Was ist Retargeting überhaupt?

In unserem Recap der BLOO:CON 2015 haben wir vom Retargeting bzw. Remarketing berichtet. Remarketing ist der von Google geprägte Begriff und meint im Prinzip das gleiche wie Retargeting. In diesem Beitrag wollen wir tiefer in die Details gehen und Ihnen nicht nur die Grundlagen verständlich machen, sondern Ihnen auch Strategien an die Hand geben, so dass Sie selber profitable Kampagnen entwickeln können.

Doch fangen wir mit den Grundlagen an. Was war jetzt nochmal Retargeting? Im Prinzip ist die Sache ganz einfach. Stellen Sie sich vor, ein potenzieller Kunde besucht Ihre Website und er klickt hier und da, informiert sich offenbar fleißig, vielleicht fängt er sogar an, ein Kontaktformular auszufüllen oder ein Produkt in den Warenkorb des Shops zu legen – falls Sie einen Online-Shop betreiben. Und dann bricht dieser Interessent aus welchen Gründen auch immer einfach ab und verlässt die Seite. Was ist passiert? Man weiß es nicht. Vielleicht klingelte es an der Tür. Vielleicht kam gerade der Chef ins Büro. Oder die Kinder haben etwas im Haus zerstört. Es ist doch wirklich schade, dass dieser Interessent abgebrochen hat. Ob er wohl wieder zurückkommen wird? Das wäre doch super!

Mit Retargeting können Sie Ihn wieder zurückholen! Sie können nämlich Werbebanner im Google Display Netzwerk schalten, die genau diese Zielgruppe erreichen. Sie können also die ehemaligen Besucher Ihrer Website gezielt über Werbebanner ansprechen und wieder zurückholen.

Ablauf Remarketing

Remarketing Google Display Netzwerk

Was ist der Vorteil von Retargeting?

Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Ja warum soll ich denn genau die Besucher ansprechen, die bereits auf meiner Website waren – ich will doch neue Besucher gewinnen?! Die Antwort fällt nicht schwer, denn Tatsache ist, dass 96% aller Kunden nicht beim ersten Besuch kaufen. Außerdem besuchen 49% aller Kunden 2 bis 4 Webseiten vor der Kaufentscheidung. Das bedeutet, dass es extrem wichtig ist, dass Sie es fördern, dass der Interessent wieder zu Ihrer Website findet. Und Retargeting ist das probate Mittel dafür.

Fühlen sich die Besucher nicht verfolgt?

Man muss selbstverständlich behutsam mit dem Retargeting umgehen. Wenn Sie Ihre Interessenten mit Bannern überfluten und die Penetration ins Maßlose übersteigern, dann fühlen sich viele Besucher verfolgt, verunsichert oder sind sogar verärgert. Es kommt also auf die Dosierung an. Glücklicherweise lässt sich bei den Google-Remarketing-Kampagnen ein so genanntes Frequency Cap einstellen. Das heißt, Sie können genau festlegen, wie häufig Ihre Besucher Ihre Werbebanner zu Gesicht bekommen sollen. Also übertreiben Sie es bitte nicht. Zwei oder drei Bannerschaltungen pro Tag genügen für einen Interessenten. Und hier noch ein Tipp: Verzichten Sie auf die Bannerschaltung, wenn die Interessenten bereits zu Kunden geworden sind! Wenn ein Besucher bereits in Ihrem Shop eingekauft hat, dann bedarf es keiner Retargeting-Banner mehr und Sie können diese Gruppe an Nutzern getrost ausschließen.

Strategien für Unternehmen

Im Folgenden werden wir Ihnen einige Strategien vorstellen, mit denen Sie Ihre Retargeting-Kampagnen aufbauen können. Doch Sie kennen Ihre Kunden und Ihr Geschäft am besten. Nutzen Sie die folgenden Ideen gerne zur Inspiration und entwickeln Sie eine ganz eigene perfekt an Ihre Kunden angepasst Strategie!

Komplementäre, sich ergänzende Produkte

Unter gewissen Umständen macht es (doch) Sinn, nicht nur Ihre Besucher erneut mit Remarketing-Bannern anzusprechen, sondern auch Ihre Kunden, die beispielsweise in Ihrem Online-Shop eingekauft haben. Sie können Ihren Kunden nämlich weitere Produkte anbieten, die die bisher gekauften Produkte in irgendeiner Art ergänzen oder mit Ihnen in einem Zusammenhang stehen. Ein Beispiel: Hat ein Kunde ein Hundekörbchen gekauft, könnte man schlussfolgern, dass dieser Kunde auch Bedarf an Hundespielzeug oder Hundefutter hat und ihm dieses oder jenes entsprechend per Werbebanner anpreisen.

Mehrstufige Ansprachen

Seien Sie kreativ und abwechslungsreich mit Ihrer Ansprache und mit Ihrer Botschaft im Werbebanner. Wenn ein Interessant 100 Mal nicht auf einen Banner reagiert hat, dann macht es selten Sinn, es noch ein 101. Mal zu versuchen. Versuchen Sie stattdessen verschiedene Ansprachen mit verschiedenen Botschaften und Tonalitäten. Die Menschen sind unterschiedlich und reagieren unterschiedlich. Zeigen Sie sich emotional. Zeigen Sie sich faktenorientiert und liefern Sie Argumente. Zeigen Sie sich humorvoll. Und wenn alles nicht hilft, dann können Sie ihrem Besucher auch einen Gutschein anbieten – vielleicht war Ihm das Angebot einfach nur zu teuer.

Ähnliche Zielgruppen

Wie wäre es, wenn Sie auch Nutzer ansprechen könnten, die den Besuchern Ihrer Website ähnlich sind, aber Ihre Website nicht kennen oder sie zumindest noch nicht besucht haben? Google bietet genau diese Funktion an. Google ermittelt dabei nicht nur demografische Daten Ihrer Zielgruppe, sondern auch deren Interessen und ihr Surfverhalten. Sie können somit nicht nur die Reichweite Ihrer Kampagnen steigern, sondern neue potenzielle Kunden erreichen!

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Fazit

Sie haben nun erfahren, was Retargeting ist, wie es funktioniert und wir haben einige grundlegende Strategien vorgestellt, wie Sie aus Ihren Besuchern mehr Kunden machen können. Nun liegt es an Ihnen. Wann holen Sie Ihre Interessenten und Besucher wieder zurück zu Ihrer Website?

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