichnen.

Mit Ihrem maßgeschneiderten Dashboard behalten Sie den Überblick

Die Zielsetzungen von Online-Shops sind mitunter sehr unterschiedlich – je nachdem, welche Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden und in welcher Branche man unterwegs ist. Um den Wald vor lauter Bäumen nicht aus den Augen zu verlieren, gibt es glücklicherweise Dashboards (Instrumententafeln). Man kennt das vom Smartphone: Jeder Mensch hat individuell diejenigen Apps auf die Startseite gepinnt, die er oder sie am häufigsten benutzt.

Google stellt zwar ein Standard-Dashboard bereit, aber der Nutzen von Google Analytics lässt sich enorm steigern, wenn es den eigenen Bedürfnissen angepasst wird. Das kostet am Anfang einmalig etwas Zeit, aber künftig stehen dafür alle Informationen, die Ihnen wichtig sind, sofort und auf einen Blick bereit. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Funktion, Dashboards zu teilen und weiterzugeben. Das erleichtert dann auch beispielsweise die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister bei der SEO-Arbeit auf Ihrer Website.

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