Bezahlte Suchergebnisse

Jedes Unternehmen wünscht sich Top-Platzierungen in den Ergebnislisten der Suchmaschinen. Darum sind Seitenoptimierung und SEO so etwas wie ein Volkssport geworden. Der Haken daran: Beides erfordert Zeit zur Umsetzung und Zeit, bis die Suchmaschinen die Änderungen registriert haben. Mit bezahlten Suchergebnissen geht es einfacher und schneller: Wer nach einem bestimmten Keyword, etwa „Bürostuhl“, sucht, bekommt neben den organischen gleichzeitig gekaufte Ergebnisse angezeigt.

Die Kombination hat sich mittlerweile eingespielt. Das war nicht immer so: Noch 2013 forderte die amerikanische Federal Trade Commission Suchmaschinenbetreiber auf, Anzeigen und ähnliche Formate deutlicher abzuheben. Heute ist es für die User ganz normal, wenn sie in den Suchergebnissen bezahlte und als solche kenntlich gemachte  Sponsorenlinks sehen: oberhalb, rechts oder unterhalb, bei besonders begehrten Keywords sogar an allen drei Stellen gleichzeitig.

Studien belegen die Wirksamkeit bezahlter Suchergebnisse

Die Ausgestaltung von AdWords-Anzeigen und die Erfolgsmessung sind Wissenschaften für sich. Glücklicherweise haben viele Experten die Grundlagenarbeit bereits gemacht und in Studien veröffentlicht. So hat z.B. das Digital Media Consortium herausgefunden, dass der Return on Investment von Marketing-Ausgaben bei bezahlten Google-Suchergebnissen bisher um 39 % unterschätzt wurde.

Eine Eyetracking-Studie, die der Suchmaschinengigant selbst beauftragt hatte, kam zu einem weiteren interessanten Schluss: Eine Kombination aus SEO und bezahlten Suchergebnissen erhöht die Aufmerksamkeit für Unternehmen in den Bereichen der Trefferlisten, die den größten Einfluss auf das Branding und den Besucherverkehr haben. Zwar kommen laut einer weiteren Studie von BrightEdge nur 10 % des Traffics über Paid Search. Im Verhältnis dazu erzeuge dieser aber „signifikante Umsätze“.

Usability im AdWords-Marketing: Landing Page aufsetzen!

Die Vorteile von bezahlten Suchergebnissen liegen unter anderem in den Möglichkeiten der eigenen Gestaltung und in der sofortigen Sichtbarkeit an der Spitze der Trefferlisten. Um eine zufriedenstellende Konversionsrate zu erreichen, sind allerdings weitere Maßnahmen ratsam. Zum einen sollten die Keywords gut gewählt sein. Und gerade zu Beginn einer Kampagne ist es empfehlenswert, die Klicks im Auge zu behalten und gegebenenfalls kurzfristig nachzubessern. Zum anderen ist auch die Landing Page, auf die die Anzeige verweist, enorm wichtig. Wer einen Bürostuhl sucht, sollte sofort bei der entsprechenden Auswahl landen – und nicht auf der fünf Klicks entfernten Startseite.

Google platziert AdWords-Anzeigen sowohl auf den SERPs (Search Engine Result Pages) als auch in den Google Maps und auf weiteren Kanälen. Demnächst kommt noch ein zusätzlicher Channel für bezahlte Suchergebnisse hinzu: der Play Store. Wie Google Ende Februar bekannt gab, experimentiert man dort derzeit mit Search Ads, die bereits für eine begrenzte Zahl von Usern freigeschaltet sind. Speziell das Marketing mit eigenen Apps sollte diese Entwicklung im Auge behalten: Immerhin erreicht Google damit nach eigenen Angaben mehr als 1 Mrd. Menschen in über 190 Ländern.

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